PfWB ElsWB schluppen III das Wort, zu mhd. Lexer slupfen, slüpfen (vgl. schlaufen u. schluffen), ist da verbr., wo schluppen I, II nicht bezeugt ist, u. zwar im Rhfrk in Saarbr, an der Nahe, in Simm, u. abseits Trier-Stdt, Koch (Hambuch -ø-), Kobl-Weissenthurm, u. zwar -ub- [daneben -ib- Saarbr, Kreuzn] schw.: 1. schlüpfen, auch dorch-; lo war e Ädes (Eidechse), eich hon gemänt (gemeint), eich kinn se greife; do war se awer in dat Lab (Laub) geschluppt; schlupp mol en de Ärmel met deim Arm; äm (einem) en de Arsch schl. ihm schmeicheln; durch de Zaun schl.; enin-, enaus-, drunnerdurch-, dodurch-, unnerschl. Allg. A.: Es es mir kalt. B.: Es et dir k., so schlupp en de Wald; es et dir keihl (kühl), so schl. en de Peihl (Pfühle); es et dir warm, so schl. en de Darm; es et dir häss (heiss), so schl. en de Kräs (Kreis)! Birkf-Bundenb. — Schluppches spiele einen flachen Stein über eine Wasserfläche werfen, dass er mehrfach aufhüpft Goar-Wesel. — 2. geschlippte voll bis zum Rande angefüllt Goar-Liesenf; geschlupptegə — Trier-Gutw. — Abl.: die Schlupperei, das Geschlupp. | | PfWB RhWB schlupfeⁿ [lùpfə allg., lypfə Lutterb.] 1. schlüpfen. In d Hoseⁿ s. Lutterb. U., in's Bett s. Dü. Spw. Wer zerst in deⁿ Sack schlupft, schlupft s letscht ʰrus K. Z. Rda. In dr Arsch s. jem. schmeicheln Ruf. D Sunn schlupft in deⁿ Sack verbirgt sich hinter den Wolken, ein Regenzeichen für den nächsten Tag Str. K. Z. Zue eineme Maideⁿ s. heimlichen Umgang mit einem Mädchen haben Hf. s schlupft e mëngi Mus in e ander Loch bis dohiⁿ bis dahin kann sich noch viel ändern Ruf. Schnellsprechvers: s schlupft e wise Mus s Schlüsslloch uf Liebsd. Neckliedchen: Hes kalt? Schlupf in e Spalt! Hes warm? Schlupf in e Darm! Hes heiss? Schlupf in e Geis! Dü. Ähnlich: Hes heiss? Schlupf in e Geis! Hes kalt? Schlupf in deⁿ Wald! Hes Hunger? Schlupf in e [Bd. 2, Sp. 470a]
Gagummer! Hes Durst? Schlupf in e Wurst! Z. s. auch Henry Seite 144, u. Stöber Volksb. 206. ‘ob sie in jhn schlupffen konnte’ Mosch. II 303. Zss. Schlupfpulfer Talk, wird in das Schuhwerk gestreut, damit es leichter an den Fuss geht Hf. 2. durchschlüpfen, beim Spiel leer ausgehen, nichts bezahlen müssen; auch sonst aus irgend einem Grund übergangen werden bei einer Leistung, z. B. übersehen werden bei Frohndiensten, bei Steuern u. dergl. Dü. Er schlupft mⁱr nit er entwischt mir nicht, er kommt auch noch dran AEckend. D gschlupft Klass die Mannschaften des Jahrgangs 1871, die weder im französischen, noch im deutschen Heere gedient haben Hf. — S. Swz. 2, 333. Schwäb. 467. Bayer. 2, 532. |
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