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 RhWB knippen IV (Bd. 4, Sp. 948)   PfWB ab-knippen (Bd. 1, Sp. 47) 
 knippen IV das Wort, je nach Geb. in der Bed. unterschieden, -ip-, seltener -e- (dies bes. NBerg, Monsch, Aach), ist geschlossen verbr. n. einschl. Prüm-KlLangenf Neustrassbg Stadtkyll, Daun-Lissend Strotzbüsch, Aden, Ahrw, Süd-Grenze von kurköln. Neuw, Altk-Horhsn Wissen, Siegld bis einschl. Heinsb, Erk, Kemp, Geld-Capellen, Mörs-Neuk, Kref, Neuss, Düss, Ruhr [-ø- Daun-Lissend, Prüm-Stadtkyll, Schleid-Dahlem Eicks Holzh Glehn Lückerath Scheven, Eusk-Antw Billig Dirmerzh Friesh OGartzem Rheder Ülpenich Zülp, Rheinb-Arloff Cuchenh Flamersh GrBüllesh Meckenh

[Bd. 4, Sp. 949]
Schönau Strassf, Bo-Keldenich Pech Rösbg Volmershv Witterschlick; -ǫ- Schleid-Dreiborn Hellenth OReifferschd Sötenich Wollenbg, Aden-Kaltenborn; -a- Prüm-KlLangenf Neustrasbg]; südl. der Süd-Grenze vereinzelt -a- Wittl-GrLittgen Landschd, Trier-Wasserliesch; -e- Bernk-Malborn, Saarbg-Schoden, May-Kell; -i- Ottw-Neunk schw.: 1. intrans. a. unter einem knippenden Ton zerspringen, zerbrechen, knacken, bes. von Glas, steinernen Gefässen; ech huərt jet kn.; et Glas hät geknipp Rip, SNfrk (s. o.). Pann (Eisbahn) op; dat Is, dat knopp! Ruf beim Bahnschlagen Schleid-Sötenich. — b. et Für knippt (-e-, –ø-) knistert Schleid-Dahlem Glehn, Eusk-Ülpenich, Bo-Keldenich, Köln-Frechen, Bergh-Hüchelhv, Jül-Daubenr, Erk-Rickelr, Geld-Twisteden, Dinsl-Hiesf; -ǫ- Schleid-Hellenth. — 2. absol. u. trans. unter Schnellen, Drücken einen knickenden Ton hervorrufen, u. zwar a. mit dem unter die Daumenspitze untergelegten Zeigefinger gegen die Stirne oder Nase schnellen; de kann got kn.; he hät mech widder (an) de Stiərn geknipp Rip. — b. mit derselben Haltung der Finger den Klicker schnellen u. zwar -e- Bernk-Malborn, Saarbg-Schoden; -a- Trier-Wasserliesch, Wittl-Dreis Landschd, Prüm-Neustrassbg; -i-, –e-, –ǫ-, –ø- (s. o.) Malm, Schleid, Monsch, Eup, Aach, MGladb, Heinsb-Süsterseel, Dür-Froitzh, Köln; rrhn. Sieg, Wippf, Gummb, Düss-Stdt; -ī- Ahrw-Böling; -ibχəs sin Siegld; -ibχəs Neuw-Dierd; kn. e gen lang Bahn, — e gen Knöll — a gene Buschesteine; op Geld kn.; kn. öm ne Freiss Eup, Aach. Zurufe: Knippes oder boddekn.! es ist dann gestattet, den Kl. eines Gegners ausserhalb des Einsatzkreises zu treffen Malm-Mürring; knöppes! beim Treffschuss muss es laut knallen Schleid-Marmag; liegen zwei Kl. von Spielern so, dass sie von einem dritten Sp. zusammen getroffen werden, so muss dieser vorher knepp ene! rufen; hat aber einer der andern, ihm zuvorkommend, vorher fopp gene! gerufen, so gilt der Wurf nicht Schleid-Wildenbg; hat ein Mitspieler gerufen: römmes knebbes, so muss der Anprall der Klicker laut hörbar sein Kobl-SSebastian. — Im Geb. von Gummb, wo Knippstein (s. d.) für Klicker gilt, bedeutet knippschen klickern schlechthin. — RA.: Wohin gehst du? Antw.: En et Hohnerställchen, Kötteln (Kot) kn. Altk-Wissen. — c. Läuse, Flöhe kn., mit dem Zeigefinger oder Daumen zerdrücken Ottw-Neunk, Wittl-GrLittgen, Daun-Neroth Lissend OBetting, Aden-Kaltenborn, Prüm-Stadtkyll KlLangenf, Malm u. das gesamte LRip, MGladb, Erk, Heinsb-Dremmen, Kemp, Kref, Geld-Capellen, Mörs-Rheinbg, SNeuss, Grevbr, rrhn. Neuw (kurköln.), Siegld, Waldbr, Wippf, Sieg, MülhRh, Düss, MülhRuhr. RA.: Der os am Flüəh (Lüs) kn. sehr arm Schleid-Hellenth. Der hät sich su voll fresse, dat e sich en Fluh

