PfWB ElsWB LothWB Salat das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk salāt, sə-, m., f. [n. Ottw] [s(ə)lāt f. Birkf-Idar; solāt Kreuzn-Kirn; tsəlt Goar-OSpay Weiler]; WMosfrk an der Saar u. Bitb von einschl. Saarl (südl. salā:t), Merz an tsal:t, –l·ə.rt [tsală m. Merz-Stdt] f.; Trier bis einschl. Bernk (Mo), Wittl tsal:t, selten sa- [Trier-Filsch -l·ə.t] f., selten m.; Zell tsalā:t, sal:t, tsəlǫt f.; Prüm, SDaun sal:t f. m.; Prüm-Auw Schüller Hallschlag Schlausenb Stadtkyll, WDaun al:t f.; OMosfrk in OZell, Koch, Kobl, May, ODaun l:t f., seltener m.; der Westerw hat im Süd. tsal:t, sa- [Neuw-Thalhsn -ǫ-] f.; Siegld (m., n.) Altk salt, tsə- f., m., n. [Altk-Betzd tsəl:də u. l:t f.]; Malm, Schleid-Hellenth arlā:t [Malm-Schönbg tsal:t] f.; Rip, Berg l:t, –- f., auch m., n.; Berg -:-, –- m., n., selten f. (lrhn. über Grevbr nach MGladb hinein; rrhn. lō:t MülhRuhr) [Köln-Stdt l:t u. tsalā:t m., n.; Grevbr-Hochneuk lǫt; Schleid, Monsch, Eup, WDür, Jül, Aach lā:t; Aach-Stdt lā: u. lā:t; Jül-Laurenzbg Merzenhsn lū·ə.t] f.; SNfrk, Klevld lā:t, –ā- meist m., selten f. Sg. t.: 1.a. wie nhd., alle S.arten; Schlot, sei es Plöck-, Ropp-, Stech-, Schnitt-, Kopp- (Kropp-), Häder- (Häupter-), Feld- (Korn-, Dore- (Dorn-), Wingerts-) valeriana olitoria, Andieven, ene Kopp (Kropp, Putschen) S.; de S. schiesst, geht durch, geht en de Hüh (Luft), stäng(el)t; man soll sie deshalb nicht bei zunehmendem [Bd. 7, Sp. 707]
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Mond säen Allg.; de S. lesen, verlesen (ren l., fegen) wäschen, (an)machen met Essig Ollig, Salz, Rom (Schmand), Öllich (Zwiebel) on Öllichspifen (das Anmachen mit Zucker ist selten) Rip, Allg. — RA.: Dem kamer S. en de Uhre siene (säen) so schmutzig sind sie Grevbr, Eup. De S. wiəss (wächst) wie Schum (Schaum) Rip. S. so wek wie Botter NBerg; S. wie Bocksbart so saftig Schleid-Hellenth; S. wie Kappes so fett ebda, — Kapeshäder (-häupter) so dick WMosfrk. Der S. mott schlabberig sin Gumb-Berghsn. Dat (he) wiəss (wächst) wie S. sehr rasch Rip, Nfrk; dat geht esu siəhr (schnell) wie S. Eusk, — weg wie S. verkauft sich gut SNfrk; dat geəht eraf wie S. ihm schmecken selbst die gröbsten Speisen Aach, Erk, MGladb; dat ging em drin wie S. er glaubte es sofort Kemp; de Äppel falle wie S. fallen leicht vom Baume, übertr. die Trümpfe beim Kartensp. fallen alle Rheinb-Meckenh; dat flätscht zesumen (wird weich) wie die Z. am (im) Essig Trier-Schleidw. Recht lecker angemachter S. wird kosend Schlötche genannt Rip, Allg. De micht Z. aus Dräht er ist reich, hat Geld Trier-Waldrach. Fir got Z. ze machen, mossen hirer drei sein: e Gek an (u.) en Dropmächer an e Geizhals; de G. schett (schüttet) den Essig, den Dr. däht de Bomolich drop, an de G. rehrt de Z. Bitb-NWeis. So vill El (Öl) of der S. es eso wie so vill Essig of aimol Bernk. Äs de Jong en de Fremde kom on tom iərschten Mol S. eten soul (sollte), do seit he: nä, mi Moder wor en arm Frau, ävver se kochden doch dat Mos (Mus) gar Sol, MülhRuhr. A.: S. etten geht lansam. B.: Bi mi äwwer nich, ek schmite en dreimol in de Mongd (Mund) eröm un wünsche em Glöck op de