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 RhWB Stempel (Bd. 8, Sp. 629)   PfWB Stempel (Bd. 6, Sp. 532)   PfWB Elefant (Bd. 2, Sp. 872) 
  PfWB  ElsWB  LothWB Stempel das Wort, zu dem Stamp zu vergleichen ist, ist allg. als -ęmb- Rhfrk, Mosfrk [WBitb -i-, –ø-]; sonst -ę- [Mörs vielfach --; NBerg -ęi-; Geilk, Heinsb, OErk, Kref-Fischeln -ø-]; Pl. Rhfrk wie Sg., sonst -əln, –ələ, Klevld auch -əlts, Demin. -əlχə(n), –ələ, –əlkə, –əltjə m.: 1. Pfosten; im bes. a. starkes Rundholz zum Ausbau der Grube, zwischen First u. Sohle gestellt, damit es etwa von oben herabstürzendes Gestein unterfange u. die ganze Arbeitsstelle sicherer gestalte, in der Bergmspr.; St.ə stelle Allg. — b. Bein an Geräten, Tischen, Stühlen, Betten, Schränken, Spinnrädern Allg., nicht Berg (doch s. auch Stalen). — Geschwisterstuhlst. scherzh. weit entfernter Verwandtschaftsgrad Simm-Laub. — c. Karrenstütze Eusk, Rheinb; Stütze etwa unter einem Ast Mörs, Klev; Schlittenpicke Gummb-Bellingr. — d. aufrechtstehende Stütze im Dachgebälk MülhRh-Ensen. — e. Runge, Strebe im Wagenschämel Sieg-Seelschd. — f. der Teil der jungen Eiche, der nach dem Lohschälen zunächst noch stehen bleibt, später dicht über dem Boden abgehauen wird; St. haue uNahe. — g. Stampfer, α. im Butterfass Ahrw-Eckend, Clevld. — β. zum Abschlagen der Schlacke im Pochwerk Siegld-Geisweid (südl. Stampes). — h.α. Petschaft; Brotst. des Bäckers, mit dem er seinen Namen ins Brot drückt Allg., auch Berg. — β. Demin. Hahnenfuss (Kinder drücken sich die Blüten gegenseitig auf die Stirn) Saarbr-Stdt. — i. Glätteisen des Hufschmiedes

[Bd. 8, Sp. 630]
Daun-Strotzbüsch; Spitzst. runder Eisenzapfen des Schmiedes, zur Bearbeitung der Löcher im Eisen Simm; Fallhammer mit Gesenken Mettm-Velbert. — 2. übertr. a. sachl. α. scherzh. Beine des Menschen oder Tieres; dat Könd hät en Paar düchtige (decke, lang) St.ə Rip, Allg., — en de Fott Mörs, — wei en Owenrouhr Saarbg, Allg. Uf zwen St. steht e Bauchbit (Leib); uf de B., do st. e Mahlmil (Mund) un e Blabbermil un uwe druf is e wille Wald (Haare)? Rhfrk, Koch, Schleid-Berk. — β. scherzh. Finger Saarbr-Auersmacher. — b. persönl. scherzh. dickes Kind Elbf.

 

