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 RhWB Rosmarin (Bd. 7, Sp. 515)   PfWB Rosmarin (Bd. 5, Sp. 593)   PfWB Thymian (Bd. 2, Sp. 250) 
  PfWB  ElsWB  LothWB Rosmarin das lat. rôs marinus ist mdl. aus dem Rhfrk, Mosfrk als rōs(ə)mărain, –ręin, –səməręi, –smręin, –zə-  bezeugt [røysmăręin Merz-Losh; ruzəbręin Zell-Lötzbeuren Merl] Sg. t. m.: 1. wie nhd.; nach der Überlieferung bei der Hochzeit im Gebrauch: Hier kommen wir gegangen, die Braut zu empfangen, nicht mit Disteln u. Dornen; drum wird sie nicht erzornen; sondern mit Lorbeer u. R.; drum wird es angenehm sein Eif vor 1856. R. u. Thymian wächst in unserm Garten; unser Lenchen wird bald Braut, will nicht länger warten; roter Wein u. weisser W., morgen soll die Hochzeit sein Birkf, Verbr. Heija, h. Limerche, brech dem Kindche Blimerche, Bl. u. R., et R. will geschockelt sein! Zell-Sohren. — Stirbt ein Glied der Familie, stirbt der R.stock im Garten ab, wenn man ihn nicht an eine andere

[Bd. 7, Sp. 516]
Stelle verpflanzt Saarbg-Soest. — 2. wille R. hellblaues Frauenhaar Wend-Baumholder.

 

[Bd. 5, Sp. 593]
   Rosmarin m., n.:
1. wie schd., Rosmarin [mancherorts ges. Pf (neben folgenden älteren Formen)], Rosmarie(n) [KU-Albb O'staufb Theisbgstg ZW-Hengstb L'wied Marthh RO-Steinb Würzw NW-Haardt Mußb LA-O'hochstdt Impfl BZ-Queichhmb GH-Hay Rh'zab Steinw], Rosmarein [mancherorts WPf NPf vereinzelt VPf], (ˈrosmarain) [ IB-Ensh], Rosmarein [ KU-Wolfst IB-Ormh RO-Lohnsf KB-Ilbh Weitw FR-Merth Studh Frankth NW-Geinsh Ruppbg SP-W'see LA-Nußd Walsh Wollmh GH-Erlb O'lustdt], Rosmarei [KU-Altkch Brück Eisb HB-N'alth PS-Vinn KB-Standbl FR-Hettldh Quirnh NW-Dackh NW-Frankeck LA-Nd'hochstdt Queichh Siebdg BZ-Gleisz/Gleishb Stein Wilgws Lambert Penns 126], Rosmaroin [ NW-Freinsh], Rosmarään [ LU-Alsh/Gr NW-Hamb], Rosmairin [ HB-Webh], Rosmareie [ BZ-Schweig], Rosmerin [ KU-Kreimb PS-W'fischb FR-Tiefth], Rosmerein [ KU-Albess Ehw Dunzw Lohnw WD-Niedkch IB-Heckdh KB-Albish BZ-Rinnth GH-Sondh], Rosmerein [ KU-Obw/T Rockhs KL-Lauhf KB-Stett FR-Grünstdt BZ-Nd'ottb], Rosmerei [ KB-Harxh Otth FR-Saush BZ-Heuchh], Ros(s)amrein [ KU-Hefw ZW-Kl'steinhs FR-N'lein NW-Greth SP-Mechth BZ-Dernb], Rosamrei [ KL-Stockbn BZ-O'ottb GH-Freckf], Ros(s)emrein [IB-Nd'würzb, vereinzelt WPf NPf], Ros(s)emrei(n), Rossemroi [mancherorts VPf vereinzelt übrige Pf, PfId. 117 Heeger Südostpf. 10 Wilde 214], Rossemraai [ BZ-Nd'horb], Rossimrein [ PS-Trulb], Rosimrein [ KU-Adb], Rossimrei [ GH-Minf], Rosemrei [ PS-Geisbg], Rosinrein [ LA-Mörzh], Rosmarine [ BZ-Dierb], Rossemreie [südl. Teil der SOPf (Heeger Südostpf. 10, Wilde Notizen)], Ros(s)emarein [ HB-Höch KL-Weilb FR-Albsh LA-Ilbh GH-Neubg], Ros(s)emarei [ KU-Frankb WD-Hoof KL-Fockbg GH-Wörth], Ressemrein [ GH-Bellh], Rosemarin [ HB-O'bexb], Rosemarie [ ZW-Lambsbn KL-Fockbg], Rosemaraain [ IB-Herbh], Rosemerein [ WD-Marth], Ros(s)emerei(n) [KL-Neukch KB-Morschh LU-Schauh NW-Ellstdt Wilde 214]; Syn.: Hochzeit(s)kraut, PfWB Rosmarinkräutchen. Volksbrauch: Beim Kirchgang wurde ein Rosmarinzweig von den Frauen in der Hand, von den Mädchen auf der Brust, von den Männern auf dem Hut getragen [Gundelwein Pfälzische Volkstracht, in: PfW 11. Jg., S. 17, 29]. VR.: Rosemrei, Rosemrei, / Wachst in unserm Gaarte. / Modder mach mer e Butterschmeer, / Ich kann net länger waarte [Vogelsgesang 50]; Var. s. PfWB Butterschmiere, PfWB Thymian, Wilde 214. —
2. = PfWB Immergrün 1 (Vinca minor)', Rosmarein [NPf (Wilde 112)]; vgl. PfWB Wintergrün. — F.: Gen. m. vorherrschend; Gen. n. KU-Albess Brück HB-Einöd Kirrbg ZW-Walshs PS-Einöd KB-Gauh FR-Albsh Saush LU-Opp Schauh Lu'haf NW-Dürkh SP-Mechth GH-Rh'zab; f. KU-Frankb Friedhs O'staufb IB-Ballw HB-N'alth ZW-Mittb

[Bd. 5, Sp. 594]
RO-Würzw LU-Schauh LA-Ilbh BZ-Dierb GH-Steinw Lambert Penns 126. — Südhess. IV 1463/ 64; RhWB Rhein. VII 515/16; LothWB Lothr. 418; ElsWB Els. I 699.

 

  Thymian m.: 'Quendel (Thymus serpyllum)', Thymian (ˈdimjan) [verbr.]. Herr Gärtnersmann,

[Bd. 2, Sp. 251]
haben Sie Lawendel, Rosemrein un Dimian un e wenig Quendel? [Wilde 158]. Var. zu dem VR bei Butterschmiere: Rosmarin un Thymian wachst in unserm Garde, kummt so lang kä Freiersmann, muß des Mädel warde [ LA-Rohrb/99; RhWB Rhein. VIII 1176; Bad. I' 474.