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 RhWB stinken (Bd. 8, Sp. 698)   PfWB stinken (Bd. 6, Sp. 595) 
  PfWB  ElsWB  LothWB stinken das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -i-, –e-, Part. gədunk, –o-; sonst -e- u. gern -i- [in den Senkungsgeb. des Mosfrk, des Westerw, Rip, -ęə-, –a-, –ǫ-, –o-, –u-, –-, –ø-, –ę-, aber du –eŋks, ət –eŋk(t)], Prät. -oŋk (im Mosfrk meist fehlend), Conj. -ø-, Part. gətoŋkə(n) st.: 1. einen üblen Geruch von sich geben, verbreiten, mit persönl. u. sachl. Subj.; wer hät he gestonke? gefurzt Rip, Allg. RA.: Der stenk wie en Oos (Aas) Rip, Verbr., — Breckt (verrecktes Tier) Bitb, — enen Fulk Nfrk, — en Aff Kobl-Bendrf, — enne kranken Ap Geld-Kevelaer, — e Bock Mosfrk, Allg., — e B. am Michelsdag Ahrw, Verbr., — e Ferke Rip, Nfrk, — en Sau (e Schwein) Allg., — en Borgesel Kobl-Bendrf, — e nasser Fuchs Kobl-Winning, — ene Das (Dachs) Dür-NZier, — ne Wallach Dür-Stdt, — en Hucke (Kröte) Gummb-Wiehl, — en Olk (Iltis) Siegld, — en Eltes Birkf-Oberst, — en Otter Nfrk, — en Wanz Allg., — en Nöttekipp (Baumwanze) Rees-Ringenbg, — en Hupp (Wiedehopf) Ahrw-Gelsd, — e Huhupp (dass.) Schleid-Dreiborn, — de Pest Allg., — de Möströt (Mistjauche) Sieg, — Mischtepuddel Saarl, Verbr., — nöchterne Kalwerschet (-schiss) Mörs-Neuk, — en Scheisshaus Saarl, — en Kästonn Wend-Remmesw, — en Senk Allg., — en Faulhofe Kobl-Bendrf, — en nasse Sack ebd. Flerzemer (den von Rheinb-Flerzh) Löck (Leute) han Flüh em Röck, st. wie de Hirzeböck (Hirsch-)! Neckspr. Schwodörper (Köln-Schwadrf) Löck han Fl. em R., st. we de Gessböck! Appenhan un Stenehan (Kr. Waldbr) lit op enem Küppel; all die Jongen un Mädcher, die do droppen setzen, st. wie de Hüppe (Wiedehopf)! Neckspr., — ligen op enem Kubben, de Jongen,

[Bd. 8, Sp. 699]
die do dr. sen, st. wie de Rubben (Raupen)! (so in Altk-Dünebusch). Wesste net, wo Biewer (Kr. Trier) leit, B. l. e Leck, wo de stenkig Jongen sein, die st. wei de Beck (Böcke) usf. Neckspr. Du stenks, als wenn de enwendig ful wüərsch! Aach-Steinfurt. De stenk sebbe (drei, zehn) Stond gege der Wöngk (Wind) Dür, Rip; der st. en St. (Uhr) en (op, tegen) de Wend SNfrk, Klevld. Eten on drenken, schlopen on st. ist sein Lebensinhalt Elbf. De kann stohn on st., ohne dat et iemes süht Mörs-Hombg. Gangk hem, säste für de Motter, du stönks! zu einem lästigen Kinde Rip, Nfrk. Jo, wennste net stenks! dann kannst du mitgehen MGladb. Ens, twiə, drei, we stenk hei so; ich glöf, dat bös do! Abzählr. Kemp-Süchteln. E bərlesst (verlässt) sich of et St. auf andere u. bleibt verlassen Trier-Mehring. Jederēner stenkt so gutt, as e kann lebt nach seiner Art Gummb-Berghsn. De eine stink, de andere rüch (riecht) nit got beide sind Schmierfinken Köln-Stdt. Die geputzten Mädchen: oəwe blenke se un von onge (unten) st. se MGladb-Giesenk. Mädchere st., Jonge blenke! so ärgern die Jungen (u. umgekehrt) die Mädchen Geilk-Beggend. Dat send er, die em Wirtshus st. wie de Hüppe un Kulen en de Bänke setten so lange hocken sie im Wirtshaus Gummb-Berghsn. Der iərschten Dag enne Gas, der twedden en Las, am dredden stenkt he fas Heinsb; den dreiden Dag st. der Gast Sol, Nfrk. Den Hond stenk so, et gef Regen Mörs, Nfrk. Füss (Füchse) send