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 RhWB schwitzen (Bd. 7, Sp. 2085)   PfWB aus-schwitzen (Bd. 1, Sp. 475)   PfWB schweißen (Bd. 5, Sp. 1589) 
  PfWB schwitzen das Wort -its-, –e- ist Rhfrk zu dem Subst. ws (s. Schweiss); die übrigen Geb. bilden zu demselben Subst. das Zeitw. -āsən, –-, –ē-, -eit-, –ēt- usf., hier fehlt also das Zeitw. -its-; nur in einigen Belegen stösst das rhfrk. -its- über die Mos vor: -øts- (u. -ās-) Trier-Stdt; -e- uMos von Bernk-Neumagen (neben -s-, –ā-); -āts- (< -its- u. -ās-) Trier-Fell; einige Orte mit tiefster Senkung des i: -ots- Koch-Laub, Daun-Tettschd; -a- Bitb-Speicher; -ę- Prüm-Stdt; ausserdem neben -ēsə noch -ets- Bo-Stdt, Köln-Stdt; -e- Düss-Stdt [NBerg hat -et-, das aber < -eit- über die lautgerechte Kürzung: h –et, Part. jəwet entstanden sein wird] schw.: wie nhd.; bei dem hässe Were schwitzt mer meh an änem Dag wie sust in paar Wuche; ich sen nass geschwitzt; ich schwitz alles (das Getränk) wirrer enaus Rhfrk. RA.: Schw. wie e Gaul (Perd), — en Sau, — en Hond, — e Bär, — en Narr, — der Deiwel Allg., — den Backowe Kreuzn, — en Brode (Braten) Koch-Laub. Ech schwotzen, dat et Himm (Hemd) mer treppt, — dat et Wasser mer de Orschfūr (Arschfurche) erofleft (herabläuft) Daun-Tettschd; er hot su geschwitzt, darr er nass wor wie en gestrippt Katz Goar-Weiler. Der Träge schwätzt alt, wen en de Arbeit seiht Prüm-Stdt, Allg. De faule Geil schw. nit gere von trägen Menschen Rhfrk. Wenn de Maurer schw., is ebbes passiert Kreuzn. Wer lang schwetzt, werd alt Simm-Ebschd. Wenn de Bauere Troppe schw., kenne mir im Schatte sötze Bernk. Du hon eich Pittermänncher (Scheidemünzen) geschwötzt gründlich im Bette geschwitzt Trier-Stdt. Do kanns de Blot schw.! Kobl, Allg. Dau schwitzt jo unnig de Nas! hast eine Rotznase Simm. Wenn Heilige reise, schwitzt de Himel Rhfrk. Öm kal (kaltes) Bier zo drenke on op k. Stöhl ze setze, bruch ich net in Afrika ze schw. Bo-Stdt. — Abl.: die Schwitzerei, das Geschwitz.

 

  aus-schwitzen schw.: 'durch Schwitzen vertreiben', von einer Krankheit, ausschwitze [allg.]. Bad. I 99.

 

   schweißen schw.:
1.
a. '(wenig) Feuchtigkeit hervorquellen lassen, undicht sein', von Fässern, Bütten, Gefäßen, schwääße (wsə) [KU-Etschbg Hachb Hundh Kollw Konk Körbn Nanzw O'alb O'staufb Obw/T Patb Rathsw Wolfst HB-Einöd ZW-Dietriching RO-Als Feilbg KL-Erfb Kaislt Kottw/Schwand Ottbg Siegb Weilb PS-Glashtt Kröpp L'mühl Lu'wink Saalstdt KB-Morschh Stauf FR-Gr'niedh LU-Muttstdt Opp NW-Duttw Elmst Erph Forst Gimmdg Gönnh Hamb Haßl Lindbg SP-Dudhf Spey LA-Edk Essing BZ-Annw Billh Dernb Pleisw/O'hf GH-Weingt], schweeße (wēsə) [KU-Godhs RO-Münchw KL-Pörrb FR-Kl'niedh NW-Ungst Germh, Lambert Penns 147], schwaaße (wāsə) [KU-Bechb Hohöll Kaulb Schmittw/O RO-Finkb Kalkof Rehbn Sippf

[Bd. 5, Sp. 1590]
KB-Boland FR-Kindh], schmääße (Wechsel w>m) [ KU-Altkch Hachb Patb]; Part. Perf. g(e)schwääßt, -schweeßt, -schwaaßt, Verbr. wie Inf. [mancherorts]; vgl. PfWB verlechen, PfWB verlechern, PfWB rinnen1 1 b, PfWB suttchern 1 b, PfWB suttern 1 a. Das Faß schwääßt [ KU-Rathsw, mancherorts]. Des Faß schwaaßt e bißje [ KB-Boland]. 's Faß rinnt nit un 's schwääßt nit [ PS-Lu'wink]. —
b. 'an der Schnittstelle Saft absondern', von Rebstöcken. De Stock schwääßt [ NW-Ungst]; vgl. PfWB greinen 2 a, PfWB schwitzen 2 a, PfWB weinen.
c. 'bluten', vom verletzten, angeschossenen Wild, Jägerspr., schwääße [mancherorts], schweeße [ LU-Limbghf], schwaaße [ KB-Kriegsf]. De Has schwääßt e bissi [ KU-Schmittw/O]. —
2. 'Werkstoffe (bes. Eisen) in Weißglut zusammenfügen, miteinander verschmelzen', schwääße [verbr. (außer NPf NWPf), IB-Ensh (Glass 113) Müller Dietschw 68], schweeße [vereinzelt], schwaaße [mancherorts NPf NWPf, PfId. 130], schweiße [Krämer Gal 195]; Zs.: PfWB an-, PfWB zusammenschweißen. — Südhess. V 908; RhWB Rhein. VII 2047/ 48; LothWB Lothr. 472; ElsWB Els. II 531.