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 RhWB Quatemper (Bd. 6, Sp. 1305)   ElsWB Fraüfast (Bd. 1, Sp. 154a) 
  PfWB Quatemper das aus der kath. Kirchenspr. stammende Wort (quatuor tempora) ist in den kath. Geb. heimisch, u. zwar Rhfrk, Mosfrk -adęmbər; Rip -tęmpər, -pəl u. -atərtęmpəl [-adər- SiegODollend; -atərtęmpər Monsch, Dür, Bergh, Köln; -atəltęmpəl Aach]; Berg -atəntęmbər [-ǫtəntęmpəl Remschd]; SNfrk, Klevld -atərtęmp [-atərtęmpər Heinsb-Saeffelen; -tęmpəl Kirchhv] m.: Abstinenztage (Mittwoch, Freitag, Samstag), die jedesmal am Anfange der vier Jahreszeiten zu halten sind; hüt es et Qu., hüt dörft mer mar emol Flesch eəte; op Qu. SNfrk, Allg. — Wetterregeln. Wo de Wengk (Wind) Qu. sech sett (setzt) on enen Dag drop sech hält, do es he dat gonze Joəhr gestellt Geld-Leuth; wo sech möt Qu. de W. sett, dräht he e Verdel Joəhr de Knoppsock her ebd.; wo de W. de örschte Dengsdag (Dienstag) no Qu. steht, do blif e och noch e Vierdel Johr stonn Dür, Köln, Kemp. Om Qu. sönd de Äppel rip Kref-Fischeln, Geilk-Gangelt, Düss-Benr. Eas eam Herbscht der Qu. heihch (hoch), dann eas der Grombierepreis nidderig Merz-Nunk. Den fruhge (frühe) Rogg es Qu.rogg Klev-Asperden. — Volksgl. An den Qu.tagen im September u. Dezember darf man keinen Honig gewinnen, er würde sonst sauer werden Bitb. Op Qu. darf man nachts nicht über einen Kreuzweg gehen, sonst würde man behext Eup. — RA.: Kermes op der Stross (för de Dör) on Qu. em Hus (om Desch, en de Stall)! oben hui, unten pfui Rip, SNfrk, May-NMendig. Se wellt all Qu. ne neuen Hot han das gefallsüchtige Weib Schleid-Glehn.

 

  PfWB  LothWB  RhWB Fraüfast, Fronfast [Fràifàt Hi. Su. Ruf.; Fròifàt Dü.; Frûfàt Bisch.; Frnfàt K.; Fryùnfàt M.] f. Fronfasten, Quatember. Steʰt d F. hoch (d. h. gegen Ende des Monats), sa gilt d Frucht e nëtteⁿ Pris, steʰt si awer nider, sa gilt d Frucht

[Bd. 1, Sp. 154b]
nit vil Dü. ’zu fronfasten’ Str. 15. Jh. Brucker 242. ‘Fronfast Quatre temps’ Martin Coll. 135. Die vor der Zeit Gestorbenen (Erstochenen, Erhenkten u. s. w.) ‘die lauffen allermeist in den fronfasten und vorauß in der fronfasten vor weinnachten das ist die heiligest Zeit .. Also redt der gemein man darvon’ Geiler Em. 38. Daher stehen wohl auch die in den Fronfasten geborenen Kinder mit den Geistern, Hexen u. s. w. in Zusammenhang. Aberglaube: [ti Fryùn fàtəkhein sn tr Tèifl ù tr Wįt Wind M.] Über das Fronfastentier und die Fronfastenkinder s. Stöber Sagen I 37 f. Über Gebräuche in der Fronfasten s. JB. VI 166. — Schweiz. 1, 1113.