frech, se lege (lügen) odder se st. Dür. Hi in dieser Bank (Schulbank) es en groter Eəselsgestank, un wer et am irschten vernimmt, dem geht et dürch et Himd, un er stinkt! Abzählr. Gummb, Verbr. Wej wogt, den wennt; w. pupt, den stenkt Emmerich. De stenkt aus alle Knopplächer Kobl-Bend. Der st. aus em Hals (Maul) bei stinkendem Atem Mosfrk, Allg., — ut der Oəm SNfrk, Bergh, Dür, — nom O. MGladb-Kleinenbr, — bie e al Komod Kobl-Bendrf, — wie e Bock aus em Orsch Trier, — en al Krack (Pferd) ut de Fott MGladb-Rheind, — ne Hongk (Hund) (Koh, Perd) us de F. (dem Arsch) Köln, Verbr., — e Gerwer aus dem Orsch Trier, — ne Schandarm ut de F. Kref-Fischeln, — ne bergische Bur ut de F. MGladb, — en russische Grenadier us de Stibbelschäften Neuw-Asb, — en Mesber van de Messtivvele Düss, — en Abtritt Allg., — as wenn em en Kuh in de Hals geschess hätt Goar-Carb. He stenkt ut de Nirkes (Nieren) hat gefurzt Kemp-UWeiden. Gint (gegen) en Fuhr Möst ka mer nöt st., on wemmer noch esu arg forzt Trier. No Mes st. Rip, Allg.; de stenkt no Fusel hat Branntwein getrunken Allg., — as de Beddeler no Brot Klevld; de st. fir nom Branndwein an hannen (hinten) nom Idrich (Wiederkäuen) Bitb-Seimerich. E st. no de Schöpp (Spaten) er stirbt bald Aach, MGladb, Emmerich. Ich schlah dich, dat de no Pfeffer stinkst! Goar-Rheindieb. — In folg. Wend. in dem Sinne, etwas übermässig besitzen: De stenk för (van) Dreck ist sehr schmutzig Rip, — fir (vun, no) Geld ist sehr reich Goar, Allg., — wie e Ferkel no Parfim Saarl, — e Ferke no Ottekolong Köln-Stdt, — de Deiwel no Weihrauch Kobl, — va Fulhet so träge ist er Rip, Allg., — va (luter) Huffart Rip,

[Bd. 8, Sp. 700]
Allg., — von grusse Dinger ist sehr hochmütig, eingebildet Bernk; der es esu ful (träge), huffärdig, stolz, fin, frech, gitzig, rich (usf.), dat he stenk, — dat he su st. dervan Rip, Allg.; he lüt (lügt, dat he stinkt Waldbr, Sieg, Gummb. — Mit sachl. Subj.; dem stenkt der Odem (Atem): der Nevvel st.; de Kolle st., et git nass Wedder Rip, Allg. RA.: De Pif (Tabak pfeife) stenk wie en Hipp (Ziege) Aach-Eschw. Wat rüch, stenk dat och? scherzh. Frage; erfolgt die Antw, »Jo«, dann stenk deng Nas och Eusk-Billig, SNfrk. NBerg, Neuw-Dierd. Et es niet alles Gold, wat blenkt; et es n. a. Stront (Kot), wat stenkt Mörs-Wardt, Kemp-SHubert, Eup. Wat de (Geizige) göft, dat rückt net got of et stenkt (ist wertlos, schmutzig) Nfrk, Rip, Bernk-Wintrich. Wat den lo sat, dat es gestonken o gelu (gelogen) Merz, Allg. Wat mer den Dreck mih rihrt (mengt), wat he m. stenkt Prüm, Allg. Wat stenkt, dat klenkt der Mist bringt Ertrag Schleid-Hellenth. Hittche (Häutchen), wat stenksde; Geldche, wat klenksde! Spruch der Gerber Siegld, Verbr. Du mens och, die (deine) Förz stönke net! du wärest etwas Besonderes Heinsbg. Hart Firz st. net; awwer, die do leise streichen, vor denne muscht dau weichen Saarl; en Knallfurz stinkt nich, äwwer die op Hoosensöcken gonnt (kummen), för den mutt me lopen, — för denen, die do schleichen, för d. muss du weichen Gummb. Van't Fessen (Fischen) on Finkeln (Finken fangen) sall ou et Brot in de Kast nit st. Rees-Ringenbg. Wenn dat Ei barscht, wat sall dat st.! von allzu dicker Freundschaft Barm. De Lompe st.! jetzt wird es