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 RhWB Krieg (Bd. 4, Sp. 1493)   LothWB Kriech (Bd. 1, Sp. 313a) 
 Krieg das Wort ist allg., u. zwar -īχ, –ēi-,

[Bd. 4, Sp. 1494]
-ī:-, –e·i.-, –ē:- [Geld, Klev -i-] Sg. u. Pl. [Pl. -jə MGladb] m.: 1. wie nhd. a. in militärischem Sinne; et git Kr.; Kr. führe; en de Kr. gohn; en de (nom) Kr. trecke (ziehen); em Kr. falle (blive, verbl.); der Kr. van sibbenzig gent de Franzuse Rip, Allg. RA.: Ech han Jöck (Jucken) am Zäbel (Säbel, Penis), et git Kr. Rheinb-Meckenh. Se (zu) Leg (Koch-Lieg) ger et Kr., se Lähr (Lahr) is et net wahr Simm-Mörz. A.: Et get wedder Kr. B.: Waröm? A.: De ös am Kugele mache er bohrt in der Nase Rheinb-Miel, Jül. A.: Et git Kr. B.: Allemol (natürlich) gir et Kr., sust misst mer jo aus de Dippe drinke (Wortsp. zwischen Krieg u. Krig Krüge) Simm-Horn. Der Kr. verzehrt, wat der Fridde beschert Köln-Stdt. De es och am Kr. net schold er ist nicht der Klügste, er ist harmlos, — ken Schold am Kr. Rip, SNfrk, Geld, Düss. In de Kr. legge de Hunder (Hühner) et mäst (meist) achteröm (hintenherum) wer im Weltkriege eine Gegenleistung machen konnte, bekam Eier Geld-Schravelen. Do sollste te Kr. goəhn! Ausdr. der Entrüstung, Verwunderung Erk-Rath. — Im Kinderld. Maikäəver (u. die Bezeichnungen für den Marienkäfer), fleg, mi Vadder es en der Kr., mi Modder es en Pommerland (u. andere Bezeichnungen), P. es afgebrangk, M., fleg! Geilk-Bauchem, Allg. Ech hätt ens e Kengke (Kindchen), dat goəf mech e Hängke (Händchen); dou satt ech mech an de Weg (Wiege), dou goəf et ene Kr., dou woər de Kr. ut, dou hott ech en decke Schnut (Mund) MGladb. — Kr. spille (dohn) unter Nachahmung des Kr. Rip, Allg. — Volksgl. Scheint das Nordlicht, erscheint ein Komet, so gibt es Kr. Allg.; wenn in dem Blättchen des Hafers der Buchstabe B zu sehen ist, gibt es Kr. Bergh; geht zu Anfang eines Kr. ein Komet auf, dann gewinnt der den Kr., der ihn heraufbeschwor; zeigt sich zu Anfang eines Kr. Sternschnuppenfall, dann verliert der den Kr., der ihn heraufbeschwor Schleid-Hellenth. — b. Streit, Zank, Hader im alltäglichen Leben; Kr. em Fridde; die han Kr. dodrüvver metenander Rip, Allg.; die häbbe jet Kr. häufig Zank Kemp; Kr. met enem üvver jet krige; Kr. mache (onger de Löck Leuten) Streit stiften; met enem em Kr. lige Rip, Allg. RA.: Op e Man (einen Mann) bleift de Kr. net leien (liegen) der Streit dehnt sich aus WBitb. Dau kres äwer bal de Kr. erklärt! die Leviten gelesen Bitb-Kyllbgw. De Lumpekrämer hon Kr. gesagt, wenn die Schneeflocken durch die Luft schwirren Saarl. Ne fule (gode) Kr. han ein bequemes Leben LRip. Da weren ich mom Herrgott noch Kr. krege! wenn ich das täte, ich dulde es nicht Schleid-Hellenth. De trecke se de Kr. op sie erteilen ihm einen scharfen Verweis Geld-Nieukerk. On öm de Kr., on öm de Kr. (wegen des Ehestreites) kriege ver nicks mih en de Weg (Wiege) MGladb-Hockst. — 2. übertr. Kr. va Mengsche sehr viel Volk Schleid-Hellenth.

[Bd. 4, Sp. 1495]

 

  Kriech [krîχ fast allg.; krèïχ Bo. D. Si.; grî Ri.; grig Ha.; griχ Ha. Rom.] m. Krieg: de ewich K. han im Hus stets Zank u. Streit im Haus Ri.