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| RhWB Moz (Bd. 5, Sp. 1317) | PfWB Mutsch (Bd. 4, Sp. 1487) | |||||||||||||||||||||||
1. 'kleines Gebäck aus Teigresten, kleines Brot', Mutsch [vereinzelt SWPf], Mitsch [IB-Bliesmg/Bolch, unteres Bliestal], Mitschl Dim. [ Don-Alexhs Lovrin]; vgl. PfWB Apfelmutsch. a. 1560: 16 mytschen oder weck den Zinßleuten gegeben [KSchArch. Gültbuch des Klosters Offenbach am Glan]. a. 1575, 1584: ein flesch mit wein und etliche mutschen in einem sack [Grimm Weist. V 683 (HB-Jägbg)]. a. 1592: anstat der mitschen vor brot ... 4 alb. [HornbSchR]. a. 1593: vor ein grossen gezeunten brotkorb, mütschen damit auß dem backhaus Inn den keller zutragen ... 6 alb. [ebd.]. a. 1599: ein paar Mitschen [StArch. KU-Wolfst (Stadtbuch)]. a. 1599: Idem Meher zwo mitzen vnd keeß [ebd.]. a. 1698: und Abends jedem 1 paar Mitsch, welches gewieße gebackene Brod waren, eins von 1½ Pfund [Lgb. 33a]. — 2. 'ungestaltetes Brot', Motsch [lothr. SWPf (Keiper Nachl.)]. — Die Herkunft und Zusammengehörigkeit der einzelnen Formen wie auch ihre Beziehung zu PfWB Mutzen2 sind unsicher. Die Formen Mutsch u. ä. sind sicherlich zu mhd. mutsche 'ein Brot von geringer Größe und Beschaffenheit' ( Lexer Lexer I 2250/51) zu stellen. Mitsch hingegen wird, wie auch rhein. ndl. Micke, als Entlehnung aus gallorom. micca, bzw. frz. miche 'Laib Brot' angesehen (FEW IV,2 76 Müller-Frings GermRom. 322/23). Wie jedoch historische Belege (Mütsche, Mytsche s. o.) zeigen, können die Mitsch-Formen auch aus Mütsch (mit entrundetem Umlaut) entstanden sein. — RhWB Rhein. V 1197; LothWB Lothr. 366; ElsWB Els. I 742; Luxemb. III 142 Metsch 'Semmel, Brötchen'; Schwäb. IV 1846 Mutschel; Schweiz. IV 599 Mutsch 3; DWB DWb. VI 2802.
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