PfWB schwitzen das Wort -its-, –e- ist Rhfrk zu dem Subst. ws (s. Schweiss); die übrigen Geb. bilden zu demselben Subst. das Zeitw. -āsən, –-, –ē-, -eit-, –ēt- usf., hier fehlt also das Zeitw. -its-; nur in einigen Belegen stösst das rhfrk. -its- über die Mos vor: -øts- (u. -ās-) Trier-Stdt; -e- uMos von Bernk-Neumagen (neben -s-, –ā-); -āts- (< -its- u. -ās-) Trier-Fell; einige Orte mit tiefster Senkung des i: -ots- Koch-Laub, Daun-Tettschd; -a- Bitb-Speicher; -ę- Prüm-Stdt; ausserdem neben -ēsə noch -ets- Bo-Stdt, Köln-Stdt; -e- Düss-Stdt [NBerg hat -et-, das aber < -eit- über die lautgerechte Kürzung: h –et, Part. jəwet entstanden sein wird] schw.: wie nhd.; bei dem hässe Were schwitzt mer meh an änem Dag wie sust in paar Wuche; ich sen nass geschwitzt; ich schwitz alles (das Getränk) wirrer enaus Rhfrk. RA.: Schw. wie e Gaul (Perd), — en Sau, — en Hond, — e Bär, — en Narr, — der Deiwel Allg., — den Backowe Kreuzn, — en Brode (Braten) Koch-Laub. Ech schwotzen, dat et Himm (Hemd) mer treppt, — dat et Wasser mer de Orschfūr (Arschfurche) erofleft (herabläuft) Daun-Tettschd; er hot su geschwitzt, darr er nass wor wie en gestrippt Katz Goar-Weiler. Der Träge schwätzt alt, wen en de Arbeit seiht Prüm-Stdt, Allg. De faule Geil schw. nit gere von trägen Menschen Rhfrk. Wenn de Maurer schw., is ebbes passiert Kreuzn. Wer lang schwetzt, werd alt Simm-Ebschd. Wenn de Bauere Troppe schw., kenne mir im Schatte sötze Bernk. Du hon eich Pittermänncher (Scheidemünzen) geschwötzt gründlich im Bette geschwitzt Trier-Stdt. Do kanns de Blot schw.! Kobl, Allg. Dau schwitzt jo unnig de Nas! hast eine Rotznase Simm. Wenn Heilige reise, schwitzt de Himel Rhfrk. Öm kal (kaltes) Bier zo drenke on op k. Stöhl ze setze, bruch ich net in Afrika ze schw. Bo-Stdt. — Abl.: die Schwitzerei, das Geschwitz. | | Haus-ern m., f.: 'Hausgang, Hausflur (im Erdgeschoß) des Bauernhauses', Hauseere (hausērə) [verbr. mittl. u. nördl. WPf PS-Bundth Erfw Nothw verbr. Südteil der mittl. VPf südl. VPf Gal-Dornf Rußl-Worms], Huseere [ IB-Bliesmg/Bolch], Huusöre [PfId. 68 (Bliesgau)], Hausäre (-rə) [vereinzelt NPf LA-Wollmh], -eerle [ LA-Essing BZ-Klingmst Ingh], -erne [ LA-Offb], -ärde [ GH-Hay], die Hausdeer [ SP-Schiffstdt GH-Schaidt Scheibhdt Gal-Dornf], der Hausdeere [KU-Hinzw Obw/Tiefb Relsbg SP-Heiligst Land]; vgl. PfWB Hausflur. Der Korb steht in der Hausdeere [ SP-Schiffstdt]. WR.: Schwitzende Steine in de Hauseere deuten auf [Bd. 3, Sp. 718] baldigen Regen hin [PfL 10.12.1927]. a. 1580: Im Hauss Ere Ein beschlossener Brodschankh [Seel, Chronik v. Deidesheim 138]. a. 1621: den Haußehren in der Schaffnerey mit backhensteinen zu belegen [WerschwSchR, Bl. 280]. — Das Wort war schon um 1930 mancherorts nur noch den Alten geläufig. Zum Grundw. s. PfWB Ern1. In der Form Hausdeer(e) liegt Anlehnung an Hausdeer 'Haustür' vor. — Südhess. III 182; RhWB Rhein. III 360; LothWB Lothr. 255 Husern; ElsWB Els. I 61 Huseren; Bad. II 581. |
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