brenzelig, jetzt kommt Unheil Saarbg-Wellen. Geild stenkt net mag es verdient sein, wie es will, es ist stets willkommen Wermelsk, Aach. Wann der Schenk dervan es, dann stenkt de Wedds (Weide), wenn der Mohr seine Schuldigkeit getan hat, kann er gehen Heinsb. Die Schmedd stenkt da ist etwas nicht in Ordnung SNfrk, Bergh, Wesel. Vürnehme Dreck stenk net! die Vornehmen können sich allerlei Schlechtigkeit erlauben Schleid-Hellenth. Egelof stenkt MGladb. Remscheder Wengk (Wind), de stenkt! der Remscheider prahlt gern (ebenso von Neuss-Dormag, MGladb-Viersen). Wenn de Hardt blenkt (nach Osten) on de Maas stenkt, dann gef et schleit Weər Kemp-Waldniel. No enem Bock stink et ganze Dörp ein Taugenichts kann den Ruf des ganzen Dorfes mindern Jül. Geläs (May-Glees) stinkt no fouler Käs! Neckspr. — Hierbei auch häufig Anwendg. des Part. Präs.; stenke Niəvel Höhenrauch Aach, Eup, Monsch, Dür-Weisw; stenke Bodder drage huckepack tragen Siegld-Neunk; stonken Heffen (Hefe) drohn dass. Daun verbr., Schleid-Blankenheimerd Hüngersd Reetz Schmidth; stönke Fäss-che dr. Nonnenb; stenke Fellche klenke Geəldche! Spruch des Gerbers Aach; stinken Ewig Eppich auf Schutthaufen Saarl-Berus; stenke Weichsel echter Kreuzdorn, Rhamnus cathartica Koch-Bertrich; stinke Dam Wanze Aach-Kohlbusch. — Unpersönl. RA.: Et stinkt hei wie de Pest Allg., — en Abtritt Allg., — en Mestpuddel Mosfrk, Rhfrk, — faule Käs, — en Bor (Nachttopf) Koch, Verbr., — Kattendreck Heinsb, — an (in) em Fuchsbau Bitb-Dudeld. Me

[Bd. 8, Sp. 701]
kann och us Spass furzen, dat et stenkt einem im Sp. eine Rüge erteilen MülhRh, Wippf, Elbf, Köln, Geilk. Sei still, et stinkt schunn! Du kannst dich nicht entschuldigen May-Plaidt. Wu neist as, da stinkt et net da ist kein Auskommen Trier-Schleidw. Wo der Düvel wor, do stenkt et da ist es nicht geheuer Aach, Erk, MGladb. Den os esou jest (genau), mer hätt hin nigdig (nötig) tesche (zwischen) Mond on Nas zu scheissen on noch zu machen, dat et net stenk Prüm-Ihren. Wat stenkt et hier, sät Jann van Lier. Wie düht dat dann, s. Battermann. Eke niet, s. J. van Wel. Dat es geloge, s. J. van boove Klev. Lehr, loət de Schol ut, et sen elf Uhre; de Mädjes mutte schure, de Junges m. Water drage, angersch (sonst) blink et neit en stink et neit en kumme mörge de Frijersch neit! Heinsb-Millen. He es su ful, frech (udgl.), dat et (su) stenk (dervan) Rip, Allg. Et stenkt an (in) der Fechtschul es ist etwas nicht richtig in der Sache WBitb, Eusk-Billig. De legt (lügt), dat et stenkt (an [in] der Loft) Wittl, Allg. Dat stenkt tum Himmel das umgehende Gerücht von einer hässlichen Angelegenheit Gummb, Verbr. — St. Jauche über die Wiese, das Feld giessen Waldbr-Morsb. — 2. intrans. mit »sein«; fortst.; he es fortgestonke hat sich dünn gemacht, gedrückt; (heran-, an)gestonke komme herankommen, von einem, den man nicht gerne sieht (jetz köt he wiər gestenke Erk-Körrenz); st. gohn, erömst. g., övver jen Landau st. g. untätig träge sein, müssig herumlaufen; st. g. auch davonlaufen, sich drücken Schleid, Dür, Jül, Aach, Erk, MGladb, Kemp, Mörs; schleichen, bei einem Gang etwas ausspionieren, auch hergohn st. einen geheimnisvollen Gang machen Mörs. — Abl.: die Stinkerei, dat Gestink(s).

