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 RhWB Stangenzaum (Bd. 8, Sp. 527)   PfWB Stangen-gebiß (Bd. 6, Sp. 432)   DWB stangengebisz (Bd. 17, Sp. 812) 
  PfWB Stangen-zaum -ō-, –- Bitb, Prüm, May-Hatzenport m.: Pferdezaum mit seitl. Stange, für störrische Pferde.

 

  -gebiß n.: 'Mundteil des Pferdegeschirres, des Zaumes', beim Reiten oder für ein schwieriges Pferd, -gebiß [ KL-Weilb LU-Friesh]; vgl. PfWB Stangenzaum. RhWB Rhein. VIII 527; DWB DWb. X, II,1 812. —

 

 stangengebisz, n. kandare, vgl. DWB stange 2, r, θ und stangenzaum. Krünitz 169, 638: noch seid ihr frei, gleich meinen rossen, die in der aue weiden, ehe sie zaum und stangengebisz bändigt. Musäus volksm. 4, 101 Hempel (Libussa); die einzelnen reitpferde, welche der dandy aller länder, um vor gaffenden mädchenaugen seine reitkünste zu zeigen, zugleich spornt und, das stangengebisz zurückreiszend, ihnen das maul aufbricht. hannov. magazin 1844, s. 335b. im bilde: disputirsucht, rechthaberey, schwärmerey und verfolgungsgeist. diese vier unbändigen rosz' ziehen an einem strang; das leichte gerippe vernunft hält zum schein die zügel in seiner dürren hand; die

[Bd. 17, Sp. 813]
vier muthigen hengst' aber setzen das stangengebisz auf die brust, kümmern sich wenig um den fuhrmann, und rennen mit ihm zwerch über feld an stock und stein. Musäus physiogn. reisen 2, 66; da es ihr schwer fiel, nur eine stunde zu sitzen, ... so machte sie sich, so oft sie konnte, vom stangengebisz des spieles los. J. Paul 8 (Hesp. 2), 48; Viktor hörte, ... dasz jetzt der fürst den laufzaum oder das stangengebisz seiner eignen frau umhabe, und dasz sie ... mit dem ohr- und ringfinger den in den nasenring eingefädelten zügel bewege. 10, 108.