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 RhWB Pfirsich- (Bd. 6, Sp. 757)   PfWB Pfirsich (Bd. 1, Sp. 848) 
  PfWB  ElsWB  LothWB Pfirsich- in der Zs. -ə-, –ələ-, –kə(n)- wie –baum- –bole, –kern, –stein wie nhd.; dazu

 

  Pfirsich m.: 'die Frucht malum persicum'; zur Verbr. s. K. 42. Echt mundartl. Formen finden sich in Gegenden, wo der Pfirsichbaum heimisch ist, also durchweg in der VPf: Persching (päriŋ) und Parsching (pariŋ), außerdem im Westteil der NWPf und in der SWPf: Persch (pär) und Parsch (par), und in der lothr. SWPf: Perscht (pärd). In dem dazwischenliegenden Gebiet, wo der Pfirsichbaum nur mancherorts gepflanzt wird, herrscht Wechsel: die in den Tälern des östlichen Pfälzerwaldes liegenden Orte haben die Form Persching (auf der Karte noch zu dem Persching-Gebiet geschlagen); der Hauptteil der WPf zeigt neben Persching und Perschich die unter dem Einfluß der Schriftsprache gebildeten Formen Persich, Pfersich, Pirsich, Firsich und sogar Pfirsich. Die der Schriftsprache nachgebildeten Formen sind bes. unter der jüngeren Gener. anzutreffen (vgl. Höh 82). Von den Auslandspfälzern gebrauchen die Pennsylvanier und die Donaupfälzer die Form Persching (päriŋ); den Galizien- und Buchenlandpfälzern war das Wort unbekannt, allenfalls verwendeten sie die schriftdeutsche Form. — Es gibt frihe und späde P.; eine besonders gute Sorte sind die Ellerstädter P. (Ellerstadt im Kr. NW). Zs. Einmach-, Eßpfir-

[Bd. 1, Sp. 849]

[Bd. 1, Sp. 851]
PfWB sich. RA.: Wann ich emol Persching eß, kannscht die Stää (Steine) hawe [BZ-Rohrb u. Umg.]. — Zur Etym.: Das Wort kommt von mlat. persica, mhd. phersich; e wurde vor r zu ä, in manchen Fällen (Parsching, Parsch) zu a gesenkt; s wurde vor r zu , wie in Hersche 'Hirse', Ferscht 'Ferse', Merschel 'Mörser'; -ing ist aus -ich entstanden (in Analogie zu Wersching 'Wirsing', Penning 'Pfennig' u. ä.). Die Form Persch ist eine Verkürzung und Zusammenziehung aus Perschich, Perschisch; -t in Perscht ist sekundär angetreten wie in Obscht 'Obst', annerscht 'anders' u. a. — RhWB Rhein. VI 756ff.; LothWB Lothr. 37 Persch; ElsWB Els. II 139; Bad. I 204/05; Hess.-Nass. II 613.