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 RhWB quer (Bd. 6, Sp. 1328)   ElsWB zwërch (Bd. 2, Sp. 927a) 
  PfWB  PfWB  ElsWB  LothWB quer mhd.  Lexer quër,  Lexer quërch,  Lexer twër,  Lexer twërc, twërch ist im Rhein. über quers > gwē(r), –- in NSaarbg, Trier, WWittl, Bitb, WDaun, Prüm, SMalm entwickelt [Prüm auch -ęrĭχ]; dann tritt im Rip, SNfrk aus dem Nhd. in rein sinnl. Bed. ‘eine grade Linie kreuzend’ kwr, –ə-, –ēə-, –īə-, während hier in übertr. Bed. (‘wirr durcheinanderliegend, nicht richtig, geistig verwirrt, querköpfig’) die alte Bildung wers > w(r), –ēə-, –ēə-, –īə- gilt, meist tsə (tə) w. u. in Sieg tsənt w. [nur in der Selfk en't w. legge ‘quer liegen’ hat w. die sinnl. Bed.; du has de Klompe w. an nicht richtig, verwechselt MGladb, Erk]; im übrigen Geb. herrscht gwēr u. für Bed. 1 veralt. im Rhfrk fərgwr, lebendig für Bed. 2 u. tswrχ (veralt. für Bed. 1, lebendig Bed. 2); so auch an der Saar, im Hochw u. an der Mos von Trier (Stdt auch qwr) an, in May, Daun, Westerw (nicht kurköln. Neuw) tswr(ĭ)χ (uMos -χs); Siegld, Altk (Sieg), Waldbr, Gummb-Homburgisch, Lennep - Dabringhsn tswər; Gummb-Schwarzenbergisch twę; Wippf -ī-; Remschd, Wermelsk (u. kwa) twǫ; Lennep-Ronsd, Barm, Elbf -a-; Mettm, Sol, Ess -ę- [Sol-Burschd tsw-]; n. Ruhr u. lrhn. von Norden nach Süden bis zur Ürding-L. twas (dw-), -ars, –ar (Rees-Haldern kwas] u. an der Süd-Grenze bis Kemp u. Heinsb-Karken 1880 twęr, –ə-, –ęrs [kwēər Kemp-SPeter] [wars- in Zs.]; hier sind nur die Formen mit qu- behandelt; im übrigen s. wers, zwerch, zwers Adv.: 1. wie nhd.; qu. derdurch gohn (fahre); qu. ege (eggen); de Strich geht qu. durch et ganze Blatt; qu. erüvver der Länge nach rechtwinklig; do geht alles kreuz on qu. (mehr de Qu.) Rip, Allg.; gitsch on qu. Kemp. RA.: De kann de Spargele qu. freəte mit seinem grossen Munde Kref, Köln-Brühl. De gakst wie en Hohn, dat en Ei quersch stechen hot SWEif. Et hät sich

[Bd. 6, Sp. 1329]
secher ene qu. gesatz (ein Furz) bei Leibweh Rheinb-Stotzh; er geht schon zum Arzte, wonn him e Fost (Fist, Furz) qu. setzt wenn er sich ein wenig unpässlich fühlt WEif. Mer muss sech net qu. an de Weg legen nicht immer widersprechen Prüm; ech woll mech net qu. l. Widerstand leisten Köln, Bergh. Dot geht (kömmt) mech qu. gegen den Strich, sehr ungelegen; dot es em qu. gegonge nicht nach seinem Wunsche, misslungen Erk-Elmpt, Allg.; wat qu. nehmen verübeln Elbf, nach dem Nhd. Verbr. — 2. übertr. (nur für quersch des WMosfrk u. twersch (Berg), twars Klevld); das Rip u. SNfrk hat hierfür ze(te)wersch). a. verkehrt, in Unordnung, im Wege stehend; fehl gehend; on der Maschin os jet (ze) qu.; dem Übelgelaunten os alles (ze) qu.; et leit alles (ze) qu. wirr durcheinander Prüm, WEif. — b. Adj. widerstrebend, eigensinnig, verkehrt in Ansicht u. Benehmen, zornig, aufgebracht; e quersche Kerl (Hond); quersche Oge machen. Zu Besch (Kr. Saarbg) sen se quersch Neckspr.

 

  PfWB  LothWB  RhWB  RhWB zwërch [tswarχ Ruf. Illk.; tswarìχ Dü. K. Z.; tswærχ, älter tswærχs Str.] 1. Adj. u. in Zss. quer. E zwërich Hand eine Handbreite K. Z.; zwërichhandebreit Hf. ‘lenger denne über einen zwerchtumen’ Str. 14. Jh. Brucker 292. ‘vnd lassen den schleier kaum zween zwerch finger von dem kien hangen’ Geiler 4. Narr Kloster. Zss. Zwërchhand, –leiter. 2. Adv. Das Ding lijt z. Dü. Gen.-Adv. ‘Merr zeiht, in de drey höchste Namme, si (die Weidenruten)

[Bd. 2, Sp. 927b]
zwergs im Kind durchs Muul’ Pfm. III 4. — Basel 330. Bayer. 2, 1182.