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 RhWB Stand (Bd. 8, Sp. 515)   ElsWB Stand (Bd. 2, Sp. 602a) 
  PfWB  ElsWB  LothWB Stand das Wort ist für best. Bed. allg., u. zwar Rhfrk -ant, Dat. -an, Pl. -ęn, –e-; Mosfrk -ant [Bitb, SPrüm -ā-; Bitb-Mettend -an], Dat. -a·n. [-ā:- dies auch bei -ant in Trier-LdJ, Pl. -ę·n. [-:-]; Rip, Berg, wo nicht mouilliert, -ant, Dat. -a·n. u. -a·n.t im selben Orte [in Sieg, Wippf, Erft, uWupp -ā:n]; Pl. -ę·n., –ę·n.t [-:n]; im rip., berg., sndfrk. Mouillierungsgeb. -aŋk [im sndfrk. Trübungsgeb. -ǫ-; Aach -ā:-; OBerg -aŋt], Dat. a·ŋ. u. -a·ŋ.k im selben Orte, Pl. -ę·ŋ., -ę·ŋ.k; WSelfk -and; Eup -ęint; Klevld -ant, Dat. -ant, Pl. -ęnt [MülhRuhr -ǫunt] m.: 1. das Stehen, Art des Stehens, in best. Wend.; eich hun e schlechten St. stehe nicht sicher Saarbg, Allg; ech han für den männichen Gangk on St. dohn mosse für ihn, da er in Not war, Bittgänge, viel Laufereien, viele Arbeit leisten müssen uWupp, — m. Gäng on Stäng ebd., Sol u. Aach-Stdt; der Jagdhund get St. steht vor dem Wild u. bellt, in der Jägerspr. Allg.; en St. kreie vom Gewinner Klicker zurückerhalten, dass man weiterspielen kann Daun; St. an de Wand Stehball; ein Spieler wirft den Ball gegen eine Wand u. ruft dabei den Namen eines andern; dieser muss den B. schnappen; gelingt es diesem, so wirft er wieder gegen die Wand; schnappt er ihn nicht, so muß er ihn suchen; bei seinem Ruf »Stand!« müssen die flüchtigen Mitspieler stehen bleiben, von denen er einen zu treffen sucht; bei drei Fehltreffern erhält er die übliche Strafe Klevld; Stando Bergh-Buir, Düss, Rees-Loikum; Standa Bergh-Elsd; Stando Düss-Stdt; St. hale aushalten; dat hält kenen St.; der hät ene schwere St. Rip, nach dem Nhd. verbr. Steht de Lepel (Löffel) in de Papp (Brei), geft et St. in den Buck (Bauch) das sättigt Klevld. — Stangk glatte Seite des Spielknöchels Aach-Stdt (die vier Seiten Löuchsje, Röggelche, St. u. Tiez); Stängkske Heinsb-Kempen. — Stant scherzh. das Gesäss Remschd. — Der (dat) Veh, et Hus (udgl.) es got (rech, net g., net rech, schlech) em St. (nicht) gesund, in Ordnung, in guten (nicht g.) Verhältnissen Rip, Allg. Er es et im St. ze duhn fähig, bereit, ihm ist das zuzutrauen (in verächtl. Sinn): er es im St., en dot ze schlahn, — on schleht en d. Rhfrk, Allg.; er es em St., se ege Broder ze verrode, — on süff (säuft) wedder ach Dag hengeren (hintereinander) Rip, Allg.; dor es

