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 RhWB Susanna (Bd. 8, Sp. 1008)   ElsWB Susann (Bd. 2, Sp. 377a) 
  PfWB  ElsWB  LothWB Susanna susana, sū-, –a·n.ā, –a·n. (-ę·n. Saarbg) Kurzf. sa·n.a, –ā, sa·n.(χən), sanəkən, santjə Allg.; sę·n. Koch-Urschmitt, Rip; tsę·n. Heinsb, wie überhaupt SNfrk, Klevld neben sa·n. auch tsusa·n.a, tsa·n.əkən, –ntjə steht; sū:s(χən), zī:s(χən) Rhfrk, Mosfrk; NPrüm, Malm tsū:s, –ȳ:-; Köln-Stdt, Jül sū:s; Saarbg, Trier-Thomm sū:si u. sa·n.i; Kemp-SHubert tsę·i. (sehr selten); Ottw-Eppelborn susęt; in der Kinderspr. dū:sχən Bernk: 1. f. die hl. Susanna. Engele, bengele, Buhnestaf, iwermor as Sus-chesdag; kreien mer e schenen Vugel, V. get mer Hei (Heu), H. gen ech de Kuh, Kuh get mer Melch usf. Trier-Ehrang. — 2. n. a. der im Mosfrk häufigere, sonst heute seltenere weibl. Vorn. Sus, dau fall Fus! Koch-Laub. S., Fusel! ebd. S., gef mer en Kuss! WMosfrk. Nackige Süs hät niks an de Füss! Neuw-Unkel. Susann, schneid Zopp (Suppe) an (ein)! Fir wenn dan? Fir't S.! Trier-Mehring, — fir den Schweinejohann! Trier-Euren Sis, baste bis (böse), dann ess en Steck Kies (Käse)! Bitb, — da gih bei Schlurpen-Nis, da kreste en Schlap K.! Bitb-Ernzen. Baste b., da gih dau bei Schmette Sis, da greste e Schl. K., en Deppen Melch, da geste gādelich! Trier-Eisenach. Dat Sus-che geht de Trepp enuf mit zween faule Käs,

[Bd. 8, Sp. 1009]
kömmt de Katz un scheisst im druf, werd dat S. bes! Simm-Klosterkumbd. Susännche, S., wat häste en dem Kännche? Rude Wing (Wein) on wisse W., moərn sall de Huhzitt sin! Sieg-ODollend. Ännchen, Susännchen, Spillmännchen, wu worste su lang? Dodennen, doduəwen bei der helzen Kapell, do danzen de Buwen in äner Budell, do komen de Weiwer, se hatten Bakscheider un wollten den Buwen dat Danzen verdreiwen Saarbg-Ockfen. Susann, schneid Zopp an, et laut Meddig! rufen die Klepperjungen in der Karwoche Wittl-Schwarzenborn. Dau bas su lus (schlau) wie Monen Sus un su weis wie Kehtheis! zu dem, der sich gescheit dünkt Bitb-Kyllbgw. Us, Mod (Magd) Sus! gesagt, wenn eine Freierei ausgeht Malm-Weywertz. Wenn es Sus-che freckt zur Angabe einer unbestimmten Zeit Saarbr. Mrisönne u. Mis Maria Susanna Malm-Amel. — b. übertr. heihch (hohe) Susann verächtl. Heuchlerin Bernk-Krummenau. S. weiter bei Sus III u. Susi.

 

  PfWB  LothWB  RhWB Susann [Sysàn Su., mit vorgeschl. Art. häufig Tsysàn] weibl. Vorname Susanne. Koseformen: Süsanni, d Süs, d Süsi; Demin. Susannle, Süsl(e), s Züsl Ingenh. Legende von der grossen Rosheimer Glocke Susanne, welche fortgeschafft werden sollte, sich aber vom Wagen erhob mit den Worten ‘Ich heiss Susann und geh nit us m Rosemer Bann’ und in die Kirche zurückschwebte Stöber Sagen II 48. — Basel 286.