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 RhWB quetschen II (Bd. 6, Sp. 1334)   FindeB rase (Bd. 1, Sp. 280) 
  PfWB  ElsWB  LothWB quetschen II das Wort, mhd. (md.)  Lexer quetzen, quetschen, afrk. quezzôn, mnd. quetsen, quessen, quetten, < lat. quatere, ist lrhn. n. Mos, rrhn. n. kurköln. Neuw, berg. Süd-Grenze, NSiegld allg. [südl. der L. noch in Birkf (jüngst), Saarbr, Ottw, Saarl, Merz-Büschf, Saarbg-Wellen u. s. quitschen II; die Abl. Quetsche ‘Klemme, Not’ reicht südl. Mos bis nach Goar, Simm hinein; in der WEif bevorzugt man klännen, drücken, pitschn, wie

[Bd. 6, Sp. 1335]
auch das NBerg u. Ruhr, Dinsl quätten bevorzugt]; -ęt- [Bitb, Daun -e-; Trier-Stdt, Kobl, May, Aden vielfach -ø-; Sieg-Ägid -ę- u. -i-]; Klevld n. der t/ts-L. -ęts- [einige MA. weisen eine auf das urkundl. n. der Mos belegte quetzen fussende eigenartige Flexion auf, nach dem Typus setzen, satt, gesatt, schwätzen, schwatt, geschwatt das Prät. -at, Part. gəquat Koch-Laub, May-Trimbs, Aden-Bongard, Mü-Eif, Grevbr, MGladb, Kemp-Süchteln; jəquot Malm-Amel bilden (gebraucht nur in pathologischem Sinne u. dazu im SNfrk (s. o.) vom Zusammendrücken frischen Weissbrotes)] schw.: 1.a. etwas, einen, sich qu., zwischen zwei festen Gegenständen klemmen, in pathologischem Sinne; ech hammer de Fenger (de Nagel) tösche (an) de Dür gequetsch; der Sten, der op en fel (fiel), hät em de Bros g.; he hät sech g.; en g.ə Fenger; g. Geblöt (Geblüt); g. ist der Huf des Pferdes, der zu wenig beschnitten ist, so dass der Strahl auf die Erde kommt und beim Auftreten g. wird Kref-Fischeln, Allg.; gequetzt (en gebötzt) beschädigt Klev; em Gequetschte Wirtshausn. in Bo-Stdt (früher kehrten hier die Wallfahrer ein und stellten das Kruzifix hinter die Haustüre; beim Öffnen der Türe schlug diese gegen das Kreuz, so dass der Herrgott (em g. Heiland) gequetscht wurde); g. beklommen, beengt Ess. RA.: Dat es bester, wie en Nagel (des Fingers) gequetsch gesagt, wenn etwas zerbricht Sieg-ODollend. E het en Nierchen g. ist dumm Sieg-Eitorf. Der Faulpelz quetsch sech och gene Fönger Sieg-Bergh. — b. etwas qu., drücken, pressen, zwängen, z. B. Speisen, bes. Kartoffeln mit Kneter, Gabel oder Löffel zerdrücken, kneten; Beeren, Kirschen qu., dass der Saft herausströmt (Obst in der Kelter drücken, parschen); en gequetschte Stemm vor Angst; se qu. de Wort su tösche der Zong, — su herus; er qu. de Wörder spricht langsam; jet us enem erusqu. ihn veranlassen eine Angabe, Aussage zu machen; eine Schublade (udgl.) erenqu.; etwas in einen Behälter qu., unordentlich hineinzwängen Rip, Allg.; ein Feld qu., walzen Trier-Thomm, dreischaren Dür-Ellen; das frische Weissbrot es gequatt zusammengedrückt, bricht beim Schneiden durch MGladb-Rheind, Kemp-Süchteln; met de Täng (Zähnen) qu. die Zähne fletschen Mettm-Velbert. RA.: De Kap (Kappe) qu. sich unterwürfig anstellen, bitten Daun-Tettschd; et Höutchen (Hütchen) qu. Bernk-Winterich; Eier qu. MGladb, Ess-Oberhsn. Do sen de Gequetschten och derbei! gesagt z. B., wenn jmd. sich rühmt, er habe 20 Zentner Getreide vom Morgen geerntet, d. h. das ist nicht zu glauben Bitb-NWeis. — c. einen, sich qu.; vi (wir) weren hi arg gequetscht (im Gedränge), et es tu eng hi; di Lü qu. enen tu arg; sek dürch de L. qu. in engem dicht besuchtem Raume; sek derdürch-, dertöscherqu.; wat es dat en Qu.! ein Gedränge OBerg, Allg. RA.: Dat es en gequetschte

[Bd. 6, Sp. 1336]
Mann vielgeplagt May-Kollig. — 2. übertr. a. den Klicker qu., treffen Neuss-Büderich, Kref-Osterath. — b. einen qu., einen trinken, sich einen genehmigen Koch-Lutzerath, Daun-Leudersd, Bo-Dransd, Dür-Schlich, Aach-Würselen, Gummb-Lantenb. — c. absol. α. mit den Augen zwinkern Ahrw-Hönning. — β. kränkeln Bergh-Königshv. — γ. langsam gehen, zögern Saarbr-Völkl, Wippf; de quetsch on qu. weiss die Worte nicht herauszubringen, arbeitet langsam Sieg. — δ. -i- arbeiten, in der Kundenspr. Bitb-Speicher. — ε. absol. u. sich qu., bis in die Nacht arbeiten Waldbr-Morsb, Dür-Heistern; sich net qu. gemütlich arbeiten Wittl-Binsf. — d. sich qu., sich heimlich fortmachen Bitb-Ernzen, Daun-Tettschd. — Abl.: die Quetscherei, dat Gequetsch.