klungeln, klüngeln schw.: 1. zu Klüngel 1 a, -i-, –e-, Gare (Nähts) kl. aufwickeln, auf einen Knäuel wickeln Verbr. wie Kl. 1 a; es klingelt sagt der Bergmann, wenn die Kohle fest u. hart u. daher schwer zu gewinnen ist Saargeb. RA.: Wonn ich kl., kann ich nit haschpele die eine Arbeit verbietet die andere Saarbr. Nähts (Zwirn) kl. Branntwein trinken Saarbr, Ottw. — 2. zu Klungel 1 b. a. -u-, –o- in Menge zusammenhängen, baumeln, bes. von Obst u. Früchten; der Zweig klongelt voll Gehannsdrauwen, — hänk geklongelte voll; die Beeren, Äpfel udgl. am Zweige, die Ähren sen geklongelte voll (Körner) Saarbg-Serrig, Bernk-Dhron, Bitb, Wittl, Prüm, Malm, MülhRh-Heiligenhs; -ø- MülhRh-BGladb. — b. -u- trendeln, sehr langsam arbeiten, die Zeit verschwenden, hinten nachkommen, bummelnd gehen Bitb, Wittl, Prüm (auch -o-). — 3. zu Kl. 1 f, -ø-, –y- langsam gehen, schlendern, bummeln, zögern, langsam, träge arbeiten, etwas in die Länge ziehen, alles halb tun; auch herömkl. Siegld (-e-), Altk (--), Gummb, Wippf, Sieg, MülhRh, NBerg, Ruhr, n. Ruhr, Klev, Mörs, Heinsb-Erpen, MGladb-Geistenbeck, Geilk, Aach, Köln, Ahrw, Schleid-Hellenth; abseits -i- Bitb-Dudeld, Bernk-Wehlen; -ø- Prüm-Reuth, Trier-Stdt (eromkl. möt ebbes mit etwas nicht voranmachen); de hät noch ens geklommelt [Bd. 4, Sp. 809]
on geklöngelt langsam getan Aach-Warden. — Verschwenden, verschleudern uWupp 1870. Nicht bezahlen, unreelle Geschäfte machen MülhRh-Holweide. — 4. zu Kl. 2 a β, a. -ø- [Köln-Stdt -y-] etwas miteinander ausmachen, was kein anderer hören soll; auf Umwegen mit unlauteren Mitteln einen Zweck zu erreichen suchen durch Beratung mit Gleichgesinnten. u. zwar so, dass ein nicht Anwesender Schaden hat, bes. öffentliche Verhältnisse nicht offen behandeln, sondern unter der Hand noch Familien-, Günstlingsinteressen, Vetternwirtschaft treiben; met enem (metenander) kl.; dat han die onger sech geklöngelt; dat wiərd at (schon) su geklöngelt, of et rech ös, blif sech glich; die han sech jet zerech (zesamme) geklöngelt; wer got kl. kann, fiəhrt am beste; en dem Dorf kl. se jet; wer do dem Burgemester gefällt, de wiərd jet; se han sech fas geklöngelt Verbr. wie Kl. 2 a β; die klöngelt met alle Kerls lässt sich mit andern Männern ein Sol-Leichl; we Lust tom Kl. het, het Lust tom Bedreigen Ess. — b. -ø- tauschhandeln, bes. unter Kindern Gummb (-y-), Wippf, MülhRh, Sol, Mettm, Düss. — c. -ø- nachdenken Daun-Dreis; s. aus-. — d. -y- miteinander gemeinschaftliche Sache machen, dass hernach kein Anfang u. kein Ende zu finden ist Wippf-Dohrgaul. — Abl.: die Klüngel(er)ei [heimlicher Zank, Streit Heinsb-Millich], dat Geklingel(s) [überflüssiger Tand, Zierrat Mettm-Hochdahl], der Klüngeler, die Klüngelersch [Klöngelsche zerlumptes Weib Barm], sich zerkl. [die Abl. zu kl. 2 haben -u-]. | | klüngeln schw.: 'Wolle, Garn u. dgl. zu einem Knäuel aufwickeln', kling(e)le (gliŋələ, gliŋlə) [Verbr. wie PfWB Klüngel 1]; vgl. PfWB herumklüngeln. SprW.: Wammer klingelt, kammer net haschbele 'Man kann nicht zwei Arbeiten