[Bd. 4, Sp. 950]
om Buch kn. kann Bo-Witterschlick Allg. De kann ken Lus kn. so weichherzig, willenlos ist er Sieg. An us, an us kann kener tippen; us Flüəh, us Fl. konne mer selwer kn.! Waldbr-Holpe. Weə hät de mihschte Zitt füərm Duət, Reu on Led ze erwecke, de Fluh odder de Lus? De Fl., de wird iərsch gefribbelt on dann geknipp Sieg-ODollend. — d. mit Ostereiern kn., sie kippen, gegeneinanderstossen; lott ver ens tesame kn.! Verbr. nach Wk. IV 15 in MGladb-Mülfort Rheind, Erk-Elmpt Merbeck Rath (u. kepə), Düss-OLörick, MülhRuhr. — e. eine Nuss kn., knacken Schleid-Hellenth Marmag. — f. eine Karte (Billet) kn., durchlöchern Rip, Heinsb-Saeffelen Karken. — g. etwas kn., abschneiden, abreissen, z. B. Böm kn. beschneiden; de Uhre on dem Start (des Hundes) kn. kupieren; de Täng kn. kleinen Schweinen die Zähne abkneifen; de Hoəre kn. obenhin schneiden Erk-Elmpt; Hoden beim Kastrieren kn., abbinden; dürre Äste mit einem langen Haken vom Baume reissen May-Kell, Monsch-Witzerath, Rheinb-Meckenh Queckenbg, Gummb-Windhg; niederknallen Schleid-Hellenth. — h. -e- etwas mit langem Hebel, der Kneppe, langsam von der Stelle bewegen Mettm-Cronenbg; -i-, einen Wagen kn., dadurch fortbewegen, dass man mit der Brechstange unter ein Rad greift u. dieses stossweise fortdrückt, in der Bergmspr. Altk, Siegld; -i-, der Bingbom (Bindebaum auf der geladenen Holzkarre) wüərd geknippt, um damit die Kette festzumachen Gummb. — i. basteln, an Kleinigkeiten ohne handwerksmässige Vorbildung herumarbeiten Waldbr-Bettenhg, Sieg-Scheiderhöhe. — k. mit den Augen zwinkern Kobl-Vallendar, Sieg-Eitorf, Waldbr-Stdt Bettenhg, Gummb-Marienberghsn Nümbrecht, Jül-Linnich, Geilk-Würm Brachelen, Erk-Stdt, Grevbr-Wanlo, Neuss-Stdt Dormag (s. kneipen V). — l. ein(e) kn., eine Flasche, einen Schnaps trinken Rheinb-Meckenh MüEif. — m. -ib- langsam, ohne Appetit essen Sieg-Siegbg; -ǫp- knuspern, tüchtig essen Schleid-Hellenth. — n. -ǫ- tüchtig auswendig lernen ebd. — Abl.: die Knipperei, dat Geknipp(s), der Knipper.

 

   ab-knippen schw.:
1. 'abzwicken, abkneifen'; Knoschbe abknippe [ KU-Altkch]; vgl. PfWB abknopfen. —
2. 'im Spiel, bes. im Klickerspiel abnehmen', scherzhaft [ KU-Altkch]. Syn. s. PfWB abgewinnen 1. — Zu PfWB knippen (trans.) 'kneifen'; vgl. RhWB Rhein. IV 950.