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 RhWB mahnen (Bd. 5, Sp. 743)   PfWB mahnen (Bd. 4, Sp. 1123)   LothWB ge-mahnen (Bd. 1, Sp. 194b) 
  PfWB mahnen das Simpl. ist voll bezeugt Rip, Nfrk; im Rhfrk, Mosfrk steht mānə (meist in dieser dem Nhd. entlehnten Form, also selten --, –u-, –ū- eingelautet; doch uMos, May -a·n.; Zell-Liesenich, Koch vielfach -ǫ-; Koch-Calenborn, May-Rieden Volkesf, Aden-Hohenleimb Lederb Kempenich -ę-; May-Brenk --; Goar-OSpay Weiler, SNeuw -ǫ-; Altk-Derschen Emmerzhsn m(ə)n) selten nur in Bed. 1 a nach dem Nhd. [eine eigene Bed. s. 2]; in einheimischer lautl. Form besitzt das Rhfrk, WMosfrk gemahnen; die Lautform von m. im Rip, Nfrk ist -ān- [Rip -ā:-; Siegld, OAltk mān; NWAltk, kurköln. Neuw, Sieg-Ägid, NPrüm, Aden, Ahrw -a·n.-; Daun --, –ǫ-] schw. [Part. jəmant NBerg, SNfrk]: 1. einen m. a. am geläufigsten ist die Bed. ‘an Schulden erinnern, zum Zahlen auffordern’; ek häbb em all so döcks (oft) gemannt, ävver he schött (schüttet) genn Uəhr dənoə Kemp, Allg.; der Stürbott hät mech gemahnt (ze bezahle) Rip, Allg.; enen an sin Scholden (an et Betahlen) m. OBerg, Allg. (im Rhfrk, Mosfrk nach dem Nhd; mdl. sei Geld fordern; äne mol (an)stossen, stuppen, treden usf.). RA.: Lihne (leihen) mät Fründschaf, m. mät Feindschaf Köln-Stdt. De ni kömmt, de ni mahnt Geld-Kevelaer. St. Michel mahnt, St. Martin bezahlt (die Pacht) Malm-Bülling. Kall (rede) ens jet ongersch (anders), sät Pipesch (Schlöppke, Hannes), du wurd he gemannt Kemp, Heinsb. All, die mi van Geld spreken, mäut (möchte) ik liən (leiden), dat se Hals on Bein terbreken; all, die mi m., söllen verkrommen on verlahmen! Mettm-Haan. — b. warnen, bes. unartige Kinder, Burschen, Mädchen; all M. hölft neist bei de Quanten; on den Kennern muss mer emmer m. Prüm-Mürlenb 1860 (nach dem Nhd.; auch sonst möglich, aber Rhfrk, Mosfrk fast immer umschrieben: ich san der's im gure, — fir't letzte Mol; dat roden ich dir usf.; s. auch stören u. wardieren). De Auer (Uhr) hot gemonnt zum Schlagen ausgehoben Wittl-Monzel. — c. se gen gemoahnt das Brautpaar wird von der Kanzel aus zur Ehe verkündigt Bitb, Prüm (-ā:-). — d. einen an etwas (einen) erinnern; mann mech dran! Neuw-Asb; he mannt mek an si Vader er sieht seinem Vater ähnlich Elbf (diese Bed.

[Bd. 5, Sp. 744]
ist seltener). — 2.a. sich m. sich bemerkbar machen; dat klain Kend monnt sich Neuw-Urb Kirchd; ech han gerappelt, awer et mahnt sech käner; woröm mahnste dech net, wann ech dir rofe? Altk-Bachenbg Michelb. — b. et mahnt einen Simm-Bruschd, Bernk-Kempf, Wittl-Honth, Prüm-Ihren; -ū- Trier-Mehring; -a- May-Kehrig. α. es ahnt mir, ich sehe voraus, empfinde vor, meist ein Übel; et muhnt mich, wie wenn änen aus der Familij stirf; et mahnt mech neist Gots; et m. mich gar net gut.β. der Meinung, Ansicht sein; et mahnt mich, de Sach wir su on net annersch. — Abl.: die Mahnerei, dat Gemahn(s).

 

  mahnen schw.: wie schd., mahne [verbr., Müller Dietschw 49 Schneckenburger 17, 43], (mnə) [Christmann Kaulb 7 Mang 84 (KU-Rothsbg)]; vgl. PfWB er-, PfWB ver-, PfWB gemahnen. a. 1298: Werden wir danne gemanet, so hat vnser jeclicher mit einem perde vnd mit eime knechte zu Lutern in die stat leisten [OttbgUrkb. 216]. a. 1344: ob ich die vnderpant nit ensetzete zu dem zile, alse da vorgeschriben ist, vnd sie gemanet werdent [ebd. 426]. Südhess. IV 491; RhWB Rhein. V 743/44.

 

  ge-mahnen [-mánən Falk. Sbg. u. s.; –mnən Bo. — Ptc. gəmánt] v. mahnen. erinnern an etwas, vorkommen wie: gemahn mich dran! — Er gemahnt mich vil an sin Vater. I weiss gar nit, wie de mich gemansch (geläufige Phrase). Es gemahnt mich mich dünkt, es kommt mir vor. —  ElsWB els. 1, 687 gemane; lux. 137 gemunnen; mhd.  Lexer gemanen.