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 RhWB raspeln (Bd. 7, Sp. 114)   PfWB raspeln (Bd. 5, Sp. 384)   PfWB schnarchen (Bd. 5, Sp. 1252) 
  PfWB  ElsWB  LothWB raspeln Allg. schw.: 1. mit der groben Feile feilen; en Stöcke Holt r.; an dem St. r.; den Huf r.; de Schuhn r. Gummb, Allg. Geraspelte Brötjes bei dem Leichenmal (die Rinde früher mit der Raspel abgefeilt) Klev. — 2. mit der Raspel 2 in den Kartagen schnarren, was die Raspelejongen (-buən) besorgen (de Raspelejongen kommen en't Haus, en half Dotzent Aər (Eier) eraus! Trier-Pelling). — 3. übertr. a. zu raspeln 1. α. am Brote r., am Br. herumr., mit stumpfen Messer schneiden Allg. — β. einem Süssholz r. ihm schmeicheln, um seine Gunst zu gewinnen verbr. — γ. absol. Schnürriemen durchreiben Wittl-Meerf. — δ. geräuschvoll atmen; et ärm Kengk görgelt en raspelt, äls wenn et en Kätsch (Obstrest) e jen Hals häi (hätte); aufstossen, beim Rindvieh Aach-Stdt Walh; schnarchen Saarl Wadgassenε. sich erausr. sich aus dem Krankenlager allmählich erheben Bernk-Rhaunen. — b. zu R. 2. α. ein Gebet, Gedicht rof- oder eronnerr. hastig u. ohne Betonung herableiern Trier, Bernk. — β. de Maschin raschpelt näht geräuschvoll; et Feier r. knistert Ottw, Saarbr, Saarl-Dilling; rascheln Kreuzn-Hahnenb; -sp- Geräusch machen Heinsb-Karken 1880. — Abl.: die Raspel(er)ei, dat Geraspel(s).

 

   raspeln schw.:
1. 'mit der Raspel 1 bearbeiten', raschbele [mancherorts WPf NPf, Schnekkenburger 49], raschble [mancherorts VPf, Lambert Penns 121 Krämer Gal 172]; Zs.: PfWB ab-, PfWB aus-, PfWB durchraspeln. RA.: Sießholz r. 'schmeicheln, schmusen' [KU-Schmittw/O Zweibr (Wilms Alph. 47) RO-Lettw LA-Venn Krieger 26]. Die Jure feile un raschble an de Zähn vun de Gail, daß mer meene soll, sie wäre noch jung [ ZW-L'wied]. —
2.
a. 'nagen'. Noht trahn ihr mich enaus (auf den Friedhof), daß a die Wärm se raschble han [Kraus Metzelsupp 59]. —
b. 'knistern, rascheln' [mancherorts WPf vereinzelt NPf VPf]; Abl.: PfWB Geraspel. —
3.
a. 'schnarchen' [ BZ-Dernb]. —
b. 'tüchtig essen' [ LA-Venn]. —
c. Zs.: PfWB heiraspeln. — Südhess. IV 1237; RhWB Rhein. VII 114; LothWB Lothr. 403; ElsWB Els. II 294.

 

   schnarchen schw.:
1. 'im Schlaf mit offenem Mund laut hörbar ein- und ausatmen', schnarche (nārχə, nrχə) [verbr. östl. VPf vereinzelt übrige Pf, Müller Dietschw 66], schnäriche (nęriχə) [ BZ-Dernb], schnarsche (nārə) [ LU-Neuhf BZ-Dimb], schnaiche (nāiχə) [ WD-Bub ZW-Hornb], schnorche (nrχə) [ KU-Liebsth LU-Altr BZ-Kapswey Steinf], schnoriche (nǫrriχə) [ LU-Altr]; Part. Perf. g'schnarcht (gnārχt) [mancherorts]; vgl. PfWB Barchent PfWB reißen, PfWB Bord1 1 schneiden, Tuch reißen, geigen 4, PfWB hörcheln 2, PfWB ranksen 2 a, PfWB raspeln 3 a, PfWB ratzen 1 cα, PfWB sägen 2 a, PfWB schnarcheln, PfWB schnarksen; Zs.: PfWB Geschnarche, PfWB Geschnarchs; beim Schlofe sch. [ Gal-Josbg]. No zeh Minutte - fangt nääwer meer de Ald o zu ranxe un zu schnarche [Damm Nawwel 46]. Mer hört 'n sch. [ LA-Gommh]. —
2. 'schlafen', schnarche [Kus PS-Fehrb BZ-Dernb GH-Rh'zab]. — RhWB Rhein. VII 1553; ElsWB Els. II 507.