PfWB pucken das Wort, im Ablaut zu picken, s. auch nucken, ist nur vereinzelt bezeugt; Abl. sind dagegen geschlossen belegt schw.: 1. -uk-, –ug- stossen; einen p., mit geballter Faust, mit dem Ellenbogen, einem Stab puffen Siegld-Netphen (sonst Siegld pungen). — 2. übertr. a. -ø- stochern Klev-Stdt. — b. -u- küssen Eup-Raeren (veralt.); -o- Geld-Kevelaer (s. Wk. VI 25 u. bützen zu Butz ‘Stoss’). — c. -y- trinken Aach-Merkst. — Abl.: die Puckerei, dat Gepuck(s). | | pucken schw.: 'stoßen'; de Klicker pocke (pǫgə) [ KB-Stett]; ufs Aai pocke [ KB-Harxh]; vgl. PfWB Puckei. RhWB Rhein. VI 1158. | | PfWB tucken II das Wort, mit tacken, ticken zu vergleichen (nhd. zucken, mndl. tucken, nndl. tokkeln), ist verbr. als tugə Rhfrk in Simm, Saarbr; Mosfrk -o- in Saarl, Merz-Mondrf, Saarbg-Winchering, Trier-Fell Mehring (-u-), Bernk, Zell (-u-), Wittl-Cröv Meerf, Bitb, Prüm (-u- Balesf Wawern) u. anschl. Rip in Malm-Meyerode Vith; -uk- Berg n. Benr. L. u. Ess, Duisbg, Rees; dann noch vereinz. -og- Neuw-Dierd, Altk-Bachenbg; -ok- Geilk-Baesw; in der Bed. je nach Geb. verschieden schw.: 1.a. Gegenstände t., gegeneinanderstossen, dass es schallt (u. sie beschädigt werden), z. B. Gläser, Eier; de Eier sen getockt; auch anstossen mit Gläsern beim Zutrinken Saarl. Merz (s. o.). — Im bes. Ostereier t., kippen [Bd. 8, Sp. 1428]
Verbr. nach Wk. IV 15 in Simm, Zell-Sohren, Saarbr, Bernk, Malm-Meyerode Vith. — Im Klickersp.: die Kl. stehen auf einem senkrechten Strich; vom Mal aus wird auf diese mit einer Kugel geworfen; trifft die Kugel nicht, so muss der Spieler einen Kl. hinzusetzen; hat er getroffen, so darf er alle Kl. nehmen, die sich unterhalb des getroffenen Kl.s befinden; oder die Kl. sind in einem Kreis eingesetzt; auf diese lässt der Spieler im Stehen seinen Kl. fallen; den er trifft, ist sein; oder den Kl. gegen eine Wand werfen, dass er zurückschnellt u. schon etwa daliegende Kl. trifft; ich han de Klickert getuckt, — han dich get.; man nennt das Spiel auch Tuckches Saarbr. — b. etwas t., stampfen, etwa Kartoffeln Prüm. — c. etwas t., eintauchen, eindrücken, etwa Wäsche in den Waschkessel Prüm. Malm. — d. tock es, of dau noch do bas! fühl mal, zu einem Aufschneider gesagt Wittl-Meerf; tock, t., wen as do? fragt im Spiel der ‘Vogelverkäufer’ ein Kind Bitb-NWeis. — e.α. einen, sich t., stossen, knuffen; er es mol getuckt wor; dau kriest än getuckt; ich hon mich betuckt Simm-Schlierschd, Saar (s. o.), Bitb, Prüm, Geilk-Baesw, Ess, Rees; sich t., mit den Köpfen aneinanderstossen, im Spiel Bitb, Prüm; dau musst t. abschlagen im Nachlaufespiel Prüm-Balesf; de Fenger tuckt der eiternde Finger klopft Ess, Rees. — β. einen t., gewaltsam niederdrücken, bei einer Rauferei Prüm. — 2.a. etwas t., schnell mit einigen Nadelstichen etwas (etwa ein Loch im Kleide) zusammenziehen, unordentl. nähen, stricken; wat met der Noul (Nadel) tosamment.; an wat erümt. Berg n. der Benr. L., Ruhr. — b. Garn, Haare t., inēnt., verwirren, verschlingen; getuckt Garn ebd. — 3.a. tu- tauchen Heinsb-Karken. — b. -o- kränkeln Neuw-Dierd, Altk-Bachenbg. — c. getockt gohn vorgebeugt gehen Prüm. — Abl.: die Tuckerei, dat Getuck(s). |
| Im Wörterbuch eingetragene Verweise | | | pucken PfWB | | Automatisch erzeugte Querverweise | | | pocken PfWB ·Puck-ei PfWB |
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