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 RhWB pucken (Bd. 6, Sp. 1158)   PfWB pucken (Bd. 1, Sp. 1326)   RhWB tucken II (Bd. 8, Sp. 1427) 
  PfWB pucken das Wort, im Ablaut zu picken, s. auch nucken, ist nur vereinzelt bezeugt; Abl. sind dagegen geschlossen belegt schw.: 1. -uk-, –ug- stossen; einen p., mit geballter Faust, mit dem Ellenbogen, einem Stab puffen Siegld-Netphen (sonst Siegld pungen). — 2. übertr. a. -ø- stochern Klev-Stdt. — b. -u- küssen Eup-Raeren (veralt.); -o- Geld-Kevelaer (s. Wk. VI 25 u. bützen zu Butz ‘Stoss’). — c. -y- trinken Aach-Merkst. — Abl.: die Puckerei, dat Gepuck(s).

 

   pucken schw.: 'stoßen'; de Klicker pocke (pǫgə) [ KB-Stett]; ufs Aai pocke [ KB-Harxh]; vgl. PfWB Puckei. RhWB Rhein. VI 1158.

 

  PfWB tucken II das Wort, mit tacken, ticken zu vergleichen (nhd. zucken, mndl. tucken, nndl. tokkeln), ist verbr. als tugə Rhfrk in Simm, Saarbr; Mosfrk -o- in Saarl, Merz-Mondrf, Saarbg-Winchering, Trier-Fell Mehring (-u-), Bernk, Zell (-u-), Wittl-Cröv Meerf, Bitb, Prüm (-u- Balesf Wawern) u. anschl. Rip in Malm-Meyerode Vith; -uk- Berg n. Benr. L. u. Ess, Duisbg, Rees; dann noch vereinz. -og- Neuw-Dierd, Altk-Bachenbg; -ok- Geilk-Baesw; in der Bed. je nach Geb. verschieden schw.: 1.a. Gegenstände t., gegeneinanderstossen, dass es schallt (u. sie beschädigt werden), z. B. Gläser, Eier; de Eier sen getockt; auch anstossen mit Gläsern beim Zutrinken Saarl. Merz (s. o.). — Im bes. Ostereier t., kippen

[Bd. 8, Sp. 1428]
Verbr. nach Wk. IV 15 in Simm, Zell-Sohren, Saarbr, Bernk, Malm-Meyerode Vith. — Im Klickersp.: die Kl. stehen auf einem senkrechten Strich; vom Mal aus wird auf diese mit einer Kugel geworfen; trifft die Kugel nicht, so muss der Spieler einen Kl. hinzusetzen; hat er getroffen, so darf er alle Kl. nehmen, die sich unterhalb des getroffenen Kl.s befinden; oder die Kl. sind in einem Kreis eingesetzt; auf diese lässt der Spieler im Stehen seinen Kl. fallen; den er trifft, ist sein; oder den Kl. gegen eine Wand werfen, dass er zurückschnellt u. schon etwa daliegende Kl. trifft; ich han de Klickert getuckt, — han dich get.; man nennt das Spiel auch Tuckches Saarbr. — b. etwas t., stampfen, etwa Kartoffeln Prüm. — c. etwas t., eintauchen, eindrücken, etwa Wäsche in den Waschkessel Prüm. Malm. — d. tock es, of dau noch do bas! fühl mal, zu einem Aufschneider gesagt Wittl-Meerf; tock, t., wen as do? fragt im Spiel der ‘Vogelverkäufer’ ein Kind Bitb-NWeis. — e.α. einen, sich t., stossen, knuffen; er es mol getuckt wor; dau kriest än getuckt; ich hon mich betuckt Simm-Schlierschd, Saar (s. o.), Bitb, Prüm, Geilk-Baesw, Ess, Rees; sich t., mit den Köpfen aneinanderstossen, im Spiel Bitb, Prüm; dau musst t. abschlagen im Nachlaufespiel Prüm-Balesf; de Fenger tuckt der eiternde Finger klopft Ess, Rees. — β. einen t., gewaltsam niederdrücken, bei einer Rauferei Prüm. — 2.a. etwas t., schnell mit einigen Nadelstichen etwas (etwa ein Loch im Kleide) zusammenziehen, unordentl. nähen, stricken; wat met der Noul (Nadel) tosamment.; an wat erümt. Berg n. der Benr. L., Ruhr. — b. Garn, Haare t., inēnt., verwirren, verschlingen; getuckt Garn ebd. — 3.a. tu- tauchen Heinsb-Karken. — b. -o- kränkeln Neuw-Dierd, Altk-Bachenbg. — c. getockt gohn vorgebeugt gehen Prüm. — Abl.: die Tuckerei, dat Getuck(s).