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 RhWB Sedel II (Bd. 8, Sp. 6)   Lexer sëdel (Bd. 2, Sp. 843) 
  PfWB  ElsWB  LothWB Sedel II das Wort, ahd. sëdal, mhd.  Lexer sëdel,  Lexer sidel(n), lat. sedile, ist Rhfrk, Mosfrk, u. zwar srəl Rhfrk [in Wend, Ottw, Saarbr auch -ęr-; in WWend, WOttw, Saarbr -ęd-; in Ottw, Wend, Birkf, Meis, Kreuzn, Bernk (Hunsr) auch sl, sęl; Zell-Hirschf Löffelschd Peterswald sləl; Saarbr-Püttl -jəl; Meis-Kirschr sēnəl; Ottw-Scheuern swəl]; Mosfrk an der Saar zędəl, –ed-, –eăd- Saarl; -ē(ă)d-, –īərd-, –īəd- Merz, Saarbg; Mos bis einschl. Zell -d-; WEif in Wittl -ęd-; Bitb, Prüm-Burb -d-, –ēăd- [Trier-Börfink, Wittl-Reil, Zell-Pünderich zęl; Bernk-Andel Veldenz zlən; Wittl-Arenr Bengel -dəl; Spangdahlem, Trier-Gusenb -d-]; Pl. wie Sg. u. -lə, –ln m.: 1. Stange u. Gesamtheit der Stangen, auf der die Hühner nachts sitzen, auch Hinkels., Hihners. RA.: Kräht de Hahn uf dem S., ännert (ändert) sich dat Werrer; kr. e uf de Mist, bleift et, wie et is Bernk-Thalfang. Den junge Mädchern gäht et wie den Hihnern; sen se am (im) S., wöllen se eraus; sen se dobaussen, w. se eran (herein) Trier-Mehring. Er geht of de S. scherzh. ins Bett Rhfrk. — 2.a. sędəl Verlesestuhl, im Bergwerk Saargeb; z:l Vorrat an Förderkohle Wurmgeb. — b. übertr. zędəl das Rückenstück der Hotte, des Rückentragkorbes, das höher ist als der hohle Teil Trier-Heidenbg, Bitb-Mettend.

 

 FindeB sëdel stmn. (BMZ II2. 234b) sw. Kulm. r. 4,50. 108 : sitz, sessel, sedile (sedel, sedele) Dfg. 524 b . allgem. ( der hêriste, minniste s. Gen. D. 95, 3. 4. gesaʒ ie künic an solhem sedele j.Tit. 6073. ûf sælden sedele sitzen ib. 1975. die viere ich ze einem sedel mische Loh. 6600. von dem sedel stân ib. 6329. 424, treten 6384. des sedel zimt niht vor dem obrosten stuole Msh. 2,197 a . barmunge birt dir hôher êren sedel ib. 381 b . dem erloubet Ere in ir hove den hôhsten sedel ib. 3,437 a ); sitz auf dem pferde, sattel Pass. K. 607,42 ; sitz, land-, wohnsitz Pass. ( si wâren rîch und edel und hâten drû sedel H. 368,74). Kirchb. Schm. Fr. 2,424. bescheidenheit sol in ir herze gar stæteʒ sedel halten Msh. 2,309 b . so mac der grimme tôt an uns deheiner slahte sedel vinden ib. 3,406 a ; ruhesitz, lager: ze sedele gân vom untergange der sonne od. des mondes Diem. Gen. diu clâre sunne ze sedele wolte gân Wolfd. D. VII, 7. Cod. pal. 321,100. den muot ze sedel gân sinken, ruhen lâʒen Mone z. 4. 318,63. — vgl. sidel u. wegen der etym. satel;