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 RhWB schwitzen (Bd. 7, Sp. 2085)   PfWB Barg (Bd. 1, Sp. 578) 
  PfWB schwitzen das Wort -its-, –e- ist Rhfrk zu dem Subst. ws (s. Schweiss); die übrigen Geb. bilden zu demselben Subst. das Zeitw. -āsən, –-, –ē-, -eit-, –ēt- usf., hier fehlt also das Zeitw. -its-; nur in einigen Belegen stösst das rhfrk. -its- über die Mos vor: -øts- (u. -ās-) Trier-Stdt; -e- uMos von Bernk-Neumagen (neben -s-, –ā-); -āts- (< -its- u. -ās-) Trier-Fell; einige Orte mit tiefster Senkung des i: -ots- Koch-Laub, Daun-Tettschd; -a- Bitb-Speicher; -ę- Prüm-Stdt; ausserdem neben -ēsə noch -ets- Bo-Stdt, Köln-Stdt; -e- Düss-Stdt [NBerg hat -et-, das aber < -eit- über die lautgerechte Kürzung: h –et, Part. jəwet entstanden sein wird] schw.: wie nhd.; bei dem hässe Were schwitzt mer meh an änem Dag wie sust in paar Wuche; ich sen nass geschwitzt; ich schwitz alles (das Getränk) wirrer enaus Rhfrk. RA.: Schw. wie e Gaul (Perd), — en Sau, — en Hond, — e Bär, — en Narr, — der Deiwel Allg., — den Backowe Kreuzn, — en Brode (Braten) Koch-Laub. Ech schwotzen, dat et Himm (Hemd) mer treppt, — dat et Wasser mer de Orschfūr (Arschfurche) erofleft (herabläuft) Daun-Tettschd; er hot su geschwitzt, darr er nass wor wie en gestrippt Katz Goar-Weiler. Der Träge schwätzt alt, wen en de Arbeit seiht Prüm-Stdt, Allg. De faule Geil schw. nit gere von trägen Menschen Rhfrk. Wenn de Maurer schw., is ebbes passiert Kreuzn. Wer lang schwetzt, werd alt Simm-Ebschd. Wenn de Bauere Troppe schw., kenne mir im Schatte sötze Bernk. Du hon eich Pittermänncher (Scheidemünzen) geschwötzt gründlich im Bette geschwitzt Trier-Stdt. Do kanns de Blot schw.! Kobl, Allg. Dau schwitzt jo unnig de Nas! hast eine Rotznase Simm. Wenn Heilige reise, schwitzt de Himel Rhfrk. Öm kal (kaltes) Bier zo drenke on op k. Stöhl ze setze, bruch ich net in Afrika ze schw. Bo-Stdt. — Abl.: die Schwitzerei, das Geschwitz.

 

   Barg m.:
1. 'verschnittenes männliches Schwein', Barg, Barch, Bärch usw., s. F. [allg. auf dem Lande, verbr. Don Gal Buch]. a. 1444: Item fellet zu Spire gelt, salte und 1 barchen von dinstluden ... zur kuchen [ZweibrLuRb. Bl. 94]. a. 1750: Ein Barg zwei ... Läufling [Kurpf. 940-942 (KU-Einöll)]. —
2. 'männliches Ferkel', vorn. im Dim., Verbr. s. K. 23. Syn.: PfWB Eberbarg, PfWB Eber(chen), Hätschel. —
3.
a. 'dicker, alter Mann'; alder Baarch [oGl]. —
b. 'schmutziger Mensch', bes. als Schimpfwort, verstärkt in Zs. PfWB Dreck-, PfWB Freß-, PfWB Saubarg [verbr.]. — F.: barg [sporadisch VPf bes. Rheingegend u. elsäss.-pfälz. Grenze], rg u. brg [mittl. NPf MPf], brχ [fast allg. VPf], rχ u. r [NWPf], ba [Kus u. Umg.], bāriχ u. bāri [südl. WPf], rg [ KB-Mauchh], rχ [ LA-Wollmh Mörzh Gommh BZ-Dernb], bǟriχ [ KU-Rothsbg Bliesg], brχ [ KU-Diedk Roth], briχ [ PS-Erfw]. Für 'männl. Ferkel' außerdem: barχərd [ LA-Flemling], u. Dim. bǟrglχə [NPf u. nördl. WPf], bǟriχjə [ HB-Böckw], rgl u. rχl [mittl. u. südl. VPf], rb [ RO-Als]. — Zu idg. *bher- 'schneiden, schaben, bohren', Kluge-Mitzka17 51. — RhWB Rhein. I 464; Saarbr. 17; Lothr. 24/25; ElsWB Els. II 85; Bad. I 119.