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 RhWB verstauchen (Bd. 8, Sp. 543)   PfWB ver-stauchen (Bd. 2, Sp. 1287) 
 ver -stauchen: 1.a. Gliedmassen v., wie nhd. Allg. RA.: Besser ne Foss verstuch als de Zung Köln-Stdt. — b. sich den Magen v., sich beim Essen den M. überladen Rhfrk, Moselfrk. — 2.a. eine Menge Schnitten v., viel essen Saarbr. — b. einen v., ihn gegen einen andern unwillig machen Wippf-Engeld.

 

   ver-stauchen schw.:
1. (sich) ein Glied v. 'durch Stoß oder übergroße Beanspruchung im Gelenk eines Gliedes große Schmerzen oder gar eine Beschädigung hervorrufen', ve(r)stauche, s. PfWB stauchen [verbr.]. Syn.: PfWB auskugeln, PfWB ausrenken, PfWB ausspringen 1, PfWB verbällen 1, PfWB verbällern 1, PfWB verbällsen, PfWB verdrehen 1 b, PfWB vergreifen 2, PfWB verknacksen 1 a, PfWB verrenken 1, PfWB verstrecken, PfWB vertreten 2, PfWB verzerren 1. Ich hun mer de Fuß ('s Bään, de Aarm, die Hand, de Finger) verstaucht [KB-Biedh, verbr.]. (Hin und wieder auch: Er hot de Fuß v. Der Gebrauch mit und ohne Reflexivum ist landschaftlich nicht zu scheiden.) Beim Hewe hat er sich die Hand v. [ KL-Reichb]. E vestauchder Fuß dut aarich weh [ KB-Albish]. —
2.
a. den Magen v. 'sich überessen' [PS-Erfw LU-Limbghf NW-Hardbg LA-Impfl BZ-Dernb]; 'sich den Magen verderben' [KU-Schmittw/O LU-Altr Schandein Sprachsch. 69 Pauli Heilm. 5]; vgl. PfWB verderben 1 a. —
b. 's Herz verstaucht (?) [Schandein Sprachsch.]. — Südhess. II 635/ 36; RhWB Rhein. VIII 543; LothWB Lothr. 154 verstuchen; ElsWB Els. II 574; Bad. II 112.