Res (Reise) Gummb-Berghsn. S. (Kerssen Kirschen) on Fess (Fisch) kann me ete so völ as der es, — as de wes (willst) Mörs. Was haben wir gekocht? scherzh. Antw.: Ke S. (weil er roh gegessen wird) MülhRh-Overath; Brei on Z. Saarbg-Cahren; Supp, S. un Kaffi Kreuzn, Bernk-Hochschd, Neuw-Segenh, Malm-Ouren. Was gab es auf dem Feste? Antw.: En Schlötchen un en Brötchen (Braten) un so förtan Gummb-Stdt. S. met nicks, is dat en Ete för en Schütz! sagte ein Mitglied des Schützenvereins, als er zu Hause nur S. vorfand, sprichwörtl. geworden Rees-Wesel. Ne Dronk op (en) de Schlat schad dem Dokter en Dukat; ne Dr. op en Ei sch. dem D. zwei Rip, Verbr., — en Dukat, ös et äwer kä Wein, da loss et sein! Mos. Op die S. gehören e paar hart Eier Köln-Stdt. Frau, sät der Mann, du häs kloər Oge, do trok er en Schleck (Schnecke) ut de S. Heinsb. Das Mädchen, das einen leichten Gang hat, trett op wei de Hunn (Hahn) an (in) (of) der Z. Saar, Birkf, Simm, — e Gunz (Gänserich) öm Z. Saarbg-Eft, — der Storch im S. Kreuzn, Verbr. Der es dem Här (Gott) en (dorch) de S. gelofe er ist gestorben Rip, SNfrk. Vom Z. gent (geben, werden) de Hosebändeln weit der S. nährt nicht Prüm-Krautschd Ringhuschd. — Scherzfr. Wat as et best bei der Z.? dat weitst Maul Trier-Schleidw. Wann ist es gefährlich im Garten? Wann der S. schütt (schiesst) Gummb-Berghsn. De Kaiser, [Bd. 7, Sp. 710]
König hät et nit, äwer de Soldat; in't Gemüs, do fend me et nit, ä. in de Schlat; de Esel hät et achter; wat es dat? Ein l Mörs-Asbg. — b. andere mit Essig u. Öl angemachte Gerichte; Kumkummeres. (Gurken-), Kappes- (aus Weisskohl), Riweschille- (aus Rübschalen Rhfrk), Kettenblumen- (aus den ersten Blättern des Löwenzahns) Allg.; Bunnen- u. Erdäppelsschlot erst in jüngerer Zeit aus den Städten eingedrungen [im RRip unterscheidet man kal B. u. E. kalt, mit Essig u. Öl, Zwiebeln von der warm B., E. warm, mit einer Sahne- oder Specktunke], auch Härengsschl. erst jüngst aus den Städten. — 2. übertr. a. sachl. α. in der Wend.: Op de Schlat gohn zum Abendessen, zu dem man eingeladen ist, gehen Schleid-Gemünd. — β. verächtl. Menge von weniger teueren oder unbrauchbaren Gegenständen; he hät singe ganze S. (Hab u. Gut) verkof; wat wells de han för de g. S.? MGladb, Kref, Kemp, NBerg; se brängen ok noch ene ganze S. möt der unliebsame Besuch bringt noch mehrere Personen mit, die uns ganz fremd sind; mer goəhn möt de ganze S. mit der ganzen Gesellschaft Kref, Kemp-Hüls. — γ. in der Wend.: Do hämmer der S.! die Bescherung Bergh, SNfrk, Elbf, Trier-Schleidw, Saarl; dat as en sching Z. schöne Sache ebd. — δ. för wennig (vill) S. für wenig (viel) Geld Ruhrort. — ε. ene S. beien (beieinander) kalle Unsinn schwätzen Kref, Klev. — b. persönl. verächtl. α. geck Schlot (Schlötche) närrischer Mensch mit witzigen Einfällen, auch kosend zu Kindern: du geck S. Köln-Stdt. — β. dat es e Schlötche! ein Früchtchen, ein Taugenichts Köln-Frechen. — γ. ale (alter) S. Dummkopf Sieg-Troisd. — δ. kropeg Z. kleines Mädchen, kleine Kinder Saarbg. | | PfWB Zichorien-salat (s. S.) Merz-Wadern, Trier, Kobl m.: Salat aus den jungen Blättern des Löwenzahns. |