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 RhWB Koppel III (Bd. 4, Sp. 1235)   NRhWB Koppel III (Bd. 9, Sp. 1345) 
  NRhWB Koppel III -o-, –ǫ-, Pl. -əln, –ələ, –əlts f.: 1. -o- Baud, Strick zum Zusammenbinden zweier Tiere von Kopf zu Kopf, bes. der Zugtiere Saar, Trier, Hunsr; de Hönn (Hunde) gonnt an de K. MGladb. — 2. Zusammengebundenes. a. von Dingen. α. -o- halbmondartiges, kleinmaschiges Fischnetz von 50 cm Durchmesser an einer 1½ m langen Gabelstange, zum Fangen von kleinen Fischen, Kauzekäpp u. Grondeln Trier bis Kobl, Wittl, Bitb, Bo-Beuel. — β. -o- die Schlagkordel an der Peitsche Elbf. — γ. -ǫ- Faltenlage am Kleide Eup. — δ. -ǫ- Haselnüsse, zu mehreren an einem Stiele, z. B. ene Zweits-, Dreəts-, Vierk. Aach, Eup. — b. von lebenden Wesen. α. -o- zwei zusammengehörende, für ein Gespann sich eignende Ochsen; en hat zwu K.n Uəssen am (im) Gespan er besitzt zwei Paare, die er anspannen kann; doch sagt man von zwei zusammenpassenden

[Bd. 4, Sp. 1236]
Kühen, Pferden, geeignet im Gespann nebeneinander zu gehen, nie en K. Keh, Perd, sondern höchstens en Keh-, Perdsk.; aber man sagt: dat as en sching K., wenn die Kühe, Pferde gut für ein Gespann zusammenpassen; dann überhaupt ein Paar, zwei zusammengehörende oder –passende Tiere, etwa Schafe, Ferkel, auch zwei zusammenpassende Menschen, z. B. zwei Personen, nebeneinandergehend, um etwa gemeinschaftlich ein Fuhrwerk zu ziehen, oder ein Knabe u. ein Mädchen von gleicher Grösse u. Stärke oder ein erwachsener Jüngling u. Mädchen derart werden scherzh. en K. genannt; ein Brautpaar derart gilt als en sching K. ein dem äusseren Anschein nach hübsches Paar; dann im Sinne von Kameraden, Gesellen (oft verächtl.) Birkf, Trier, Wittl, Bitb, Prüm, Malm; bes. zwei nach Farbe, Grösse u. Rasse zusammenpassende Pferde für ein Zweigespann Monsch, Eup, Aach, Selfk. RA.: De as esu domm wie e K. Ochsen Allg., — siewe K.n O. Bitb-NWeis, — honnert K.n O. Trier-Welschbillig. Die K. mächt de Plug (de Fur Furche) die K. Ochsen ist stark genug zum Pflügen Prüm. — β. -ǫ- f. [m. Geld, Mörs, Klev] Schar, Herde, Trupp, Menge; en K. Feldhenne, Ente, Duve, Küh, Perd, Schoəp, Kenger (Kinder), Blage, Trabante, Derne (Mädchen) usf.; en ganze K.; de hät e gonz Köppelke Kenger Aach, SNfrk (nicht Grevbr, Neuss), Klevld; von Bäumen Klev; en hiel Köppelche Blar (Blätter); en K. Eier zwei Eier; en K. ein Schoppen Bier mit einem Schnaps Aach; en Köppelche Kinder eine grosse Zahl K. Köln-Stdt; de kann der en K. Donge (Butterbrote) verduwake (-tabaken) verzehren Siegld; op et Köppelke laupe zusammenlaufen Duisb. RA.: Son K. Weiter (Mädchen) ös en Dengen! macht Sorgen Kemp-Dülken. En gruəte K. Kenger ös der Sänge (Segen) en et Hus, ävvel se haute (halten) ene de Noppen van der Rock kosten viel Geld Selfk. Ne Bur treckt liever en K. Gas (Gänse) gruət wie en K. Frolle (Frauleute) Kemp-SHubert. Gej könnt beter en Dos met Flohje hüje (hüten) as ene K. jonge Frauwlüj Klev. De K. Küke tälle ergebnislos rechnen Heinsb. De süht ut (soət doə) wie en Ester (Elster) onger en K. Kroəhə (Krähen) MGladb, Kemp; he ös geliə (gelitten) wie en E. unger en K. Kroəhə Heinsb-Kirchhv; hei steht allein wie en Ül (Eule) töschen (zwischen) en K. Kräihən Mörs, Geld, Ess. — γ. -o-, dau Judd K. zu einem, der die Mütze unordentlich auf dem Kopfe sitzen hatte Trier-Stdt.

 

  RhWB Koppel III