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 RhWB schnutzen (Bd. 7, Sp. 1693)   LothWB schneizen (Bd. 1, Sp. 459a)   PfWB schneuzen (Bd. 5, Sp. 1331) 
  PfWB  ElsWB  LothWB schnutzen -uts- Merz-Bergen schw.: küssen (derb). — Abl.: die Schnutzerei, dat Geschnutz.

 

  ElsWB  ElsWB  PfWB  RhWB schneizen [naitsən D.; néïtsən Rü. lux. Grenze; nidsə Ri. Ha.] tr. v. 1. schneuzen: d'Nas schnize. — 2. das Licht mit der Schneiz putzen.

 

   schneuzen schw.:
1.
a. 'die Nase durch kräftiges Ausstoßen von Luft vom Nasenschleim befreien', dabei entweder in ein Taschentuch schnauben oder mit den Fingern den Nasenschleim abstreifen und auf den Boden schleudern, schneize (naidsə) [ZW-Battw, mancherorts, Castleman Zwbr. 25 Müller Dietschw 66 Schneckenburger 45 Lambert Penns 137 Krämer Gal 190], schnääze (ndsə) [ GH-Neubg], schnizze [IB-Ensh (Glass II 58)], schnindse (nindsə) [KL-Katzw Wörsb, Christmann Kaulb 23], schniindse [Mang 160]; Part. Perf. g(e)schneizt (gənaidsd, gnaidsd) [mancherorts, Lambert Penns 137 Krämer Gal 190]; Zs.: PfWB ausschneuzen; die Nas' schneize [Kus RO-Rehborn], die Nas schninze [ KL-Katzw]. Schnizz emohl segudds dinn Schnuddelnaas! [IB-Ensh (Glass II 58)]. Der schneizt sich dorch die Finger, von einem ohne Manieren [Krieger 13 u. 27]. —
b. 'schnauben, die Nasenlöcher aufblähen', von Tieren. Die Kuh schninzt [ KL-Wörsb]; vgl. PfWB schnauben, PfWB schnaufen 1 c. —
2. 'den Docht einer Kerze oder eines Talglichtes von der verkohlten Spitze befreien' [ LA-Wollmh]; das Talglicht sch. [ BZ-Dernb]. — Mhd. sniuzen swv. 'schneuzen' ( Lexer Lexer II 1040). — RhWB Rhein. VII 1614/15; LothWB Lothr. 459 schneizen; ElsWB Els. II 513 schnützen, vgl. 511 schnäuzen; Hess.-Nass. III 362; Kluge-Seebold22 648; DWB DWb. IX 1322 ff.; Eichhoff WA 7.