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 RhWB ge-ring (Bd. 7, Sp. 436)   PfWB ge-ring (Bd. 3, Sp. 227) 
 ge-ring das Wort ist allg., im Mosfr. aber nicht eigentliche Mundart, u. zwar gəriŋ, –e- u. gr-, jr- Adj.: 1. klein, von Gestalt; do wor ech noch g.ər Waldbr. — 2. geringwertig. a. von Sachen, Zuständen; g.ə Luhn (Lohn); e g. Hüs-che usf.; dat sull doch e g.ste sen, den ze kamesöle (prügeln); dat es nüs G.əs, su herenzefalle; wenn du dech noch em G.stə mucks! Rip, Allg. RA.: Et es ken Düwel so g., he well sinnen Unnerdüwel hewwen Ess. Wo et es ömmer evve reng (eben rein), do es de Nahrong g. Aach-Stdt. Dau spinns g. Seid es ist zu deinem Nachteil Trier-Mehring. We et g. net ach (achtet), dat git kene göldene Här Ahrw-Holzw. Et es nicks g.əs, wenn em (einem) e Kuh wat of et Ag (Auge) mächt von einem Prahler Siegld. — Der Wein es (schmeckt) g. Bernk-Neumag. — b. von Menschen α. der g.ə Mann, g. Löck (Leute) sozial niedrig stehend, ohne Besitz Rip, Allg. RA.: So'n g.ə Mann mott ömmer ondersteke wird unterdrückt Mörs-Wallach. Kein Helliger es su g., he well nen eige Kerzesching (-schein) Köln. Dem Riche wich (weiche) on hal dich g., dat he dich net en Onglöck brengk Dür-Golzh. Ovve fing, onge g.! hui-pfui Bo-Dransd. — β. noch g. sen sehr jung Altk-Birken.

 

   ge-ring Adj.:
1.
a. 'minderwertig', von Dingen, gering (gəriŋ) [verbr.]; geringer Wein [RO-Schiersf, verbr.]; en geringer Johrgang [Zahn Pläsier 50]; e geringi Wiss 'Wiese mit schlechtem Gras' [ KL-Weilb]; geringes Mehl [ Gal-Dornf]. —
b.
α. 'g. nach Vermögen und Ansehen'; e geringer Bauer [ KU-Bedb]; geringe Leit [ KU-Elschb]. Einen Neckreim s. PfWB Bingert. —
β. 'armselig'. Der is mer viel zu gering, daß ich mich mit'm abgewwe dät [verbr.]. —
2. adv. nicht im geringsten, nicht das geringste. Mer sin net im geringschde verwandt [ GH-Schwegh]. Mer könne nit es Geringschte devor, daß mer so ausgfall sin un nit annerscht [Feierowend Nr. 28/1965, S. 5]. — Südhess. II 1266; RhWB Rhein. VII 436; ElsWB Els. II 269; Bad. II 373.