   Stempel m.:
1.
a. 'Stempel zum Aufdrucken von Schrift- und Siegelzeichen', Stembel (dembəl) [verbr. Christmann Kaulb 48, 77 Juner 82 Lambert Penns 143]; Pl. wie Sg. RA.: Dem isch de St. ufgedrickt 'Man kann ihm seinen Makel ansehen' [ LA-Mörzh]. —
b. 'das aufgestempelte Schrift- oder Siegelzeichen', z. B. auf einer Briefmarke [ KU-Hundh, mancherorts]. —
2. 'stempelartiger Teil der Pflanzenblüte oder der Samenkapsel', bes. vom Mohn [ IB-Bliesmg/Bolch]; vgl. PfWB Stempelblume. Kinderspiel: »Die Oberfläche der Samenkapsel des Mohnes wird auf die Hand aufgedrückt, so daß ein St. entsteht« [Ph. Gimmel in: PfL 30. 1. 1932]. —
3. Gerät zum Stampfen.
a. 'der hölzerne Stampfer zum Zerquetschen von gekochten Kartoffeln, Rüben; halbkugelförmig' [KU-Hundh KL-Stelzbg PS-Erfw Geisbg FR-Bockh NW-Elmst LA-Mörzh, Bernhard 153]; vgl. PfWB Stampfer 1, PfWB Stößel 1; Zs.: PfWB Pflaster-, PfWB Grundbirnen- 1, PfWB Krautstempel.
b. 'der Butterstößel' [ RO-Imsb PS-Hintwdth]; vgl. PfWB Stößel 2; Zs.: PfWB Butterstempel. —
4. 'Gerät zum Setzen und Verpflanzen junger Waldbäumchen' [ LU-Muttstdt NW-Geinsh]. —
5.
a. 'Möbelbeine, bes. von Tisch und Stuhl' [KU-Hundh KB-Bubh Krämer Gal 207]; Zs.: PfWB Tisch-, PfWB Stuhlstempel. a. 1787: 1 Back (Back 'Mörteltragbehälter') mit Stempel [Kurpf. 940-942 (KU-Einöll)]. —
b. 'Stütze, Säule in Räumen, im Stall, im Bergwerk' [ IB-Wolfh]. Schrambohrer gedrickt un Stemple gehuckt / e paarhunnert Meter drunne im Fleez [Kraus Pat 15]. —
6. nur als Pl. 'dicke, stämmige Beine mit gut ausgeprägten Waden', seltener von den Füßen gesagt [verbr., Müller Dietschw 61]; Zs.: PfWB Grundbirnen- 2, PfWB Schrottenstempel. Die (Das) hot awer e Paar feschte (dicke) Stembel, von Mädchen, Frauen, Kindern [ LA-Nußd, vereinzelt, Gal-Dornf]. Er hat ein paar rechte Stempel [Klein Prov. 170]. »O jerem« - lacht se »hot des Biewel (Bübchen) Stembel!« [Hartmann Teemaschin 70]. RA.: Die (Er) hot Stembel wie e Bodderfaß [ KU-Schmittw/O RO-Obd KB-Kerzh], ... wie en Elefant [ BZ-Dernb]. —
7. Als Ausruf der Verwunderung, Verwünschung: Stembel noch emol, der hat awer e Gewicht! [ KL-Reichb]; Syn. s. PfWB Donnerwetter 2 a. —
8. s. in PfWB Geschwisterstuhlstempel. — Mhd. stempfel 'Stempfel, Stössel, Grabstichel, Holzstamm' ( Lexer Lexer II 1174). — RhWB Rhein. VIII 629/ 30; LothWB Lothr. 496; ElsWB Els. II 597 Stempfel; Kluge-Seebold22 700.

 

   Elefant m.: wie schd., Elefant (eləfand, -fḁnd), Pl. Elefande [allg.]. Hauptsächlich in übertreibenden Vergleichen: Fieß wie e E. [ ZW-Battw], Bään wie e E. [ LU-Opp], Stembel (s. PfWB Stempel 'Bein') wie e E. [ BZ-Dernb], Armmuschkele wie e E. [ LU-Opp], e Rissel (Rüssel) wie e E. [ BZ-Dernb], Haut (so dick) wie e E. [ KU-Schmittw/O], Hunger wie e E. [ KB-Dreis Mörsf NW-Lambr]. Das is e Kalb wie e E. [ ZW-Battw]. Das esch e Kerl wie e E. [ BZ-Dernb]. Er is stark wie e E. [ KL-Reichb]. Der Schneider hat gemänt, ich wär e E., als er den Anzug schneiderte [ ZW-Battw]. Du trambelscht wie e E. [ LU-Limbghf]. Er kummt gebad (s. PfWB baden 2) wie 'n E. [ LU-Böhl]. Du blickscht (bleckst) die Zähn wie e E. [ LU-Alsh]. Schimpfw.: Du Elefant! [ KU-Schmittw/O]. RA.: Er macht aus're Mick e E. (auch: aus're Schnook) [WD-Niedkch, verbr.]. Kindliches Neckspiel: Geb mer emol e Händche (e Hand)!Gun Dach, Elefändche (Elefant)! [ FR-Albsh]. Südhess. II 180/81; RhWB Rhein. II 104; Bad. I 677.