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 RhWB tief (Bd. 8, Sp. 1179)   PfWB tieft (Bd. 2, Sp. 273) 
 tief das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk dīf, –ēi-; Mosfrk -ī:-, –ē:-, –e·i.- [WMosfrk flekt. -wə]; NSiegld u. Weidenau, OAltk dēp [Altk-Wissen -bə]; diese auffallende unverschobene Form dē:p herrscht südl. der Benr.-Linie noch in kurköln. Neuw, Sieg, MülhRh, rip. OBerg, Eusk, Bo, Köln, Aach; doch dringt dē:f fast überall durch [Köln-Stdt, Bo-Stdt dē:f, Düss-Stdt dē:p u. dē:f]; n. der Benr.-Linie dīp, –ī:-, –ē:- [Eup -e·i.-, Kemp-Dülken -ę·i.-; um Kref-Fischeln Stdt -e·i.-; das Berg vielf. dīpə, –ī:-, –ē:-, –ī·ə.-, –īə-, –ęi-] Adj.: 1. wie nhd. a. attrib., prädik.; en d.ə Kul, Pötz (Brunnen); e d. Loch; ene d.ə Teller, d. Wasser, d.ə Schnie, Dreck usf. Rip, Allg. RA.: Et es, wer wēss, wie d.; su d. wie ene Pötz (Bore) Rip, Allg. Et es kene Pött su d., mer kann öm leəg (leer) krige SNfrk, Rip; et eas kän Bore (Born) eso d., er eas auszescheffen Merz-Nunk. Et as ke Petz su d., e get emol dref (trüb) Prüm-Ringhuschd. Stelle Water sind d. Elbf, Nfrk, — gröngen d. Berg. Rip. Su rich (treu, got, schlech,

[Bd. 8, Sp. 1180]
onglöcklich) wie Wasser d. es Neuw, Rip, SNfrk, Geld. Wat ös d.ər wie et Meer? En Fraulücks Botz, die hätt kene Boddem Sieg-Birlinghv. Den mäckt äwwel de Höll su d. jagt einem zu grosse Furcht ein Geld-Hartef. Je högger dem Berg, je d.ər et Dal Mülh-Ruhr. — b. Adv.; der Ove zieht d.ər die von der Gicht aus in den Hochofenschacht gestürzten Erze schmelzen in ihren untersten Teilen, die höher liegenden fallen nach, so dass wieder neu zugegichtet werden muss, in der Spr. der Hüttenarbeiter Siegld. De Sonn steht d.; sech dep böcke; den Hot d. in de Stern däuen; d. in der Dreck gon; d. grawen; ene d.ə Schwömmer der zu t. schwimmt Mörs, Allg. (usf.); wit on d. weit u. breit Düss-Erkr. RA.: De Man kuckt weit, de Frau k. d. Trier. Use Herrgott sett huh on kickt d. Mettm, Düss. Wer huh klemmp, fällt d. Köln, Allg.; wie hog sett, kann ok d. falle Klev. De (Prahler) hät et h. em Kopp on dep en de Täisch Rip, OMosfrk. D. plöge (bauen, fahren) Allg.; eich hon et d. unne eraus gehullt Zell-Sohren; d. halen (halten) Merz, Allg.; de Plog geht te d. Kemp, Allg.; et gung em e Loch ze d. (durch Stellen des Pfluges) Bitb-Ehlenz (davon d.ə Bau). We d. fihrt, muss och d. dingen (düngen) Wittl-Dörb. Schmal un d. as der Hower lief beim Säen Trier-Schleidw. Dat lig noch d. en de Erd! das hat noch gute Weile Sieg-Ägid. Je d.ər, dat me en de Dreck trett, je widder sprützt et Elbf. Je äler der Jonggesell, desto d.ər en de Hell Prüm, Rip, SNfrk. Heə setz d. dren (en de Knid »Kreide«) ist sehr verarmt, sitzt in schweren Schulden Aach, Allg. En hot ze d. en et Glas gesiehn (geguckt, gekeke) ist betrunken Mosfrk, Allg., — en de Korf getas, als de Nase ömgedēlt wuərte er hat eine lange, grosse N. Dür, Allg. Enem ze d. en de Oge sehn sich in ihn verlieben Rip, Allg. — 2. mehr od. weniger übertr.; en d.ə Stemm; d. senge, spreche; et klengt su d. wie us ene Keller (sind auch rein mdl.; bei den folgenden liegt Übernahme aus der Hochspr. vor (mdl. dafür gehüreg u. ä.); ene d.ə Schlof; bes en de d.ə Morge eren; d. en der Nach; d. en Gedanke sen; noch d. bei enem en der Schold sen; dat hät alles sengen d.ən Senn Rip, Allg.; ech han Hokstange (Fährstangen) d.ə Honger Sieg-Sieglar.

 

  tieft s. PfWB tief.