Kirch-hof kirəχ-, kerəkhǫf, –hūb, –hǫuf usf. (s. S.) Allg. da, wo nicht mehr Kirchberg gilt; im Rhfrk an Nahe, Hunsr, Ottw vielfach neben kęăχ-, kērĭχ-, kīrəχhup, –ū-, –ǫ-, –o-, -χəp auch kęărjǫp, kīər-, –jup, –ū- u. -rχj-; kęaof Kreuzn-Waldalgesh Waldböckelh; kaijop, –jup Kreuzn-Oberhsn Monzing, Birkf-Griebelschd; kajup Kreuzn-Weiler, kaijop Ottw-Wemmetsw; kaiop Ottw-Schiffw; kirxuf u. kirj- Saarbr-Emmersw Eiw, Saarl-Griesborn Pachten Wadgassen, Trier-Börfink; kirjof May-Saffig; kērχəp Goar-Steeg; auch im sonstigen Geb. von kirəχhǫf hört man sehr oft kirəχǫf; Trier-Stdt kørjǫf; Kürzung des -hǫf > -əf in kīārχəf Bitb, SPrüm; kerχəf NPrüm, Malm [Bd. 4, Sp. 526]
(insofern in diesen Geb. das ältere Kirchberg verdrängt ist), Monsch, Aach [kęrχif Bernk-Honr; kirjəf Bernk-Allenb; kirχĭf Siegld-Eisern Weidenau; kerhǫuf Dür-Drowe]; kerkəf, kę-, ki- Selfk [-køf Heinsb-Breberen; kerəf Heinsb-Dremmen] m. [n. Goar-Boppard]: 1. Friedhof, der K. schlechthin, der konfessionelle, im Gegens. zum gemene K. der Zivilgemeinde gehörig, für alle christlichen Bekenntnisse; man sagt auch Dudenk. RA.: Wenn et om (im) Janear vill rent (regnet), wiren de K.höff gesent (gesegnet) Koch-Laub. Ene fule (nasse, melle, boəle) Wengkter (Advent) göf ene fette K. Kref, Allg. En Sonndeslech (-leiche) mächt de K. rech (reich) Prüm, Allg. Jung Döktersch bruche grosse K.höff; wo berühmte D. wonne, han se gr. K. nüdig Köln-Stdt. Wat ne goə (guter) Helmester (Heilmeister) wede wellt, mott iərscht en K. fett make Heinsb-Karken. De sängt (singt) K. der Sterbenskranke Eup. Mer mant (meint), den hätt e K. gefress wer übelriechenden Atem hat Trier. He rüch no K. stirbt bald Bergh-Elsd. Du hölps mech noch op ene K. ärgerst mich tot Heinsb. We seng Eldere net iəhrt, de wür beəter om K. MGladb, Allg. ‘Ich mag nich’ lit (liegt) op en K. zu einem Kinde, das beim Essen sagt: ich mag nicht Ess. Weə ut der K. es, wüər geər dren, on weə dren es, wüər geər drut Heinsb. Sech ene K. kofe sich etwa einen kleinen Wald kaufen, wo man dann das Holz der Nachbarn hineinstiehlt Ahrw-Holzw. De hat ene Kopp wie ene K. er hat ein gutes Gedächtnis Rheinb-Hilberath; dor es et so dot wie op de K. Mörs-Wallach; et Steck (Feldstück) leit (liegt) do wei en K. Saarl-GrHemmersd. — Im Kinderld. Op de K. stüff (stäubt) de Sangk (Sand), de S., de stüff van Engeland, van E. na Nüss (Neuss), on du kris jet op de Schnüss! MGladb. Achter de Ohre worde de Lüskes (Läuse) gebore; midden op de Werwelkopp, dor is de Lüsekerkhoff Emmerich. — Volksgl. Höre ich bei einem nächtlichen Gang durch das Dorf um 12 Uhr auf dem K. beten, so weiss ich, dass bald jmd. stirbt; ich höre dann, trotzdem ich nichts sehe, deutlich, wie eine Prozession über den K. geht; auf einem K. gestohlene Sachen werden in der Nacht wiedergeholt. — 2. Umgebung einer Kirche Dür 1880. | | Kirchhoft [Kherìχhòft Dü. K. Z.] m. Kirchhof, Friedhof. |
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