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 RhWB tellergleich (Bd. 8, Sp. 1132)   PfWB Pfingst-baum (Bd. 1, Sp. 834)   PfWB Mai-baum (Bd. 4, Sp. 1127) 
  teller-gleich  Wittl-Binsf Adj.: ganz platt.

 

  Pfingst-baum m.: Die Sitte des Pfingstbaumsetzens wurde in der Westpfalz noch um 1930 geübt, so in KU-Hefw Cronbg Bistschd KL-Wörsb Heimkch Morb; in KU-Kaulb bestand der Brauch bis etwa 1870, in KU-Rutsw/L bis 1890. In der Nacht zum Pfingstsonntag wurde eine bis auf den Gipfelbusch entästete und geschälte Tanne mit einem Kranz und bunten Bändern geschmückt und auf einem freien Platz oder vor dem Wirtshaus aufgestellt. In KU-Hefw setzten die großen Burschen einen großen, die halbwüchsigen einen kleinen P. In KU-Cronbg tanzte man an den Pfingsttagen unter dem P. In den pfälzischen Siedlungen Galiziens wurden am Pfingstsamstag die Häuser innen und außen mit Birkenzweigen und -ästen (auch kleinen Birkenbäumchen) geschmückt. Die Burschen stellten ihren Mädchen in der Nacht heimlich ein Birkenbäumchen vor die Haustür (s. PfWB Maibaum). — RhWB Rhein. VI 750/51; Hess.-Nass. II 607.

 

 -baum m.:
1. 'Baum, der zum 1. Mai in der Dorfmitte von den Burschen aufgestellt wird', Ma(a)ibaam, -bääm, s. PfWB Mai u. PfWB Baum [verbr. NPf mancherorts südl. VPf vereinzelt übrige Pf (ohne Pfälzerwald), Feierowend 1957, Nr. 18, S. 1/2 Christmann Vk. 24, 29, 43]; Syn.: Kronenbaum, PfWB Maien 1 b. Der M. ist in der NPf meist ein bis auf den Gipfelbusch entästeter und entrindeter, mit bunten Bändern geschmückter Nadelbaum. An den unteren Ästen ist ein waagrecht hängender Kranz befestigt, der ungefähr den gleichen Umfang wie der Gipfelbusch hat. In anderen Gegenden ist der M. eine Birke. Aufgestellt wird er in KU-Adb u. Roth am Dorfbrunnen, in KU-Einöll an der Kreuzstraße, in ZW-Wintb am Backhaus, sonst, vorn. in der südl. VPf, vor den Wirtshäusern. In LA-Mart werden vor der Ottilienkapelle zwei Maibäume errichtet. In RO-Münstapp ist der M. eine Stange, an deren oberen Ende ein blühendes Fliederbäumchen befestigt ist. In HB-Einöd wird am zweiten Sonntag im Mai zur Maimusik vor jedem Tanzlokal ein M. aufgestellt. In mehreren Orten des oberen Lautertals, der westl. WPf und der mittl. VPf wurde der Brauch um 1930 nicht mehr gepflegt, in KU-Einöll wurde er sogar von der Gendarmerie bekämpft. a. 1674: »Am 21. April wurde den Soldaten, welche Maibäume vor das Rathaus gesteckt hatten, 1 Dukaten verehrt« [Küchler 376 (Kaislt)]. —
2. 'junger Baum (meist Birke, seltener Buche oder Weide), den der Bursch in der Nacht zum 1. Mai am Hause seiner Liebsten aufstellt' [verbr. NPf SOPf mancherorts übrige Pf (außer in Orten des Pfälzerwalds), Krämer Gal 145]; vgl. PfWB Maien 1 a, PfWB Maistrauß 1, PfWB -stock, -stecken. In KB-Boland wird der M. in den Schornstein gesteckt. In LA-Mart bedeutet ein grüner M. Verehrung, ein dürrer Verachtung. —
3. meist Pl. 'Bäume, die aus festlichem Anlaß aufgestellt werden'; vgl. PfWB Kirbebaum 1. In LA-Essing werden an Fronleichnam, zur Fahnenweihe Maibääm aufgestellt. In manchen Orten Galiziens hieß in älterer Zeit die von Ästen und Rinde befreite Tanne, die zur Kirbe aufgestellt wurde, Maaibaam, -boom [Krämer Gal 145]; vgl. Pfingst-, PfWB Kirbebaum 2, -lamm 2. — Südhess. IV 493/ 94; RhWB Rhein. V 756; LothWB Lothr. 350; ElsWB Els. I 637. —