 

   stinken st.:
1. 'nach etwas riechen', meist aber: 'übel, unangenehm, penetrant riechen', stinke (diŋgə) [allg., Christmann Kaulb 69 Henn Mda.-Int. 100 Karch Gimmdg/Muttstdt 239 Schneckenburger 54 Lambert Penns 143 Beam Penns 89 Wood Penns Schärf. 234 Krämer Gal 207], stenke [Kraus Pädcher 17]; Part. Perf. gestunk (gəˈduŋg) [WPf, Henn Mda.-Int. 100 Krämer Gal 207], g(e)stunke (gəduŋgə, gduŋgə) [VPf, Lambert Penns 143]; Zs.: PfWB herausstinken. Er stenkt [ RO-Lohnsf]. 's stankt [ BZ-Dimb]. Dem sei Fieß stinken [ FR-Bockh]. E orndlich Peif muß st. [ KU-Schmittw/O]. Alles stimmt. Bloß Puddel 'Jauche' stinkt [Kraus Arwed 40]. Zum Schuschter hawwich mich verdingt, / Flick Absätz un die Sohle; / Doch wenn en Schuh mol wennich stinkt, / Dann soll's der Deiwel hole! [Birmelin Penns Gezw. 72]. For der (den) dun Blimcher bloß noh Kärchhof stenke [Kraus Pädcher 17]. Dehämm derfer schtinke, soviel wie er will [Damm Nachtdischlamp 39]. De ganze Dag stinkt er no Schnaps [Westricher Kalender 1957 S. 103]. Sackerdiß, was raachscht dann du? / Nan, das stinkt jo wie de Deiwel [Kühn Schnitze II 67]. 's Hai stinkt 'Das Heu riecht verdorben, ist faul' [ ZW-L'wied, vereinzelt]. RA. und Ver-

[Bd. 6, Sp. 596]
gleiche: gestunk(e) un geloo(che) 'gestunken und gelogen, erfunden' [mancherorts]; von allerlei üblen Gerüchen: st. wie e(n) Bock (Gääßbock) 'penetrant stinken' [verbr., Heeger Tiere II 19, auch Don Gal], wie de Bock am Michelsdaag 'zur Zeit der Ziegenbrunst' [ RO-Rehborn], wie e Elldes (Iltis) [ RO-Als, ZW-Battw Gal Rußl-Katht], wie en Hund [ LU-Ruchh], wie e Marder [ Gal-Dornf], wie e Otter [ KU-Kaulb Kreimb SP-Heiligst], wie e Sau [ BZ-Dernb], wie Katzedreck [ KU-Hinzw], wie e faules Ai (faule Aajer) [ KU-Schmittw/O ZW-Bechhf NW-Frankeck], wie e Dulfloch 'Flachsbrechkaute, Abfallgrube' [Bergz (Kamm 82)], wie ingemachte Schwääßfieß [ KU-Kaulb], wie de Deiwel [vereinzelt, Krieger 22], wie die Pescht [mancherorts, auch Don], wie imme Bockstall [ KU-Kaulb LU-Limbghf], wie imme Affestall [ RO-Dielkch], wie emme Affekaschde [ WD-Niedkch KB-Biedh LA-Maik], noo Knowloch st. wie 'n Judd [ NW-Kallstdt], no Branndewoi (Schnaps) st. 'Alkoholfahne' [ KU-Kaulb Schmittw/O LU-Opp], meileweit geje de Wind st. 'sehr st.; zweifelhafte Geschäfte abwickeln' [Thielen So rerre mer 124]. Geld stinkt nit [Bergz (Kamm 88)]. Der stinkt no Geld 'ist sehr reich' [ KB-Kriegsf NW-Haßl]; is so reich, daß er stinkt [ KU-Trahw]. Er stinkt noh Geld wie e Sau noh Hooröl 'ist arm', ironisch [Hebel 17, NPfGV 1926 S. 18 NSZ-Südpfalz vom 4. 