gleichzeitig verrichten' [KU-Rothsbg Kaislt Schandein Notizen]. a. 1571: 14 lib. heuffen garn ist nit geklinglet [ZweibrKellR]. — Verbale Bildung zu PfWB Klüngel. — Südhess. III 1447 and. Bed.; RhWB Rhein. IV 808/09. | | klungeln, klüngeln schw.: 1. zu Klüngel 1 a, -i-, –e-, Gare (Nähts) kl. aufwickeln, auf einen Knäuel wickeln Verbr. wie Kl. 1 a; es klingelt sagt der Bergmann, wenn die Kohle fest u. hart u. daher schwer zu gewinnen ist Saargeb. RA.: Wonn ich kl., kann ich nit haschpele die eine Arbeit verbietet die andere Saarbr. Nähts (Zwirn) kl. Branntwein trinken Saarbr, Ottw. — 2. zu Klungel 1 b. a. -u-, –o- in Menge zusammenhängen, baumeln, bes. von Obst u. Früchten; der Zweig klongelt voll Gehannsdrauwen, — hänk geklongelte voll; die Beeren, Äpfel udgl. am Zweige, die Ähren sen geklongelte voll (Körner) Saarbg-Serrig, Bernk-Dhron, Bitb, Wittl, Prüm, Malm, MülhRh-Heiligenhs; -ø- MülhRh-BGladb. — b. -u- trendeln, sehr langsam arbeiten, die Zeit verschwenden, hinten nachkommen, bummelnd gehen Bitb, Wittl, Prüm (auch -o-). — 3. zu Kl. 1 f, -ø-, –y- langsam gehen, schlendern, bummeln, zögern, langsam, träge arbeiten, etwas in die Länge ziehen, alles halb tun; auch herömkl. Siegld (-e-), Altk (--), Gummb, Wippf, Sieg, MülhRh, NBerg, Ruhr, n. Ruhr, Klev, Mörs, Heinsb-Erpen, MGladb-Geistenbeck, Geilk, Aach, Köln, Ahrw, Schleid-Hellenth; abseits -i- Bitb-Dudeld, Bernk-Wehlen; -ø- Prüm-Reuth, Trier-Stdt (eromkl. möt ebbes mit etwas nicht voranmachen); de hät noch ens geklommelt [Bd. 4, Sp. 809]
on geklöngelt langsam getan Aach-Warden. — Verschwenden, verschleudern uWupp 1870. Nicht bezahlen, unreelle Geschäfte machen MülhRh-Holweide. — 4. zu Kl. 2 a β, a. -ø- [Köln-Stdt -y-] etwas miteinander ausmachen, was kein anderer hören soll; auf Umwegen mit unlauteren Mitteln einen Zweck zu erreichen suchen durch Beratung mit Gleichgesinnten. u. zwar so, dass ein nicht Anwesender Schaden hat, bes. öffentliche Verhältnisse nicht offen behandeln, sondern unter der Hand noch Familien-, Günstlingsinteressen, Vetternwirtschaft treiben; met enem (metenander) kl.; dat han die onger sech geklöngelt; dat wiərd at (schon) su geklöngelt, of et rech ös, blif sech glich; die han sech jet zerech (zesamme) geklöngelt; wer got kl. kann, fiəhrt am beste; en dem Dorf kl. se jet; wer do dem Burgemester gefällt, de wiərd jet; se han sech fas geklöngelt Verbr. wie Kl. 2 a β; die klöngelt met alle Kerls lässt sich mit andern Männern ein Sol-Leichl; we Lust tom Kl. het, het Lust tom Bedreigen Ess. — b. -ø- tauschhandeln, bes. unter Kindern Gummb (-y-), Wippf, MülhRh, Sol, Mettm, Düss. — c. -ø- nachdenken Daun-Dreis; s. aus-. — d. -y- miteinander gemeinschaftliche Sache machen, dass hernach kein Anfang u. kein Ende zu finden ist Wippf-Dohrgaul. — Abl.: die Klüngel(er)ei [heimlicher Zank, Streit Heinsb-Millich], dat Geklingel(s) [überflüssiger Tand, Zierrat Mettm-Hochdahl], der Klüngeler, die Klüngelersch [Klöngelsche zerlumptes Weib Barm], sich zerkl. [die Abl. zu kl. 2 haben -u-]. |