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 RhWB Schlauch III (Bd. 7, Sp. 1258)   PfWB Schlauch (Bd. 5, Sp. 1045) 
  PfWB Schlauch III das Wort ist allg., doch ist die nhd. Bed. (1) erst in jüngerer Zeit aufgenommen, weshalb auch im Berg. n. der Benr.-L. dafür -ǫux, Pl. -yχ gilt; sonst Rhfrk -aux, –ǫu-, Pl. -aiχ, –ęi- [Birkf-Idar -ōx, Pl. -ēχ]; Mosfrk -ǫux, –ou-, Pl. -ęiχ, –ei-; Siegld, OAltk, OBerg -ux, Pl. -iχə, -y-; Gummb-Schwarzenbergisch für Bed. 2. -uk, Pl. -ykə, –ǫux, –ou-, Pl. -ęiχ, –ei-; Rip -ux [Malm, Monsch, Eup -ū-], Pl. -yχ [-ȳ-]; Sol-Wald -ox, Pl. -øχ; SNfrk -ūk, Pl. -ȳk [am östl. Ende der Benr.-L. ausweichend über Neuss-Scherfhsn bis Glehn Neusserweyhe mit -ux]; Klevld -uk, Pl. -y- m. [f., Pl. -xən uSaar]: 1.a. wie nhd., Schl. zum Abfüllen des Weines (früher meist Saugheber u. Kranen), in der Saugflasche, zum Bewässern, Wasser-, Spritzen-, Gummischl. RA.: Jung Schleich, junge Wein, al Schl., ale W. Mos. — b. der aus Spiraldraht, mit Zwirn umsponnene mittlere Teil des Tabakpfeifenrohres Rhfrk, Mosfrk; s. Glaster, Laster. — 2.a. Sg. t. α. Sg. t. Mark im Holz, bes. im Holunder, u. in Knochen, hier bes. im Tierhorn

[Bd. 7, Sp. 1259]
(während Knochenmark meist Mark heisst) Simm-Crastel, Bernk-Berglicht, May, Neuw-Jungeroth, OAltk, Siegld, OBerg, Sieg, MülhRh, Dür-Gey, Aach-Walh, Grevbr-Kapellen, Eup, Heinsb, Kemp Rees; de Koh hat de Schl. gebroche das Horn Siegld-Kromb. RA.: De Kält geht bes an de Schl. bis ins Mark Sieg-ODollend. — β. Stumpf, fleischiger Knubbel des abgestossenen Hornes der Kuh Malm, Gummb-Berghsn; der St., auf dem die Hörner der Kuh sitzen Heinsb-Lümb. — γ. Geschlechtsglied männlicher Tiere, bes. des Stieres Kreuzn-Weiler, Saarbr-Völkl, MüEif, Dür-Pier, Aach-Merkst Walh, Eup; des Wallachs Heinsb-Erpen; Schlund Aach-Alsd. — δ. Umhüllung des Wickelkindes Eup. — ε. in der Wend.: Die Butter es (äne) Schl.; es hot Schl. gen die Butter ist käseartig weich Kreuzn, Simm. — ζ. Knöterich, polygonum bist. Aden-Spessart. — b. mit Pl. α. Aufhängeschlinge Kreuzn-Burgsponh. — β. kernlose Zwetsche, Tasche Saarbg-Weiten. — γ. Hornschuh des Rindes Bernk-Rapperath, Kemp. — δ. Köcher, bes. der Wetzsteinbehälter (der meist ein Kuhhorn ist) Schleid-Dreiborn, Monsch-Kesternich. — ε. Eiterpfropfen u. hartes Blut auf einem Blutgeschwür MGladb-Rheydt Viersen. — ζ. Zipfel beim wollenen Sack Heinsb-Höngen. — η. Spule gesponnener Wolle Bitb-Dudeld (veralt.). — θ. Tuchsack für die Bettfeder, Kaff, das Inlett, Bettschl. MGladb, Kref, Kemp; der mit Kāb oder Häcksel gefüllte Sack im Bett, welcher als Onnərpēl auf den Schdrēsack gelegt wurde; dat es əm Schluch schdächə blēwə (stecken geblieben) nicht zur Ausführung gekommen, nicht erledigt worden, auch: das ging verloren; dä hät alləs əm Schluch gəlosə alles fahren lassen, verloren Siegld. — ι. in Fadenform abgehende verdickte Milch, bes. von einer kurz vor dem Kalben stehenden Kuh; wenn die Kouh leəg (leer) gemelk wörd, donn komme doə son Schlük ut MGladb-Viersen u. so Siegld (-iχə), Gummb, Dür-Birkesd. — κ. -iχə Weisskraut, das sich nicht zu Köpfen schliessen will, sondern flatschich bleibt und infolgedessen auch seine grüne Farbe beibehält Siegld. — λ. persönl. αα. verächtl. lang aufgeschossener Mensch Wippf-Thier. — ββ. lyχ Pl.: Neckname für die Bewohner von Eusk-Derkum u. Dürscheven (kann auch zu Schlauch bei schlauchen II gehören).

 

   Schlauch m.:
1.
a. 'biegsame Röhre (aus Gummi, Gewebe)', bes. Schlauch zum Umfüllen von Wein, Schlauch an der Feuerspritze, Schlauch (laux) [verbr. (außer lothr. SWPf), Christmann Kaulb 20, 74 Müller Dietschw 65 Krämer Gal 186], Schluch (lux) [ IB-Bebh]; Pl. Schleich, Schleisch [mancherorts]; Zs.: PfWB Feuer-, Feuerwehr-, PfWB Weinschlauch. De Sch. an de Feierspretz werd gefiehrt [ WD-Niedkch]. RA.: uf em Sch. stieh 'nicht weiter wissen' [Thielen So rerre mer 109]. —
b. 'luftgefüllter Schlauch in gummibereiften Fahrzeugen' [verbr.]. —
c. 'Lederschlaufe am Rückriemen des Zugtiergeschirrs, durch die der Zugstrang führt' [ HB-Schwarzack]. —
2.
a. 'Geschlechtsteil des Ochsen, des Stiers' [verbr.]; Syn. s. PfWB Rute1 2 d. —
b. 'Geschlechtsteil

[Bd. 5, Sp. 1046]
des Hengstes' [mancherorts, Lambert Penns 134]. —
3. 'nasse Stelle einer Wiese, eines Ackers' [ GH-Sondh]; vgl. PfWB Schleich 1 d; Syn. s. PfWB Wassergalle. — Südhess. V 392; RhWB Rhein. VII 1258/59.