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 RhWB schlumpen (Bd. 7, Sp. 1395)   PfWB Woll-schlumper (Bd. 6, Sp. 1455)   DWB schlumpelig (Bd. 15, Sp. 827) 
  PfWB  PfWB  ElsWB schlumpen -umb-, –omb-, –omp- schw.: 1. trans. a. rein gewaschene Schafwolle schl. mit der Schlumpe, einer besonderen Maschine, ausrupfen, hecheln u. so viereckige Wollstücke aus der schlechten Wolle herausziehen, diese zu Flaien (Bahnen) gepresst, zu Deckeneinlagen, zum Wattieren der Unterröcke Rhfrk, Mosfrk, früher in der Zeit der Wollspinnerei. RA.: Et Herz gehr em uf wie e Pund geschlumpt Woll.b. dicke Schollen schl. zerkleinern Bitb-NWeis. — c. ein Feld schl., in breiten Streifen grob pflügen, bes. zum Kartoffelsetzen Trier-Burw, Merz, Saarl, Ottw, Wend-Marping Birkf-Hoppstädten Stdt. — d. etwas schl. das Gesamtgewicht abschätzen nach einem abgewogenen Teil; drei Säcke Kartoffeln werden abgewogen, die übrigen werden geschlompt dem entsprechend abgeschätzt Prüm. — e. absol. auf die gegenseitigen Forderungen verzichten; mer welle schl. (metenanner), wenn et dir recht es Mos von Trier bis Bernk. — f. etwas schl., billig kaufen

[Bd. 7, Sp. 1396]
Goar-Weiler; etwas ablocken Schleid-Hellenth; dat hot geschlompt hat gut geklappt, ist geglückt Bitb-Mettend. — g. etwas schl., mit Luft, Behagen viel davon essen Ottw, Nahe, Birkf, Bernk (Hunsr); etwas Weiches schlürfen Koch-Stdt, Schleid-Hellenth; hastig trinken Ahrw-Walporzh; mer wolle noch äns schl. einen (Schnaps, Bier) genehmigen Kreuzn-Wallhsn. — h. ein Kleidungsstück dropschl. unachtsam draufschlappen Aach-Alsd. — i. einen schl., um den Leib herumhauen Köln-Stdt; sich schl., sich zanken, balgen Goar. — 2. intrans. a. mit »haben«. α. haiche, dat schlumpt sech! gesagt, um das Wohlbehagen beim Essen auszudrücken Birkf-Herrst; Fresch Brut on weiche Käs, dat schlumpt sich Goar-Boppard. — β. gut vonstatten, von der Hand gehen; dem Geschickten (Fleissigen) schlumpt de Orbicht (et Mähen udgl.); et hot geschlompt mat der O. (Mähen); dat schlompt gut, et get schwinn e Guppen (Haufen) WMosfrk in Trier, Wittl, Bitb, Prüm, abseits uWupp 1870 (vgl. mnd. slumpen von ungefähr zutreffen, glücken); et schlompt sich es häuft sich, wird zusehends mehr Bitb-Speicher; dat schlompt das vermehrt den Reichtum, füllt schnell Trier, Wittl-GrLittgen. — b. mit »sein« in unordentlicher Kleidung dahergehen; träge u. nachlässig umhergehen, nichts Rechtes tun; doherschl.; der schlumpt so do eröm, herangeschlumpt kommen uMos 1808, Gummb-Schwarzenbergisch, Ess. — Abl.: die Schlumperei, dat Geschlump(s).

 

 -schlumper m.: 'Schafwollreiniger, Kämmer', Wollschlumper [ Don-Schowe Torscha]; zum Grundw. s. PfWB schlumpen. —

 

 schlumpelig ,
1) adj. schlaff, welk, runzelig: die schön glatt und roth geriebene haut sei wieder gelb und schlumpelig geworden. Gotthelf Uli d. knecht 13. vgl. DWB schlump 2. 5 und schlumpig.
2) adv. nd. schlümpel(i)k, durch glücklichen zufall: dor sin ek schlümpelúk wi'er ankommen (an etwas vermisztes, verloren gegebenes). Frommanns zeitschr. 6, 479 (Lippe). vgl. DWB schlump 1 und 5.