NRhWB Kümmel II das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk, Mosfrk kiməl, –i·m.- [kī- Simm, Meis, Birkf, Wend, hier u. da Trier-Ld, Bernk, Bitb; kimbəl Simm-Biebern; kēməl, –y-, –ø- Siegld; -o- Rheinb-Ludend; -u- Kref-Kierst Langst]; sonst ky·m.əl, –ø-; die -əl-Formen gelten auch im folg. Geb. wie sonst allg. für den Schnaps; die folg. älteren mdl. Formen gelten nur für die Pflanze u. deren Frucht; kīmən Bitb-Heilenb Kyllbgw Scharfbillig Wiersd; kīmər Trier-Kenn, Bitb-Idenh Sülm; -i- Ferschw Roth m.; ki·m.χən n. Seimerich; kīm f. (u. so die folg. Entsprechungen) Saarbg (-ē- Fellerich; -e·i.- Nittel Palzem), Trier, Bitb; ki·m. Prüm (-īə-Schwirzh), Daun, May, Aden, Ahrw, Schleid (-ī:- Baasem Nettersh; -e- Kall Mülh Sistig Udenbreth; -ø- Berg), MüEif; -e- Ahrw-Kirchsahr, Rheinb-Houverath Rodert, Eusk-Eschw; -ø- Eusk-Antw Commern Gymnich Langend Lechenich Merzenich Schwerfen, Rheinb-GrBüllesh Flamersh Palmersh Queckenbg Schweinh, Bo-Wesseling, Bergh-Balkhsn Bottenbr Brüggen, Dür-Bürvenich Disternich Ginnick Müddersh Muldenau Nörvenich; -y- Malm-Schönbg, Ahrw-Westum; -ȳ:- Köln-Stdt; gi·m. Ahrw-Bachem; -y- Berg, uWupp (aber ky·m.əl m. zweikörniger Weizen, triticum dioceum); -- Sol-Gräfr Stdt, Ruhr, n. Ruhr, Mörs-Orsoy [kumiŋ m. Klev-Wissel; komin Rees-Dornick] Sg. t.: 1.a. Kümmel, carum carvi, Pflanze u. Frucht, Wiesen-, Feld-, Perdsk. (willer K. Kerbel Simm); sek en Käsbotter schmeren un Kümm op den Käs duəhn; en Opgutt (Aufguss) van Wermuth, K. un Kamillen es gut för de Diər (Kühe) Gummb, Allg. RA.: Weiss un gesprekelt (gesprenkelt) wie K. un Salz Simm. Äm (einem) de K. reiwe; dem hon ich de K. gerieb einem das Kinn derb mit der Hand oder einem den rauhen Stoppelbart r.; ordentlich die Meinung sagen Rhfrk, Kobl, Siegld, — botze Kobl. — Im Kinderld. Am Himmel stihn de Stere [Bd. 4, Sp. 1718]
(Sterne), stihn de St. am H., em Gorde wächst K., w. K. em G.; de Bauern wollen uns (mer) warde, warden uns de B., die Deppe wolle me schauere, sch. mer de D.; Kesche (Kirschen) wolle mer plecke, pl. mer de Kesche bes owe aus de Feschte (First) Koch-Ulmen, Trier-Schleidw. — b. K.schnaps (hierfür stets die Formen auf -əl) u. ein Glas dieses Schnapses; enen K. drenken Allg.; e Kimmelchen Saarbr. Juppheidi, juppheida, es denn noch ken K. da? Juppheidi, juppheida, Schnaps es gott för de Kollera! Elbf. — 2. übertr. K. un Salz graues Futterzeug Simm. | | Kümmel-blättchen Aden n.: ein Kartenspiel. |
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