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| RhWB ankloppen (Bd. 4, Sp. 762) | PfWB To-ter (Bd. 2, Sp. 379) | PfWB Dach-trauf(en) (Bd. 2, Sp. 23) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| [Bd. 2, Sp. 380] Wasser wäscht [ebd.]. Reib Warze mit'm Wäschlumbe, wu en Dodes gewäsche is wärre mit, un vergrab'n noo unnich der Dachtraaf [Fogel Beliefs Penns Nr. 1699, 1737]; Ähnliches s. bei PfWB Dachtraufen 1, PfWB anklopfen 1. 's gebt Reen, ich han heit nacht vun Dole geträämt [ KU-Bedb]. Es gebt Hochzich, wammer traamt fun'me Dode [Fogel Beliefs Penns Nr. 264]. — Südhess. I 1599/600; RhWB Rhein. VIII 1249/50; Saarbr. 48; Bad. I 514 r.
| 1. 'die vom kandellosen Dachrand herabfallenden Wassertropfen', auch 'der kandellose Dachrand selbst' und 'die von den herabfallenden Wassertropfen gebildete Vertiefung am Boden', Dachtraaf (daxdrāf) m. [ KU-Adb Kaulb Kreimb Rothsbg Brück RO-Dielkch KL-Bann Gerhardsbn KB-Gauh], f. [HB-Nd'bexb WD-Niedkch ZW-Battw verbr. NPf PS-Donsied Schönau Hirschth Gal-Josbg], -traif (-trāif) f. [ GH-Neubg], -traff (-draf) m. [PS-L'mühl Lambert Penns 35], f. [ LU-Opp] -trapp (-drab) m. [Ingb ZW-Wiesb Krähbg KL-Bruchmühlb LU-Friesh Don-Schowe Torscha Tscherwk Lenauh Gal-Dornf], -trap (-drāb) f. [ ZW-Bechhf], -trääf (-drf) m. [ KU-A'glan Bedb Lohnw KL-Gimsb Hütschhs Mackb NW-Elmst], f. [ KU-A'glan Wolfst KL-Fischb PS-Schmalbg LU-Limbghf NW-Ruppbg Frankeck GH-Schaidt Schwegh], n. [ KU-Dietschw], -träff (-dręf) m. [ KU-Schmittw/O], f. [KU-Körbn KL-Reichb Rodb PS-Bobth LU-Alsh/Gr NW-Freinsh Elmst verbr. südl. VPf], n. [ LU-Böhl NW-Kallstdt Ungst LA-Venn], -träpp (-dręp) m. [ LU-Opp], -traawe (-drāwə) [ IB-Gersh], -trääfe (-drfə) [ KL-Weilb NW-Deidh], -trappe (-drabə) [ Gal-Obl]; vgl. PfWB Dachtröpfs, PfWB -tröpfse. 's reent (regnet) drauß, horch, wie der Dachträäf geht! [KL-Gimsb u. Umg.]. Der Dachtrapp geht, der Rejewassersbrunne werd voll [ Don-Mramorak]. Volksgl.: Die Dachtraufe spielte ehedem im Volksgl. eine große Rolle. Nach Schandein Bav. IV/2, 347 ff. durften Wöchnerinnen vor ihrem ersten Ausgang (Besuch der Kirche zur Aussegnung) nicht über die D. hinaus; die ohne Taufe gestorbenen Kinder wurden in alter Zeit von der Hebamme unter der D. der Kirche begraben. Man bewahrte das Vieh vor Seuchen, wenn man das Futter vor dem Füttern unter die D. legte. Ein weißer Krautstock oder einzelne weißgewordene Blätter am sonst grünenden Krautstock bedeuteten den Tod eines Familiengliedes; sie wurden deshalb ausgerissen und unter der D. des Hauses vergraben. — Wer seine Warzen loswerden wollte, mußte heimlich den Spüllumpen aus der Küche entwenden und ihn unter der D. verstecken, wobei er die drei höchsten Namen rief [Pfälzer Heimat (Pirmasens), Nr. 16/1931]. Reib en Spiellumbe iwwer Warze un grab en noo unnich der Dachdrapp [Fogel Beliefs Penns Nr. 1695]. Auch mit einer Speckschwarte glaubte man Warzen vertreiben zu können: man strich mit ihr über die Warzen und vergrub sie danach unter der D. [(1930) KU-Bedb]. — 2. = PfWB Dachrinne, [Bd. 2, Sp. 24] -traaf m. [ KB-Gauh], f. [ PS-W'fischb FR-Ebertsh Grünstdt], -trääf m. [ KB-Gauh Stett NW-Mußb], f. [ KL-Matzb RO-Lohnsf]. — F.: Die Formen -dręf, -drf bzw. -drfə, beruhen auf mhd. *tröuf, *tröufe wie lfər 'Läufer' auf mhd. md. löufære (vgl. mhd. troufen, tröufen 'träufeln', Lexer Lexer II 1531). Der kurze Vokal in -draf, -dręf, -drab, -dręb erklärt sich aus der Stellung des Wortteils im Nebenton (ˈdaxdrab usw.); vgl. z. B. hoxdsəd 'Hochzeit', bārwəs 'barfuß', noxbər 'Nachbar', kęrwə 'Kirchweih'. Die Formen -drab, -dręb zeigen den Übergang von f > p (b) im Auslaut wie in kärχob 'Kirchhof'; vgl. auch lēb 'Löwe', hōg 'hoch'. — Zum Gen.: m. und f. halten sich ungefähr die Waage, n. ist selten. — Südhess. I 1295/96; RhWB Rhein. I 1218; Saarbr. 42; LothWB Lothr. 76; ElsWB Els. II 743; Bad. I 398/99.
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