Pfingst-baum (s. S.) Verbr. bes. Bernk, Koch, Daun, Berg m.: der Pf.baum wird von den Burschen, je einer am Aus- u. Eingang des Dorfes gesetzt, beiderseits des Weges haushohe Tannen mit Bändern u. Fähnchen geschmückt; hunderte von Eierschalen hängen kettenförmig im Bogen von Ast zu Ast, in der Mitte zwischen beiden Pf.bäumen ist an einer Eierguirlande eine bunte Papierkrone angebracht (so in Bernk-Cleinich); am Nachmittag des Pf.montags ruft Trommelschlag die Burschen wieder zusammen; die Hüte mit Maien geschmückt, ziehen sie von Haus zu H., um Eier, Speck oder kleine Geldstücke zu sammeln, singend: Weil (jetzt) komme mer och an dise Hof; schläft der Koch, su wecke mer en doch, düstro, gren eas de Mai! (usf.); haben die Burschen ihren Rundgang beendet, so begeben sie sich zu den Pf.bäumen, vor denen sich inzwischen fast das ganze Dorf versammelt hat; unter allgemeinem Jubel werden nun die Pf.bäume ausgeworfen u. versteigert; der Erlös u. das schon vorher [Bd. 6, Sp. 751]
gesammelte Geld liefern das notwendige Getränk im nahen Wirtshaus zu den Eierkuchen, die aus den gesammelten Eiern bereitet werden (so Koch). | | Pfingst-baum m.: Die Sitte des Pfingstbaumsetzens wurde in der Westpfalz noch um 1930 geübt, so in KU-Hefw Cronbg Bistschd KL-Wörsb Heimkch Morb; in KU-Kaulb bestand der Brauch bis etwa 1870, in KU-Rutsw/L bis 1890. In der Nacht zum Pfingstsonntag wurde eine bis auf den Gipfelbusch entästete und geschälte Tanne mit einem Kranz und bunten Bändern geschmückt und auf einem freien Platz oder vor dem Wirtshaus aufgestellt. In KU-Hefw setzten die großen Burschen einen großen, die halbwüchsigen einen kleinen P. In KU-Cronbg tanzte man an den Pfingsttagen unter dem P. In den pfälzischen Siedlungen Galiziens wurden am Pfingstsamstag die Häuser innen und außen mit Birkenzweigen und -ästen (auch kleinen Birkenbäumchen) geschmückt. Die Burschen stellten ihren Mädchen in der Nacht heimlich ein Birkenbäumchen vor die Haustür (s. PfWB Maibaum). — RhWB Rhein. VI 750/51; Hess.-Nass. II 607. | | teller-gleichen Adj.: = PfWB tellereben. Der Acker es dellergleiche (-glaiχə) [ RO-Als]. — Zum Grundw. vgl. PfWB gleichen, eine Adjektivbildung wie PfWB birken, PfWB irden. — Südhess. I 1465; RhWB Rhein. VIII 1132. |
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