PfWB Schlapp-hut (s. S.) Allg. m.: 1. wie nhd. [ein Hut von leichtem, weissem, geblümtem Stoff, der auf einem halbkreisförmig gebogenen Pappdeckel oder Draht befestigt wird, so dass der Stoff lose bis auf die Schultern herunterhängt; die Frauen tragen ihn zum Schutz vor der Sonne beim Arbeiten im Freien, namentlich beim Heumachen; der Schl. hat anfangs der 60er Jahre eine ältere Tracht verdrängt, den Pārdskǫbb, Pēªrdskǫbb, einen Strohhut in gleicher Form, der aber nach vorne weiter über das Gesicht vorsprang (daher der Name), den Nacken aber unbedeckt liess Siegld, Altk]. — 2. verächtl. alter, schäbiger H. | | -hammel m.: 'Schreckgespenst, das sich im Hüttengraben herumtreiben soll', Hitte hammel [LU-Oggh Heeger Tiere II 19]. Es soll sich um das Gespenst eines unschuldig Hingerichteten handeln, das den nächtlichen Wanderern an der Stelle erscheint, wo früher der Galgen stand. Der H. soll sich auch auf vorbeifahrende Fuhrwerke setzen und die Wagenlast so schwer machen, daß die Pferde kaum noch vorwärtskommen. Auch kann er sich auf den Rücken des Wanderers setzen und sich von diesem schleppen lassen; vgl. PfWB Drückemännchen 1 a, PfWB Schlapphut. Kindern droht man am Abend: Der H. kommt! [Feierowend Nr. 22/1956, S. 2]. — |
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