PfWB ElsWB nieden: 1. Adv. a. nīdən unten; elo n. da unten; de Sonn gäht ze n. Bitb-Ehlenz NWeis, doch nur noch von einzelnen alten Leuten gebraucht; nērə do dort n. Siegld, ebenfalls sehr selten. — b. nidə(n), nur in der Verb. he n. hier auf der Erde, im Gegens. zu ovven em Himmel Sieg. — 2. Adj. in der Verbr. im Anschluss ans Westf. nijə Dür das Eingangstürchen im grossen Scheunentor, Hintertüre Ess-Überruhr; niən D. Rees-Bislich, Mörs-Hochstrass, Siegld. | | PfWB RhWB nideⁿ [nétə Fisl. Strüth Obbruck Steinb. M.; netə Roppenzw. K. Z. AEckend. Prinzh. Zinsw. Rothb. Lohr Büst Altw. Wh. Dehli.] Adv. unten; meist nur nach voraufgehendem do, unbetont de oder d: do nideⁿ, da unten, hier unten K. Z. Lohr Dehli. Wü siʰts us donideⁿ, kumms bald heruf? Dunzenh. Jetz blis de mⁱr awer denideⁿ un kumms mⁱr nimmehr heruf Altw. Date-n-is s Wasˢer wider gaunz dnideⁿ der Wasserstand (der Zorn) ist augenblicklich wieder sehr tief Geud. Geh hina un mach s Tʰor uf, s ist iemeⁿs dnideⁿ Brum. Dnideⁿ is wärmer aˡs do oweⁿ Rothb. Dört nideⁿ dort unten Obbruck Hipsh. K. Z. Prinzh. Zinsw. ‘dort niden an dem Reine’ Fisch. Garg. 71. — Schweiz. 4, 669. Bayer. 1, 1727. | | Lexer FindeB nidene , niden adv. ahd. nidana Graff 2,993 fg. vgl. Gr. 3,208. unten. in einer rîchen bürge nidene bî dem Rîne Nib. Z. 4,1 4 . guldîner schellen hieng eʒ vol niden an dem ende Wigal. 10390. obene unde nidene Lampr. Al. 6782 (so citiert Gr. 3,208 ). maneger oben unde niden reit in manegeʒ fremde lant Suchenw. 12,44, wo man schwanken kann, ob oben unde niden von dem orte ( in Ober- und Unterösterreich ) zu verstehen sei, oder vom range ( hohe und niedere ), wie das glossar annimmt; ich glaube ersteres, und ebenso auch in der folgenden stelle: er begert nihts denn wandern von einer zuo der andern, hiute abe, morgen ouf, alsô stêt sîns herzen louf, darnâch niden, fürbaʒ oben Hätzlerin 2,3,153. — besonders oft verbunden mit hie. dar ûf ( auf den Libanon ) sal ich aleine gân, du muost hie nidene bestân und maht mir niht gevolgen nâ Pass. K. 412,28. namentlich zur bezeichnung des irdischen lebens im gegensatze zum himmel. si sâhen ouf ze himele unde sprâchen 'herre, hôre uns hie nidene' Exod. Diemer 138,21. daʒ si stê an dem himele unde wurke hie nidene diu werc elliu besunder Hahn ged. 11,52. do santer ein eingil voni himili, der kuntiʒ deri vrowin hinidini Diemer 123,2. der gewalt hât der himele und der erde hie niedene das. 144,18. alle habt ir wol vernomen, waʒ er hie niden hât erliten warnung 3501. — ûf daʒ röckel er ir trat dâ niden bî dem soume Nith. 41, 3. — verbunden mit bî, unterhalb. di gâben sint poben den menschelîchen tugenden und sint bîniden den gotlîchen tuginden in eime mittele myst. 182,6 benidene ûf andir sît der Wîʒlin Jerosch. Pf. 52. d. von den liuten, di ir beider gevorin sîn binidin unde pobin mühlh. rechtb. 47,32. wenn es aber ebenda 53,15 heisst: er sal iʒ kunt tun mit den nakibûren zweyn binidume unde pobume und 53,30: er sal iʒ kundigen sînin nâkibûrin binideumi unde pobime, so halte ich dies für zusammengezogen aus bî nide ime (vmi für ime schreibt die hs. gewöhnlich ), und sehe darin eine weitere bestätigung für das ursprüngliche dagewesensein einer form nide parallel dem adv. obe, s. nide. |
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