7. 1939]. Die Sord do iwwe, die esch sou neirisch (neidisch), dänne schdinggen noch niddemool die Ferz! [Braun Lääsebuuch II 177]. Hau ab, dein Schadde stinkt! 'Verschwinde!' [ ZW-Ixh LU-Neuhf]. Er es so faul, daß er stinkt 'Faulenzer' [ KU-Kaulb Trahw KL-Erfb NW-Hardbg]. Wenn sei Dummheit st. det, kennt mer's net aushalte [ LU-Muttstdt]. Häitche, was stinkschte, Geldche, was klingschte 'Auch ein übelriechendes Geschäft bringt Geld ein', Abdeckerlied [NW-Kallstdt, Krieger 48]. Von Menschen mit starkem Mundgeruch: aus em Hals (aus'm Maul) st. [mancherorts], ... wie'n Schandarm (wie e Kuh) aus'm Arsch [ LA-Mörzh, KU-A'glan Diedk W'mohr ZW-Bechhf], ... wie e Zicheijner uss da Buckslatz! [Glass II 35]. Eine weitere RA. s. PfWB Sau 1 a. SprW.: De Fisch stinkt vum Kopp on 'Die führenden Köpfe einer Regierung, Verwaltung sind nicht in Ordnung' [ Gal-Dornf]. Fisch un Gäscht stinken noh drei Daa [ Gal-Bagbg]. Mit volle Hosse is leicht st. [ Gal-Bagbg]. Aaichelob stinkt [KL-Kindsb, verbr.]; dass. umgedeutet: Äächelaab (Eichenlaub) stinkt [Wilde 47]. Wann mer im Dreck rehrt, no stinkt's [Steinmetz]. Wann die Luddel 'Tabakspfeife' nit stinkt, schmackt de Duwwack nit [Wilde 239]. BR.: Wann die Schmitt stinkt, gibt's Reje [ LU-Opp], ... die Hunde ... [ KU-Bedb Wahnwg]. D' Fawrik stinkt, do gebt's gut Wetter [ GH-Max'au]. AR.: Ene, dene Dortz / de Deiwel loßt 'n Forz, / den loßt er in die Hose / des stinkt wie Abrigose [ LA-Nußd]. Eins, zwei, drei, vier / Uf dem Klavier / Steht ein Glas Bier, / Wer draus trinkt / Der stinkt! [Donnersberg Jahrbuch 1981 167, Hombg]. KR.:

[Bd. 6, Sp. 597]
Vom Furz: Stink, stank, unner de Bank, wer's eerscht riecht, aus dem kriecht's [ KB-O'wies Gal-Obl]. Schwarze Hellbeere, rode Dinde, / die Märe richen, die Buwe stinken [ NW-Speybn]. VR.: Ich geh als um's Eckelche / un stinke wie e Beckelche [ Gal-Dornf]; einen weiteren VR. s. PfWB Kommunist 1, PfWB Schloße.
2. 'jemandem zuwider sein'; 's stinkt eem 'ist einem zuwider' [vereinzelt]. Das (Der) hat mer gestunk! 'Das (Der) hat mir absolut nicht gefallen!', von Dingen und Menschen [Kaislt, FR-A'lein SP-Dudhf Otterstetter 260]. Der hattmer schun geschtunk, wie ich ne's erschtemol gesieh hann! [Damm Nawwel 49]. — RhWB Rhein. VIII 698 ff.; LothWB Lothr. 499; ElsWB Els. II 606.