PfWB Suppen-kaspar Simm, Goar m.: verächtl. einer, der gern Suppe isst. | | -tag m.: 'der von Katholiken gefeierte Tag des 6. Januar', -dag, -daach, -daa, s. PfWB Tag [verbr.]. Brauchtum: Morgens vor dem Gottesdienst werden in der Kirche die drei Könige an die Krippe gestellt [ RO-Imsw]. In katholischen Orten ist es hie und da noch Brauch, daß am D. vom Familienvater oder vom Pfarrer die Anfangsbuchstaben der drei Könige C+M+B mit der Jahreszahl an den oberen Balken der Eingangstür des Hauses geschrieben werden; die dazu benutzte Kreide wird geweiht oder in geweihtes Salz getaucht; vgl. Stoll 39. Von dem am D. in der Kirche geweihten Dreikönigswasser nimmt man sich etwas nach Haus, um es als Segensspende für künftig Sterbende zu verwenden; vgl. Stoll 39. In KU-Ohmb bäckt man am D. die Königsküchlein, die sich von den anderweitigen Fastnachtsküchlein nicht unterscheiden. Am D. wird der Christbaum abgeräumt und hinausgeschafft. Der Tag war früher mancherorts für die Wahl des Bohnenkönigs vorgesehen; vgl. Becker Vk. 296/97; PfH 1969, S. 152. In LA-Maik stellte man am D. (12?) Nußschalen mit Salz ans Fenster; je nach der Feuchtigkeit des Salzes schloß man auf die Niederschlagsmenge des kommenden Jahres. BR.: Vum Dreikänichsdaach wachse die Daache e Hahneschrett [ BZ-Dierb]. — Südhess. I 1709; LothWB Lothr. 102; ElsWB Els. II 660; Bad. I 549. |
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