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 RhWB Strebe (Bd. 8, Sp. 806)   ElsWB Pfal (Bd. 2, Sp. 134b)   PfWB Pfahl (Bd. 1, Sp. 787) 
  PfWB  ElsWB Strebe -b-, meist Pl. -wən Rhfrk; -:f, –·ă.-, –ē·ə.-, Pl. -wən Mosfrk [-ęf Prüm, Malm]; -b-, –w-, Pl. -wə Sieg-ld; ē:b, Pl. -bə Sieg, Bo; -ēəf, Pl. -wən Gummb; -ēwə, Pl. -wən Sol f.: 1.a. schrägstehender Pfosten der Aussenseite des Gebäudes, Stützpfahl, –balken Allg. — b. der von der Achse des Wasserrades ausgehende Arm, der den Ring oder Kranz trägt, doch meist Arm genannt Sol. — 2. Sg. t. in der Wend.: De setzt sich zur Str. er widersetzt sich, sträubt sich Prüm.

 

  Pfal, Pfol [Pfól fast allg.; Pfûl Ndhsn.; Phól Lützelstn. Reipertsw.; Phôl Tieffenb. Wh. Lorenzen; Phâl Dehli.; Pl. Pfél Obhergh. Co. K. Z. Su.; Pfêl Dü. Bf. Illk. (Bed. 2) ; Pfèl Rchw., Pfál Bf. Geisp. Illk.; Phêl Lorenzen; Phǽl Dehli.; Demin. Pfálələ Co.] m. 1. Pfahl. Rda. Am P. Pranger steʰn Str. ‘Na, wenn die am Pfohl steht, geh’ i au uff de Paradeplatz’ Stöber Daniel 42. Du bis so dumm aˡs e P. Geisp. 2. dummer, schüchterner Mensch. Mit dëm P. is nix aⁿzfangeⁿ! Rchw. Dort sin iʰr gstangeⁿ wi e par Pfeʰl un do han iʰr großi Müler! Illk. 3. Tölpel, ungehobelter Mensch: ‘wyl .. e Pfohl mer's kennt in Üwwel neme’ Frœlich Holzh. = Jules Froelich, Strosburjer Holzhauerfawle .. Nancy 1885. Warnung. — Basel 29. Bayer. 423.

 

   Pfahl m.:
1. 'unten zugespitztes mitteldickes Holzstück von 1-2 m Länge, das in die Erde gerammt wird', zu unterscheiden von Pfosten, Stecken, Stickel, Stiefel, Strebe. Der Pfahl dient gew. als Stütze, vgl. z. B. Bohnen-, Garten-, Wingert-, Zaunpfahl. F.: Pohl (pōl) [fast allg.], Pahl (pl) [IB-Bliesmg/Bolch u. Umg.], Pehl (pēl, Sing.!) [verbr. NPf u. VPf, bes. ältere Gener.], Pfohl [ GH-Berg Scheibhdt]. Pehl (pēl, Pl.) mache (schlache) [mittl. VPf, allg.]. RA.: Das war a mit'm Pohl gewunk 'sehr deutlich gesagt' [ Don-Gottlob]. Dort stehrer (steht er) wie e P., verächtlich von einem verstockten Menschen [RO-Lettw, verbr.]. — a. 1425: pele ußzuziehen myst in zu tragen oder reben zu lesen [LeinArch. (Löhne)]. a. 1509: 2 personen, hant 4 tage pele im wingert ingestoßen [KellR Lichtenberg bei Kusel]. a. 1529: pfel vß zu ropfen vnd zu spitzen [GgHospR]. a. 1553: zwo fuhren feschen oder pfäl zu dem mühlenwehr in der Bließen [ABlieskst 41 (IB-Blickw)]. a. 1606: ein Pfool gesteckht (als Grenzzeichen) [HanLicht. 7 Amt Lemberg]. —
2. 'Zapfen im Faß', Pahl [ Don-St. Andreas]. —
3. 'Platz, wo man beim Kinderspiel nicht geschlagen werden darf', weil durch Pfahl gekennzeichnet, Pohl [ GH-Erlb]. Syn. s. PfWB Botten. —
4. Pl. 'Wohnstätte' in der RA.: Der kummt nit aus soine vier Pähl eraus, von einem, der einen beschränkten Horizont hat, der weltfremd ist [ LU-Opp]. — RhWB Rhein. VI 649 ff. LothWB Lothr. 20; ElsWB Els. II 134; Bad. I 185; Hess.-Nass. II 576.