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 RhWB Rinne (Bd. 7, Sp. 445)   PfWB Rinne (Bd. 5, Sp. 548) 
  PfWB  ElsWB  LothWB Rinne das Wort ist allg. [nicht in Wittl, Bitb], u. zwar ri·n., –e- [Siegld, OBerg -nə]; doch ist eine auf *ranja zurückgehende Form rę·n. im ganzen Geb. hier u. da bezeugt (s. Ränne), u. eine auf *runne zurückgehende Form vereinzelt ro·n. Schleid-Dreiborn, Köln-Brauw GrKönigsd Hücheln; rø·n.ə Mettm-Dönbg; Pl. -·n.ə(n), demin. -·n.χə(n), -ntə, –nəkə, –ntjə f.: 1. die durch starken Regenguss ins Feld getriebene R.; der Ren (et Wasser) hät en R. gedrivve Rip, Allg., — geflüzt (geflözt) Rip, — gespielt Klev-Schneppenbaum [das ist ursprüngl. die alleinige Bed.] Für von Menschen angelegte R. (Gosse, Dachrinne usf.) stehen noch durchaus lebende Synon. zur Verfügung, wie Floss, Flöz, Gosse, Graben, Gracht, Gräute, Kalle, Kandel, Kulang, Guge; doch heute schon vielfach auch für diese R. (gegraben, R. von Holz oder Metall, bes. Abfluss im modernen Spülstein) angewandt; z. B. en R. ussteche Wiesengraben Rip, — schmite Geld-Pont; en gestickte, paveide R.; de R. kehre die Strassenrinne, Gosse; en de R. falle; jet en de R. schüdde Spülrinne Rip, Allg.; du häs alt ens möt mech en de R. (Strassenrinne) gelege SNfrk, Allg.; de kömmt en de R. ut sein Leichtsinn bringt ihn auf abschüssige Bahn Kref; de kann em Grongk (von der Erde aus) ut de R. eten aus der Dachrinne, so hoch aufgeschossen ist er Lennep-Ronsd; die R., in der die Kegelkugeln zu den Spielern hinabrollen Verbr.; R. in der Säge, die häufig beim Härten über die Mittellinie der S. hinweg entsteht, weil die S. in den Mittelpunkten stramm eingespannt wird; de R. drute schlagen Remschd; en R. en der Mul Hasenscharte Waldbr-Wildbg. RA.: Hen es so mager, dat e inne R. kann sprenge Mörs-Wallach. — 2. übertr. a. Rönnche kleines Ölkännchen Sülzt. — b. Renn dünnmistende Kuh Gummb-Hückhsn.

 

   Rinne f.:
1.
a. '(meist) bepflasterter Abzugsgraben neben der Straße', Rinn, Pl. -e [verbr. WPf (außer nordwestl. u. südwestl. Teil sowie das Verbreitungsgebiet Renn) vereinzelt übrige Pf, Lambert Penns 125 Don-Schowe Torscha Krämer Gal 175], Renn [verbr. westl. Rand der WPf,

[Bd. 5, Sp. 549]
O-PS, RO-Lohnsf Sippf KB-Kerzh Marnh Orb Standbl NW-Weish/S Don-Lenauheim]; vgl. PfWB Rinnengraben; Zs.: PfWB Abzugsrinne; zur Verbr. s. K. 219, Syn. s. PfWB Straßenrinne. —
b. 'mit Geröll gefüllter Abzugsgraben', Rinn [ IB-Aßw GH-Kand Neubg]; Syn. s. PfWB Dol 1 b. —
c. 'Bett des Baches', Rinn [ KB-Bubh]. —
d. 'Be- und Entwässerungsrinne der Wiese', Renn u. Ränn (ręn), seltener Rinn [verbr. mittl. u. südl. VPf, PS-Schönau, Heeger Südostpf. 9], die klää Ränn [ LA-Edh]; vgl. PfWB Graben 2 b, PfWB Wasser-, PfWB Abzugsgraben, PfWB Wasserfurche; Zs.: PfWB Teuchel-, PfWB Mittel-, PfWB Neben-, Scheid-, PfWB Scher-, PfWB Wasser-, Wässer-, PfWB Wiesenrinne; die Rinn (Rinne) in de Wiß [ LU-Neuhf]; Rinne butze [ebd.], mache (beim Säubern der Wiese) [ NW-Wachh BZ-Mühlhf], aushäiwe [ LA-Offb GH-Zeisk]. Im Frihjohr haut de Bauer mit de Brääthää (s. PfWB Breithaue) un mim Wissebeil Renne uf de Wisse. De Birrel (Büttel) schellt: Bis zum Fufzehnde misse die Renne gebutzt sein! [ GH-Knitth]. —
e. 'Ablaßgraben des Mühlbaches'. a. 1712: Eine Hofraidt, worauf eine Waldmühle mit 3 Gängen und ein Ablaß mit zwo leeren Rinnen einerseits der Bach [R. Wihr Rehhütter Chronik 47]. —
f. 'Abflußrinne der Jauche im Stall' [ KU-Diedk, mancherorts]; Zs. PfWB Pfuhlrinne. —
g. = PfWB Dachrinne, Rinn [ KB-Kriegsf, vereinzelt]; Syn. s. PfWB Kandel 1. —
h. s. die Zs. PfWB Brunnenrinne. —
2.
a. 'Saatfurche, insbes. Rille, die beim Bohnenlegen mit der Hand gezogen wird', Rinn [ KB-Göllh]. —
b. 'Kerbe, Einschnitt im Holz', Rinn [ KU-W'mohr FR-Flomh]. —
c. s. die Zs. Fels(en)rinne. —
3. 'Geschirr, Gefäß (schlecht verarbeitet, aus Blech)', scherzh.-spöttisch, Rinn [ NW-Frankeck]. — Südhess. IV 1417; RhWB Rhein. VII 445; LothWB Lothr. 401; ElsWB Els. II 265.