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| RhWB Strafkasse (Bd. 8, Sp. 774) | PfWB Arbeit (Bd. 1, Sp. 320) | LothWB Ärwet (Bd. 1, Sp. 14b) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. 'Anstrengung, Mühsal, Plage'. Mit dem han ich mei Aarwet!, von einem unfolgsamen Kind [WPf, allg.]; dafür auch PfWB Schaff. Mit dir häb ich kään Äärwet! 'Laß mich in Ruhe!' [ GH-Bellh]. SprW.: Sterwe is e schwer Aarwet [ RO-Dielkch]. Schaffe is härti Ärwet [Fogel Prov. Penns Nr. 1489]. Wer nett schafft 'arbeitet', der spart sich viel Erwet [Reichard Penns 188]. — 2. 'Beschäftigung', bei den Pfälzern Galiziens, des Buchenlandes und des Donaugebietes fast nur von körperlicher Beschäftigung. a. allgemeiner Art, oft mit dem Nebenton der Mühe. Geh an dei A. (Ä.)! 'Fange an zu arbeiten!' [allg.]. Ich geh mein A. schaffe [ KU-Ulm, allg.]. Noh A. gehe 'Arbeit suchen' [WPf NPf]. Bei dere A. (Ä.) kennt mer Blut schwitze, geht de Speck runner [allg.]. Noch fleißich bei (an) de Aarwet? Grußformel, gebräuchlich beim Vorübergehen an arbeitenden Bekannten [ KU-Theisbgstg KL-Siegb]. SprW.: Die Aarwet is kää Krott, die hupst net fort [Kaislt, verbr.]. Wie beim Esse so bei de A. [ Don Gal Buch]. a. 1293: erbeit [Spey Urk. 135]. a. 1483: .. haben wir ... angesehen, das darunter arbeyt, muehe und kost merglich ufgenne [PfWeist. I 163 (FR-Bockh)]. a. 1530: arbeyt in der Ern [SpeyGgHospR]. a. 16. Jh.: Erbeit, so er soll machen [HanLicht. Nr. 125/38]. — b. 'berufliche Beschäftigung' [allg.] in Verw. wie: Er geht uf die A., wenn ein Weg zur Arbeitsstätte zurückzulegen ist; entspr.: Er kummt vun de A.; Wie gefallt der dei A.?; Dem sei bißje A. schaff ich vun zwelf bis 's leit 'läutet' (bis Mittag); De Weibsleit ehr A.; die Ä. im Wingert; Zs. Baure-, Haus-, Manns-, Wingertarwet. — c. RA. u. SprW. vom Verhältnis des Menschen zur Arbeit: Einem Flinken schutzt, fleckt die A., geht die A. vun de Hand [verbr.]. Ein Fleißiger fercht sich vor kenner A., kennt nix wie die A., is schun in aller Herrgottsfrih an de A. [verbr.]. Ein Fauler hot e Hoor in de Ärwet gefunn [Hebel 21], geht de A. aus'm Weg [verbr.], springt uf die A. wie e Bock ins Messer [Hebel 16], isch am liebschte, wu die Ä. geschafft un noch nit gesse un getrunke isch [südl. VPf], is beim Esse vorne, bei de A. hinne [ KU-Bedb], stehlt unserm Herrgott die Zeit weg uhne Ä. [ GH-Kand], fercht sich vor de A. wie de Hund vor de Schlää [KB-Bischh, verbr.], sein Hänn stehn vun de Ä. ab [ KB-Bennhs], tut kee(n) Gebot, wenn die Ärwet versteigt werd [Hebel 21]. Vom Faulen gilt das Wort Mer kann Gott drum danke, wammer sei grare Glieder hot un kann de Ä. ausweiche [ FR-Tiefth, ähnl. KU-Schmittw/O LU-Friesh GH-Leimh]. Wer von der Arbeit nur Reden führt, handelt nach dem Wort: In die Hänn spauche (spauze) un in die A. geschiss(e) [verbr.]. — 3. 'das Erzeugnis [Bd. 1, Sp. 321] der Arbeit'. Dei A. daucht nix [allg.]. Do, die krutzich Kätt ..., wu in ehre Ungeduld Husch-husch-Ärwet liwwert [Kiefer 31]. — Zs.: PfWB Bästel-, PfWB Bauern-, PfWB Pfusch-, PfWB Bossel-, PfWB Dreck-, PfWB Drusch-, PfWB Flick-, PfWB Frühjahrs-, PfWB Hand-, PfWB Haus-, PfWB Hunds-, Knötel-, PfWB Knottel-, PfWB Kopf-, PfWB Manns-, PfWB Sau-, PfWB Schmiede-, PfWB Weibsleute-, PfWB Wingerts-, PfWB Zwangsarbeit. — F.: aa(r)wed [WPf westl. NPf, östl. NPf u. VPf], Äwəd [ KL-Lind], ęÄrwəd [westl. VPf östl. NPf], äÄrwəd [östl. VPf]; bez. mittl. VPf vgl. Bertram 22. Bei den Auslandspfälzern ohne die Möglichkeit klarer dialektgeogr. Scheidung: rwəd, ārwəd, ärwəd; bei den Donau- und Buchenlandpfälzern auch ārwaid, rwaid (mit deutlich ausgesprochenem r in allen Formen). Pl. -ə, selten -ər. a. 1293: erbeit [SpeyUrk. 135]. a. 1530: arbeyt in der Ern [Spey GgHospR]. 16. Jh.: Erbeit [HanLicht. Nr. 125 Bl. 38]. — RhWB Rhein. I 228 ff.; Saarbr. 10/11; LothWB Lothr. 14; ElsWB Els. I 64; Bad. I 69.
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