NRhWB PfWB schleppen III das Wort ist neben schleifen II, schleipen durchgedrungen (freilich nicht allg., so nicht WEif, selten Rhfrk, wo schleipen), u. zwar Rhfrk, Mosfrk -ęb-, -eb- [NWSaarbg, Trier bis Bernk --]; sonst -ęp- schw.: 1. trans. etwas (einen) schl., über den Boden nach sich schleifen; eine schwere Last weithin tragen (ohne dass sie nachschleift); de Klede (henner sech) schl.; se han kene Pötz (Brunnen), se mossen et Wasser all van (us) [Bd. 7, Sp. 1318]
de Bach schl. Rip, Allg.; der schwerfällig Gehende hat ebbes se schl. Kobl-Ehrenbreitst. RA.: Heə schlepp alles fort, wie en Ester (Elster) Kref-Bösinghv. Wer et langk hät, löt (lässt) et l. hangen; hät he et noch langer, dann schleppt he et vom Prahlenden Sol, Allg. Eh der Bur tweemol geht, schleppt he, dat em der Puckel weh deht Berg. Dem Gesättigten schleppt de Katz de Maə (Magen) net fort Kobl, Allg. Hen ös fortgeschleppt ge (worden) wie e krepörden Hond unkirchlich beerdigt worden. Der moss de Katz durch de Bach schl. büssen Mosfrk, Allg. Emes onger (unter) de Erd schl. begraben (derb) Kref. — Technisch Kohle (Erz) schl. Kohlen im Hund (Wagen) von der Arbeitsstelle im Bergwerk fortdrücken; an et Schl. komme Allg. in der Bergmspr.; einen beladenen Kahn von der Ladestelle, aus dem Hafen op Strom schl. nach der offenen Wasserstrasse durch einen Bugsierdampfer schl. u. weiterhin bis zum Bestimmungsort schl. Rheinschiff; Wiesen, Felder schl., mit Dornen oder Kettenegge drüberziehen Klevld. — 2. intrans. a. mit »haben«; de Et (Egge) schlepp schleift über den Boden u. hat Klumpen an den Zähnen Allg. — b. mit »sein«, unter einer Last schleppend, träge gehen; do küt e (heran-, an-) geschlepp; he es met der Bürd no Hus geschlepp; auch he hät sech möd (müde) on af (abgemattet) no hem geschlepp u. he hät sech su derdurchgeschlepp durchgerungen Rip, Allg.; der Schacht schleppt sich durch et Gestein fällt mit einem Winkel von ca. 45° ein, verläuft tonnlägig, in der Bergmspr. Siegld, Altk. — Abl.: die Schlepperei, dat Geschlepp(s) [Leute, die vornehm sein wollen Wittl-Binsf]. | | Ge-schleif(s) n.: 1. 'mühsames Schleifen, Schleppen', Geschläif [ KU-Schmittw/O], Gschleef [Lambert Penns 73]; vgl. PfWB Geschleppe. Ich hun saat (satt) an dem G. [ KU-Schmittw/O]. — 2.a. 'Kinder, die man auf Ausflügen und Reisen schleppen muß', Gschläf [ BZ-Dernb]. — b. 'Liebschaft', abwertend, vgl. PfWB Gebändels 2. Er (Sie) hot e Gschlääf [Land], e Gschlääfs [ KU-Bedb]. — Zu PfWB schleifen. — Rhein. VII 1300 Z. 31; LothWB Lothr. 199; ElsWB Els. II 453; Bad. II 386. | | Ge-schleif(s) [-laifs Sgd. Lix. Sbg. u. s.; –lǽfs D. Si. Rom.] n. 1. mühsames Schleppen od. Tragen, Verschleppung. — 2. schleppendes Singen Ri. — ElsWB els. 2, 453; lux. 140. s. schleifen. |
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