PfWB Pfeifen-gesteck Simm-Laub n.: verächtl. langer, hagerer Mensch (so lang wie eine l. Pfeife). | | Gschirr [Kîr S.; Kìr u. Ker O. U.; Kær Wh.; Pl., wo er vorkommt, –ər Dü. K. Z.; Demin. –lə S. O., Kìrli Dessenh., Kerl U.] n. Geschirr. 1. Küchengerät. ‘Häfen vnd ander geschier’ Geiler Narr. 81 Kloster. Zss. Gschirrschaft, –wasser; gew. Sammelname für Handwerksgerät der Maurer, Ackerbauer, Winzer usw. Vgl. Schiff 1. 2. Geschirr der Zugtiere. s Ross leit siʰ guet ins G. zieht ruhig, nicht ruckweise an Dü. Rda. Eineⁿ i(n) s G. nëʰmeⁿ U., im G. han Str. jem. uzen, verspotten. Er het mⁱr gsat, er het dr Eiffelturm vom Münster gsëʰn, glaubs du dis? — Jo, der het dich ins G. genummeⁿ! Str. ‘Ich wurr jetz öffetli noch gar in's Gschirr genumme’ Kettner Mais. 69. Sich ins G. leieⁿ tüchtig arbeiten Dü. Er hets im doppelteⁿ G. er hat zwei Eisen im Feuer Str. 3. insbes. Milchgefäss von etwa 1 Liter Inhalt Tagolsh. Altk. Thann. Unsri Kuej het nur drei G. Milich im Taj Dü. 4. Iron. E schöns G. Hf., e dumms G. Saarunion, e alts G. Dü. ein hässliches, dummes, altes Frauenzimmer. Dis alt G.! Str. ‘E dumms fûls Gschirr’ CS. 45. ‘Sei still, einfälti's Gschirr! zum vorwitzigen Dienstmädchen Str. Wibble Wibble = Strossburjer Wibble (von Karl Bernhard) 1. Bdch. Strassburg 1856. 30. Demin. Gschirrle n. O. 1. Geschirr für eine Kinderküche Su.; Pl. ebenso U. 2. Waschbecken Katzent. 3. vorderer Teil des Pfluges (2 Räder und Achse) Hi. 4. Rechen an der Sense, zum Zusammenhalten des Getreides Hi. 5. Hülse zur Aufnahme des Wetzsteins Ensish. 6. künstliches Glied (Hand, Arm) als Ersatz für ein abgenommenes Obsteinbr. 7. Ledervorrichtung zum Schutz der gebärenden Kuh Obsteinbr. — S. Swz. 2, 319. Basel 150. Bayer. 2, 457. Hess. 351. |
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