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 RhWB Rind (Bd. 7, Sp. 432)   PfWB Farr-rind (Bd. 2, Sp. 1046)   ElsWB Rind (Bd. 2, Sp. 266a) 
  NRhWB  PfWB  ElsWB  LothWB Rind das Wort ist allg., u. zwar (s. Genaueres bei Kind) Rhfrk rint, –e-, Pl. rin [uNahe Birkf rinər]; Mosfrk rent, Pl. re·n.ər [im Geb. der Senkung des i reənt, –əa-, –ę-, –a-, -u-, –o-, –ǫ-, –-, –ø-, Pl. -·n.ər]; Rip rent, –ø-, Pl. -·n.dər; im mouillierenden Teil der Rip, Berg, SNfrk reŋk, –ø- [Gummb reŋkt], Pl. -·ŋ.ər; Selfk ręn, Pl. -nər, ręnt, Pl. rę·ŋ.ər; im nicht mouillierenden Teil des SNfrk rent, –ę-, Pl. -·n.dər; Eup ręint, Pl. -dər; in einem Teile von Geld, Mörs re·n.t, –ē:-, –ē-, Pl. -ndər; Klevld rent, –ē-, Pl. -ndər; MülhRuhr reint, Pl. -·n.dər; demin. rinχə(n), –e- [im WMosfrk Pl. oft re·n.ərχər], re·n.tχə(n), re·ŋ.kχə, –ŋkə, –nəkə, rintə, rentjə n.: 1. wie nhd.; ein vom Kalb zur Kuh sich entwickelndes Tier, das entweder 2—3 Jahre alt, zum erstenmal trächtig ist oder zum erstenmal gekalbt hat [in Goar, Kobl, Eif, Westerw, Siegld, Rip, Berg einschl. Ruhr, Mörs, MGladb, Neuss, Grevbr unterscheidet sich davon die Stirke, das geschlechtsreife, aber noch nicht begattete Kalb,]; das R, steht also zwischen dem Baut (Bäuert, dem half- oder ēnjöhrengen Rendchen) u. der Kuh; nach dem ersten Kalben ist das R. eine Irschtlingskoh, nach dem zweiten K. en Koh Rip, Allg.; e leəg (ledig) R. erst tragend Erk-Grevenich; e geleid R. zum Stier geleitet, trächtig Kemp; en üərsch R. das zum ersten Male gekalbt hat SNfrk, Mörs, NBerg; en (iərsch) gekalf R. dass. Sieg-Fussh, Dür-Pier; en nonesch R. im ersten Jahr trächtig Eup; e reəts (zur rechten Zeit) R. im zweiten Jahre trächtig Monsch, Eup; zoreəts R. Monsch-Rötgen Kesternich; onreəts R. (zo o. R. Monsch-Kesternich) nicht mit zwei Jahren gedeckt zu spät kalbend ebd., Jül-Tetz, Heinsb-Lümb; en üwerjöhreg R. dass. Berg, Heinsb-Arsbeck; e verschausse R. (et R. hät v.) bei einer Fehlgeburt Eup, Dür; s. auch Kuh-, Ochsen-, Stroh-, Stockr.; sind Rinder durch einen ausgebrochenen Stier gedeckt worden, so heissen sie Schnapprender Geld-Schravelen Winnekendonk; mer sein de Nocht im (um) e R. kun scherzh. das R. hat gekalbt u. ist nun kein R. mehr Daun-Tettschd. RA.: Dat R. es so fett wie e Otter Bernk-Crummenau. De kennt doher wie en blimelig (blumeliges, buntes) R. bunt, auffallend gekleidet Prüm-Reuth. He süff (säuft) wie e R. Grevbr. Heə blout (blutet) wie e R. Aach-Stdt. He het Ogen as en gestochen R. so gross Ess. E älezig (einzeln) Kend es grod wei'n e. R. Bernk-Stipshsn. Beisser (besser) e Röngkche als wie e Höngkche Nützliches ist besser als Angenehmes Schleid-Hellenth. Wird e R. us dem Kalf, hät mer de Koh alt (schon) half ebd. En R. well en Kalf kriegen etwas wollen, wozu das Vermögen fehlt; en R. met en K. kr. ein schwangeres Mädchen heiraten Mörs. Enne Schwärm (Bienenschwarm) inne Maij es so völl wert as en R. op de Weij (Weide) Mörs-Wallach. Korze (kurze) Geil on lange Renner, vill Weiwer

[Bd. 7, Sp. 433]
on winnig Kenner get reiche Männer Goar-Morshsn. En Frau, die net schäent (schimpft), en R., dat net bälkt (schreit), dogt (taugt) niks Neuw-Herschb. Et es beəter, dat de Renger derno sprengen, äls dat de Vögel derno sengen vom Hafer, er soll nicht zu reif werden Kref-Fischeln, Schleid-Hellenth. De reich Leit hon de schinst Renner, de arm L. hon de sch. Kenner Rhfrk, Mosfrk. Hen hot mih Kanner wie Ranner der arme Bauer Bitb, — en Haus volle K., en Stall v. R. Neuw-Herschb. Et es beter enne Stall v. R. als en H. v. K. Mörs. Net Kengk noch R. han keine Sorgen haben Sol. Jeder lof sing Kinder wie der Bor sing Rinder Köln-Stdt (s. weiter bei Rind u. Nachbar]. — Volksgl. Wenn de Render mot de Stert in de Höhch dur de Weg loupen, dann gef et ein Schur Mörs. Hat ein R. geworfen u. die Nachgeburt will nicht bald abgehen, so soll dies dadurch bewirkt werden, dass man eine dreizinkige Mistgabel hinter das R. steckt, doch so, dass die Zinken nach auswärts gerichtet sind SNfrk. Et glöhdige (glühende) R. Schreckgestalt, das bei Nacht in einer Gasse auf- u. abrennt Jül-Opherten. — 2. übertr. a. Pl. Neckn. für die von Prüm-Alferbg, Neuw-Ehlschd Bonef Hardert, Geilk-Zweibrüggen. De Brandschedder Konner (Kinder), die Alver Ronner, de Metzenicher (Mützenich) Kihschwänz, die Schweler Rusekränz! Ortslitanei aus Prüm. Ählscheder (Ehlschd) Rinner, Bonnefeller Kinner, Hardrer Böck on Rengsdorfer Zeck (Ziege)! dass aus Neuw. — b. scherzh. junges, heiratsfähiges Mädchen Heinsb; dat as e gruss Kalf, awwer noch lang kän R. Trier-Karths.

 

  -rind n.: 'junger Zuchtstier', Farrind [ NW-Weish/B]. Südhess. II 358. —

 

  PfWB  LothWB  RhWB Rind [Rent Hf.; Rìnt, Pl. Rìntər Sesenh.] n. Rind. Spw. E richi (Var. schöni) Frau, wenig Kinder, kurzi Ross und langi Rinder bringen einen Bauern in die Höhe Stattmatten Sesenh. Zss. Rindfleisch s. d. und auch Fleisch. — S. Swz. 2, 277. Bayer. 2, 117.