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 RhWB Raben-aas (Bd. 7, Sp. 8)   PfWB Aas (Bd. 1, Sp. 7)   PfWB Haus-teufel (Bd. 3, Sp. 726) 
  PfWB Raben-aas -ā:s (nicht -:s) NBerg; -:s Köln-Stdt n.: durchtriebener Geselle. Ich bin ein wahres R., ein arger Sündenknüppel; Herr Jesu, nimm mich Hund beim Ohr, wirf mir den Gnadenknochen vor u. schmeiss mich Sündenlümmel in deinen Gnadenhimmel! (aus einer alten Schrift) Wermelsk.

 

   Aas n.:
1. 'Futter'.
a. 'Spreu als Viehfutter', Aas [ GH-Neubg]. Ähnlich Bad. I 1, Kurhess. 17; vgl. Weigand I 3 2Aas. —
b. 'Schweinefutter'; das Oos [lothr. SWPf nach Keiper]. Schwäb. I 335. —
2. 'verwesende Tierleiche', Oos, Aas [allg.]. a. 1594: Es soll auch keiner kein oß... in die bach werffen [KSchArch. Zweibr IV 2822]. SprW.: Wo Oos is, sammele sich die Rawe [KU-Schmittw/O, verbr.]. —
3. Scheltwort auf einen faulen Menschen, eine zänkische Frau, ein widerspenstiges Tier: Du Oos! Du faules (verdammtes, verricktes) Oos! [allg.], nicht selten auch in mehr harmloser Weise unter guten Bekannten gebraucht. E Neistadter, e piffig Oos [Kühn Schnitze I 37]. Mein Karlche awwer iss e Oos Unn werd net gleich verschdawwerd [Weber 34]. Verstärkt in Zusammensetzungen wie Schinnoos, (s. PfWB Schindaas), Gewitteroos, (Gewitteraas), Lumbeoos (Lumpenaas), Raweoos (Rabenaas). Vgl. auch PfWB Aaskaute, PfWB Aaskrapfen. Waß hun ich doun net zum SpaßDem Oos de Marsch geblose [Müller Butterbärwel 26]. Oft wird das Wort mit dem Unterton der Anerkennung auf einen durchtriebenen, zum Spaße neigenden Menschen angewandt: So e schlitzohrich Oos! [verbr.]. — F.: ōs [WPf NPf], ous [mittl. u. südl. VPf KL-Lind], s [ GH-Neubg], letzteres neben ās oft in den Städten und in Stadtnähe; ō:s o‧u.s [mancherorts VPf Penns]. — Pl.: ēsər [verbr.], ōsə [ KU-Schmittw/O]; demin. ōsi [ RO-Callb]. — Zur Etym. s. Kluge-Mitzka17. — RhWB Rhein. I 7; Saarbr. 150; ElsWB Els. I 71; Bad. I 1.

 

  Haus-teufel m.:
1. 'wer die anderen im Hause ärgert und plagt', Hausdeiwel [verbr.]; oft in der Gegenüberstellung: GasseengelH., vgl. PfWB Gassenengel. Auch von Kindern, die in fremden Häusern artig, daheim aber unartig sind. —
2. 'zänkische Ehefrau' [verbr.]. Syn.: PfWB Aas 3, PfWB Aaskaute, PfWB Abbiß, PfWB Auter, PfWB Beißzange 2, PfWB Burgunderhexe, PfWB Teufelsgeiß, -luder, -(weibs)mensch, PfWB Tier 3 a γ, PfWB Drachen 2 a, PfWB Evasrippe, PfWB Fegefeuer 2, PfWB Fell 4 a, PfWB Felleisen 2, PfWB Feuereisen, PfWB Furie 3, PfWB Gästin 1, PfWB Gelbseicherin, PfWB Geschirr 2 b β, PfWB Hauskreuz 1, PfWB -laster, PfWB -tier, PfWB Hexe 2 a, Hoden-

[Bd. 3, Sp. 727]

kopf, Hund, Hyäne, Kanaille, Kneisel, Krachbüchse, Krappen, Kratzbürste, Laster, Luder, Lumpenmensch, -tier, Massik, Mensch, Motte, Natter, Rabenaas, Rippe, Satan, Schindaas, -luder, -krappen, Schlange, Schnalle, Schnärre, Spitzbübin, Xanthippe, Zange, Zecke. Südhess. III 190; RhWB Rhein. III 364/65; Lothr. 254; ElsWB Els. II 657; Bad. II 584/85.