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 RhWB Schrot (Bd. 7, Sp. 1816)   PfWB Schrotten (Bd. 5, Sp. 1455) 
  PfWB  PfWB  LothWB Schrot das Subst., je nach Geb. in Form (Schrōt, Schrǫtt, –-), Schrott (< u), Geschlecht u. Bed. verschieden, ist allg.; hier nach Bed. getrennt behandelt m. (meist S. t.): 1. Gemahlenes, Geschnittenes. a. -ōt m. Getreideschrot, Kleie zum Füttern Saarbr, Ottw, Kreuzn (sonst Rhfrk -ōts n.); -o- Bitb-Wiersd Welling (-:t, s. Schrade); -ǫt grobes Mehl beim Backen Eusk, Rheinb, Sieg, uWupp, Sol, Erk-Rickelr, Kemp-UWeiden. — b. -ǫt m. Eisenabfälle, Alteisen Rip, Nfrk, Neuw, Altk, Siegld; -ū·ə.t Stück- und Kernschrot, z. B. grosse Vierkantbutzen (s. Lochschruten); Hobel- und Frässpäne werden nicht mit Schr. bezeichnet NBerg [dazu Rhfrk nach dem Nhd. -ǫt; –ot Simm-Belth Neuerkirch, Kreuzn-Boos Stdt, Meis-Schweinschd, Birkf-OHamb, Wend-Marping, Saarbr, Mosfrk n. Saarl-Dilling Schaffhsn, Merz-Oppen, Saarbg öfter, Trier (--, Metzd -o-; Karths Merzlich Schleidw -u-), Bitb (--), Zell-Liesenich, Koch-Lutzerath (-u-), Kobl, May, Daun-Stdt, Prüm-Mürlenb] [-t Aden-Liers, Rheinb, Eusk-Rövenich, Köln-Stdt (u. -ǫ-), MülhRh-Rösr, Dür-Wissersh (Hastenr -u-); -ouə- Malm-Bütgenb Nidrum; auf Schrôt zurückgehend -ū·ə.t, Pl. -dən f. m. Monsch, Schleid, Dür-Abenden (f.); -ū·ə. m. (Ld. auch f.) Jül-NMerz, Aach, NMonsch, Eup (hier auch -ǫtə Pl.), Geilk-Gangelt Puffend; -ū·ə.tən u. -dən Pl. t. Sol (Stdt -ud-); uWupp 1870 -ū·ə.n; Remschd, Mettm-Cronenbg -ū·ə.nən Pl. t.; Wittl-Honth Krinkhf -dər; Bitb-NWeis -otən Pl. t.]. Ise-, Blei-, Kofferschr. Rip, Allg.; Schr. broən (braten) im Eisenhammer altes Eisen u. übrig gebliebene Eisenstücke zusammenschweissen OBerg. RA.: Jet en de Schr. werpe ins Abfalleisen werfen, überhaupt es als unbrauchbar wegwerfen Allg., — haue Sieg-ODollend; dat küt en de Schr. ist unbrauchbar Rip, Allg.; du met dengen sechzig Jouhren kös och bal en de Schruəten du bist zu nichts mehr zu gebrauchen Wermelsk; de es em alde Schruət ein alter Junggeselle Monsch-Kalterherbg. Onger (unter) de Schr. kommen zugrunde gehen NBerg. Wat tum (ollen) Schr. schmiten als unbrauchbar wegwerfen NBerg; -t Sg. t. m. Oblatenabfälle, d. h. die übrigbleibenden Teile der Platten, aus denen die O. gemacht werden Köln-Stdt. — c. -ǫt, meist Pl. -tə zerbrochener alter Ziegelstein Aach-Stdt, Bergh-Hüchelhv (Zigelschr. geschmolzene Stücke von Ziegelsteinen), Grevbr-Hochneuk; -ū·ə. Pl. Porzellanscherben Aach-Merkst; -ǫt, Pl. -tə ausgebrannte dicke Kohlenschlacke in kleineren Stücken Erk-Gevenich Körrenz, MGladb-Rheind; -ū:, Pl. -ū·ə. Aach-Merkst; -ū·ə.n uWupp 1870; Mettm-Cronenbg. — d. -ōt abgeschlagene Kohle, Kohlenwand im Stollen; in Schr. gestellt Verbauart, wo schlechtes Hangendes ist u. deshalb Holz an Holz gestellt wird Saargeb.; im Gestein ausgehauene Vertiefung, zur leichtern Gewinnung des Dachschiefers Mayf. — e. meist Pl. -ǫdən Saarbr, Ottw; -otən kleine Steine, (Steinabfälle,

[Bd. 7, Sp. 1817]
die sich beim Bearbeiten eines Bausteines (Sand-) loslösen, Steingeröll mosfrk. Saar, Trier, Wittl, Bitb; -ǫtə Pl. Steinreste Eup; Steinrǫt Ahrw-Bodend; -ǫt SNfrk, Klevld; das Haus es von lauder Schrodde gebaut Saarbr. — f. -ǫt m. Kleinschlag, zum Belag der Strasse Rip, Nfrk (WRip Kleinschlag; Mosfrk, Rhfrk Kiseln) [doch -udə Pl. t. Meis-Bärenb; -odə Wend-Offenb; -out Bitb-Beiling; -ot Kobl-Mallendar, May-Höchstbg] [-ǫtə Sg. u. Pl. m. Sieg-Ittenb ODollend; -ǫtə(n) Pl. t. Monsch-Hammer, Jül-Langend, Aach-Büsb (Breinig -ǫt f., Pl. -tə), Köln-Stdt, Gummb-Berghsn Hackenbg, Elbf]. — g. -ōt Sg. t. n. Gewehrschrot, zum Schiessen Rhfrk; -ū:t, –ō:-, Pl. -dən n. mosfrk. Saar, Trier, Bernk, Wittl; -ut, meist Pl. -udən f.; -ugt, Pl. -gdən NBitb, Prüm; sonst -ǫt (u. -ǫ-, –- Köln-Stdt) Sg. t. n., m. RA.: Den as vum ale Schr. a (und) Kuər (Korn) nach dem Nhd. WSaarbg, Allg. — 2. übertr. verächtl. a. sachl. α. -ū:, –ū·ə. m., f. Ausschuss-, Fehlware, Schund von Ware, altersschwacher Gegenstand, allerhand Abfälle für den Lumpenhändler, Gerümpel Aach, Eup, Geilk-Gangelt; -ū·ə.t Monsch, Dür-Abenden; -ū:dən, –tən Pl. Sol (unsauber gearbeitete Ware, zu dünn geschliffene Klinge, schlecht verarbeitetes Messerheft, altes, abgenutztes Messer); -ǫt Mettm-Langenbg Sg. t. n. Schutt; Schr. van Blage kleine Kinder Klev. RA.: Kaum a Schruə ze tusche siə beim Einkauf neuer Sachen nichts für die alte Sache bekommen Aach-Stdt. — Schrū:tə Pl. verächtl. altes, stumpfes Messer Sol. — β. -ǫt Sg. t. m. verkümmerte Baumfrüchte Barm, Elbf; -ōtən Pl. Bernk-Merschd. — γ. -ǫt Sg. t. m. Pressrückstand Rees-Mehr. — δ. -ǫt Sg. t. m. gefrorene Unebenheit im Wege uWupp. — ε. -ǫt Sg. t. m. Nasenpopel Kobl-Stdt. — ζ. -tχə n. Knabenrodelschlitten Aden-Kirmutschd. — b. persönl. -ū·ə. m. Gesindel Aach, Eup.

 

  Schrotten s. PfWB Schrott 1.