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 RhWB geraten (Bd. 7, Sp. 132)   PfWB ge-lingen (Bd. 3, Sp. 177) 
 ge -raten: 1. etwas g., anraten; dat will ich der ach (auch) g. Simm-Laub, Sol; dem ös net gott ze g. er ist launenhaft Monsch. — 2. (Part. gərt gegenüber gərrə zu anraten Rhfrk), Saar, Mos bis Zell; h γərt u. γərt n. Ruhr. a. gelingen, glücken, vorwärtskommen, wachsen, gedeihen, von erwünschtem Fortgange sein; dat moss g.; et geröt (dir) net; et woll mer net g.; et wor mer (noch es grad) esu g.; dat Bild es got (schlech) g.; dis Johr sen de Erdäppel mol got g.; de Froch (Getreide) es net got g. (usf.) Rip, Allg.; das is dir im Leib gerod damit hast du Glück gehabt Ottw-Landsw. RA.: Wat geriet, as got Bitb-NWeis. Et wär net got, wann alles geret Sieg-ODollend. Wem noch nöcks verdorve äs, dem äs och noch n. g. ebd. Die g., sen de best Bitb-Geichl. Wann et wahl on got geröt, dann git et van drüzehn Eier vierzehn Köche Neuw-Rheinbreitb. Wenn dem Bauer alles geret, könnt der sech ene gölle Plog mache losse Ahrw-Bodend. Et geröt noch es (einmal), de Kirche blift noch es em Dorpe Gummb-Nümbrecht. Et gerät, sät de Bettdrisser, do hatt he en Lake voll Bo-Godesbg. Dat geriet ens, wann de Karthüser de Ferke scherre niemals Köln-Stadt. Weə zwei Sache op emol deht, dem gerät ken got Bo-Dransd. Ba, ba, dat muss g.; en blenn Sau fend jo och ält heiə on do en Echel Prüm-Mürlenb. De Hahn kriht, et Wedder geriet Bergh-Elsd. Frauenrot on Bukweitensot gerot alle siewe Johr ens, — wenn't gerot, gerot et ower de Mot (Mass) Rees, Dinsl. Wat in den Herfst soll g., dat mot de Julisonn broje Klev. Wess (Weizen) henger Bolle (Schollen) geröt im Volle MülhRh-Holweide. Rent (regnet) et op Margrietendag, dann g. de Nöss schlech Köln, Verbr. Hü sind de decke Bunnen jo gutt g. beim Anblick einer Schwangern gesagt Gummb-Berghsn. Frische Fisch, im Butter gebrot, henne un vore krumm gerot Wend-Frohnhsn. — Auch Menschen g. (got, net got, schlech) körperlich u. geistig, im Charakter Allg.; die twee sind gott tesamen geroən einer ist des andern würdig (in gutem u. schlechtem

[Bd. 7, Sp. 133]
Sinne) Gummb. RA.: En ös g. wie en Zaun om't Haus so treu ist er Trier-Mehring. Pärners Kenner on Möllers Veh g. sele (selten) orer ne; wann se awwer g., dat ger et gores Veh Siegld, Verbr. Statt he es net g. heisst es auch ongeroden hinsichtlich der Entwicklung des Charakters, bes. der Kinder u. junger Leute; ongerod(ner) Jong ungezogen Rip, Allg. — In der WEif dient u. ‘über die Massen’ zur Verstärkung der Adj.; u. schin, reich, gruss usf. — b. glücklicherweise, dann auch zufälligerweise irgend wohin gelangen; net weck (weit) g.; dohin g.; anənen g. handgemein werden; dernevver, drüvver, drop, dren g.; he es vam Bett op et Strüh g.; a jet g. etwas erreichen, erhalten; noch ens an e neu Perd g.; do beste an de Verkihrte g.; us dem Hüs-che g. ausser Fassung g.; en en schlechte Gesellschaft g.; en de Ifer (Woll, Harnisch) g. zornig worden; in Deiwels Kich g.; en den Schluff g. nachlässig werden (OBerg); en Tuck g. in Unordnung (NBerg) Allg.; he es no Kölle g.; de es sengem Vatter nogerode nachgeartet Rip. — c. örtl. treffen beim Werfen, Schiessen, Schlagen; den hat de Nogel op de Kopp g.; ech hun en gerot; du hun se alt geschoss, se hun awer net g.; en zidderige Jäger gerickt och olt es nen Has; wo mer enner en Herd Honn wirft, baupst den, de mer gerəit, die aner halen de Maul; auch ‘antreffen, richtig machen,; den hät et gout g. eine gute Heirat gemacht; ich g. immer e Kader jedes Kätzchen, das ich anschaffe, ist ein Kater; eweil hu mer grad de richtigen g. den Rechten bestimmt; eich g. et dis Johr käs (keinmal) mir gelingt es nie; de Schnädder (Schneider) hot dat Kläd ganz just g. ganz richtig getroffen, angefertigt Saar, Trier, Bitb, Prüm. — d. Abl. in den Wend.: α. dat get kei Geröt (-:-) das gerät nicht Neuw-Rodenb. — β. op Gotts Geroa auf gut Glück Siegld; et as eng Gerot ein Zufall Bitb-Geichl; do sett G(e)rot drin Gedeihen Klev.

 

   ge-lingen st.: wie schd., gelinge, Part. Perf. gelung/gelunge, vgl. die Linie gebroch/gebroche auf K. 1, [verbr.]; vgl. PfWB geraten 1 a. Mer hoffe, daß es uns gelingt [ KL-H'spey]. Südhess. II 1227; RhWB Rhein. V 479; ElsWB Els. I 598; Bad. II 355.