[Bd. 8, Sp. 516]
den im St. för Klevld, Allg.; weniger verächtl. dofür (dozo) bes de net em St. dein Wille, Kräfte reichen nicht aus Rip, Allg.; en as net em St., en Laus aus em Him (Hemd) ze jägen so träge ist er Trier-Mehring. Dat hes de em St. wahrscheinlich verloren Elbf. — 2. Zustand. a. de Frau es em gode St. schwanger Aach-Berensbg, — em annere St. Ottw, — of em a. St. Trier-Mettnich, Bitb-Mettend. Viel Glöck em neue St.! in der Ehe Prüm-Winterspelt. Wo de Ihlöck (Eheleute) lef (lieb) sich hant, do es die Ih ene göldere St. Dür. De bleift ält op enem St. wie kale Born seine Lage ändert sich weder im günstigen noch ungünstigen Sinne Prüm-Mürlenb 1860. Von minge St. von meinem Alter Kemp-Lobberich. Jet en St. setze, — brenge ausbessern, herrichten de Kar es noch en godem St., — en em örndliche St. Rip, nach dem Nhd. verbr. — b. Ansehnliches, Passendes, Aussehen, Sitz der Kleidungsstücke, fast nur negat.; den hat ke St. keinen Anstand, kein Benehmen; dat os net St. widerspricht dem Anstand; dat Haus hat ke St. kein Aussehen, macht nichts aus; der Rock hat ke St. keinen Sitz Prüm. Klen on deck, zu allem Gescheck; gruss on schlank, gar ke St. ebd. — Anstand, Schicklichkeit Eup, Aach 1836. — c. ene Husst. grönde, — han Rip, Allg. nach dem Nhd. — 3. Berufsstand, soziale Stellung; der gästliche St. Bitb, Allg.; mer moss emmer wesse, wes Stands mer es Rip. Jeder St. hot sein Plog Trier-Mehring. Wiler St. es der beste? der Verstand Bernk-Bruchw. Diese Bed. wenig mdl. — 4. Ort, wo einer, etwas steht. a. Ort auf dem Markte, wo der Krämer seine Ware feil hält, Verkaufsstand, –bude; der hät sengen St. do un do pflegt da zu stehen als Verkäufer, Bettler Rip, Allg.; Platz im Stalle, wo das Vieh, die Pferde stehen Bo, Sieg; Huhst. erhöhter Standplatz des Viehs, dass es nicht rückwärts gehen kann u. gezwungen ist, in die Rinne zu misten Bo-Buschd; Kanzel des Jägers, in der Jägerspr. Allg.; de Kuh in den St. ledden (leiten) in eine Vertiefung, wo sie vom Stier besprungen wird Gummb-Schwarzenbergisch; der Ovverst. Orgelbühne Wippf-Dohrgaul. — b. Zwischenraum zwischen den Quer- oder Langzeilen des Weinberges Trier-Trittenh, Wittl-Osann Bernk, Koch. — 5. Ständchen Musik-, Gesangständchen, Serenade; enem en St. brenge; he hät e St. gebrach krit Rip, Allg., nach dem Nhd. E St. hale auf der Strasse längere Zeit plaudern Bo; dat Könd moss jeden Dag sing St. hale weinen Sieg-Rhönd; gut St.cher h. Maulaffen feilhalten Merz-Haustdt.

 

  PfWB  LothWB  RhWB Stand [ʿStànt fast allg.; ʿStânt Wittenh. Logelnh.; ʿStà Roppenzw. Liebsd. Steinbr.; ʿStnt Bisch. Geisp. K.; ʿStnt Geud.; ʿStt M.; Pl. ʿStant Geberschw. Horbg. Dü. Bf. Ndhsn. NHof; ʿStánt Wittenh. Hlkr.; ʿStǽnt Bisch. K.; Stênt Geud. Kindw.; ʿSta Liebsd. Roppenzw.; ʿStain M.; Demin. s. bes. Art.] m. 1. Standpunkt. E Mann mit eme Stëlzfuess het keⁱⁿ festeⁿ S. Bf. Rda. Er het keⁱⁿ S. un keⁱn Sitz ist sinnlos Gebw. 2. Rda. im S. sin fähig sein. Ër is s (dazu) wol im S. Horbg. Er is im S. un schlät ⁱʰm e par an en Oʰr Hf. Er is nit im S., ass er nur e Wajeⁿ ladeⁿ kaⁿⁿ Dü. Guet im S. sin gut gehalten sein, z. B. von Tieren Hf. Imstand ist geradezu Adv. geworden und heisst vielleicht. Ich könnt imstand nit do sin U. Wh. Imstand is er e lëtzer Wëj gangeⁿ Bisch. Imstand er kummt vielleicht kommt er Wh. 3. Zustand. Im en andereⁿ S. sin schwanger sein Dü. Hf. 4. Bude mit Verkaufstisch, Krambude, insbes. e S. voll Zuckerdings

[Bd. 2, Sp. 602b]
Z. ‘jetz geh mer vom Stand eweck!’ Schk. 137. — Basel 277.