Pott-asche (s. S.) Berg, Eusk-Lechenich (veralt.) f.: 1. Holzkohlenasche, beim Bäuchen (s. d.) der Wäsche gebraucht; die Holzasche wurde in eine Bükting (Bauchzeine) geschüttet, in der unten Löcher sich befanden, durch die das auf die Asche geschüttete Wasser schmutzig wieder herauskam; dies W. wurde nun in eisernen Pötten gekocht so lang, bis kein Wasser mehr drin war; unten im Pott auf dem Boden setzte sich dann die P. — 2. Fluchasche Rees-Blumenkamp. | | Pottasch-brenner m.: 'wer berufsmäßig Pottasche brennt'. 1657 bittet Lorenz Rosenzweig, ein Pottasch- und Harzbrenner aus Hagenau, den Rat der Stadt Kaiserslautern, ihn hier wohnen zu lassen, um sein Gewerbe auszuüben [Küchler 226]. 1707 beschwert sich der Rat von Kaiserslautern beim Oberamt darüber, daß der Oberförster zum großen Schaden des Waldes den Pottaschbrennern ganze Walddistrikte abzuhauen erlaube [ebd. 546]. 1718 wurde den Pottaschbrennern Compter und Stephany gegen 100 Gulden erlaubt, Pottasche im Wald zu brennen; ihnen wurde aber befohlen, nur Lageholz zu benutzen, das sie für 1 Gulden 24 Kreuzer je Zentner kaufen konnten [ebd. 566]. 1779 wurde das Pottaschesieden streng verboten [ebd. 738]. Der Beruf des P. wird noch im 18. Jh. in zahlreichen Eintragungen der Kirchenbücher von Orten des pfälzischen Waldgebietes genannt. |
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