PfWB Kehl-speicher Nahe, Wend, Ottw, Saarbr-Ld m.: -gebälk, zweiter, oberster Sp. | | doppelt Adj.: wie schd., doppelt (dǫbəld) [fast allg.], duppelt (dubəld) [ WD-Niedkch]; e doppelder Bart 'Doppelkinn', vgl. PfWB Doppelbart [verbr., [Bd. 2, Sp. 341] auch Gal]; en doppelde Bruch [ BZ-Dernb]; doppelt gebroch [ ZW-Battw]; e doppelt Joch s. PfWB Doppeljoch [ KB-Göllh]; e doppelder Reche 'Harke mit Zähnen nach unten und nach oben' [ ZW-Gr'bundb]; doppelde Weck, s. PfWB Doppelweck [ HB-Medh]; e doppeldi Ähr 'Zwillingsähre' [ Gal-Josbg]; en doppelde Speicher, s. PfWB Doppelspeicher [ LA-Gommh]. RA: Der Wert (Gastwirt) fehrt e doppelt Kreid 'rechnet alles doppelt' [LU-Limbghf, verbr., auch Don-Schowe]; vgl. PfWB Doppelkreide. Nemm's doppelt un setz dich druf!, Rat für einen, der über Langeweile klagt [ PS-Th'eischw BZ-Dernb]. Der Liebhaber hat die doppelt Koscht [ KU-Bedb]. Er is doppelt gepickt im Kopp 'verrückt' [ ZW-Gr'bundb]. Er ißt keen Beer (Birne), die net doppelt geschält isch 'ist auf doppelten Gewinn aus', auch vom Feinschmecker [ BZ-Dernb]. SprW.: Doppelt genäht halt besser [allg., auch Don Gal Buch]. a. 1400 (Abschr. 16. Jh.): Doch ist diser fallsch vnnd betrug bei doppler ainnung verbotten [PfWeist. II 563 (NW-Freinsh)]. a. 1537: Zwey Silberin duppeln ringlin [SpeyTreudInv.]. Zs. PfWB drei-, PfWB vierdoppelt. — Die historischen Belege zeigen noch die ältere Form ohne -t, die auch in den Zusammensetzungen erhalten ist. Vgl. hierzu Kluge-Mitzka19. — Südhess. I 1579/80; RhWB Rhein. I 1408 ff.; LothWB Lothr. 93; ElsWB Els. II 701; Bad. I 505. | | NRhWB doppelt uNahe dobəlt; sonst Rhfrk -bəl; Mosfrk im Siegld dūwəl; Bernk -ow- [Bernk-Neumag -ōb-]; Bitb -ōb-, –ūəb-, –ūă-; uSaar von Merz an hier u. da -ǫ·u.b- u. -ǫ·u.w- [Saarbg-Greimerath -w-; Saarbg-Winchering -b-]; in Bitb, SPrüm, Daun, Aden hier u. da auch -ǫ·u.b- (oft neben -ūəb-, der älteren Form); May -up-; von Koch, Daun, Prüm, Neuw an durch das Rip, NBerg, SNfrk -ub-; hier u. da Rip auch -ob-, bes. Malm, Monsch, Schleid, Rheinb; n. Ruhr dubəlt; Klevld dbəlt; mit Ausnahme der uNahe, des Klevld (-də) flektiert d. ohne -t-, also -bələ, Neutr. unverb. -bəlt; doch hat die Eif auch hier u. da -də [Elbf dubəlt, –w-, aber -bəldik] Adj.: 1. wie nhd.; dafür gern noch ens esu vill Rip, Allg. D. es ens so deck Emmerich. Rätsel: Hannen wie fir, an der Matten d.? (Anna, Otto) Trier-Schleidw. — D. gebonge hält beiste Rip; d. genäit hält beter Klevld. Gau (schnell) geholpen üs d. geholpen MülhRuhr. En d. Taugeneihten zugeknöpfter, unzugänglicher Mensch Ess. De es d. geflech (geflochten) durchtrieben u. verwegen Köln, Dür. D. overen do lige mit angezogenen Beinen da liegen MGladb-Neuwerk. [Bd. 1, Sp. 1409]
Dat mot hen dick on d. betale Geld-Aldekerk; dat moss de d on deck bezahle Aach-Merkst, — d. on dreifach Allg., — d. on dreifäldig Eusk-Erp; dat Got wor onger Brödern dat dreimol d. wert MülhRh; ech wett d. en enkel ich wette das D gegen das Einfache Aach-Merkst. — Wo Geld es, do es der Düvel, wo's ken es, do es he d. Rip. Wat ose Herrgott an de eng Plätsch nömmt. get heə an de angere d. wiər Aach. Wat mer zor Dür erusget, dat küt zo de Fenstern wer d erun Daun-Neroth. Leck mech d. en de Kont! Mörs-Schwafh. Eich setzen dat Duəbelt dərgent bei einer Wette Bitb, Allg. — Bes. Verb. a. attrib. D. Glidder (Geliər) englische Krankheit, Rhachitis Rip, SNfrk; d.ə, d.ə Bloətschwäər! kindliche Beteuerungsformel, bei der die Zeigefinger gebraucht werden Kref-Anr; dat d. Kenn Kelch unter dem Kinn Allg.; d.ə Bart dass. May-Boos; de d.ə Fus geballte Faust Nfrk; d. Nöll Wirbel im Haar Schleid-Blumenth; d.ə Krützfos Teil der Quadrille Sieg-ODollend; den d.ə Bock schlohn Purzelbaum Bitb-Rittersd; en d. Botterramm zwei Brotschnitten aufeinander Allg.; d.ə B. mache zu zweien sich fest aneinanderschliessen u. hinabrollen Düss; d. U make verhehlen Heinsb-Bocket; d.ə Kil (Keil) wie d. Butterramm Duisb; d.ə Sölder Eierkuchen mit Wurst u. darauf eine Lage von Eierkuchen mit Speck Geld-Niederd; d. Zugeher (-gehör) feststehende Naturalbeigabe zu dem Lohne der Dienstmägde, die ausdrücklich ausbedungen sein musste Simm-Laub, Prüm; d. Zobehür dass. Waldbr-Rosb, Bernk-Rhaunen; d. Gescher dass. Bitb; d. Lengent dass. Malm-Vith; en d. Schal der frühere Ersatz des Mantels der Frauen Rip; die d. Schal Schnauptuch (s. d.) Bitb-NWeis; et d.ə Juch Doppeljoch Mosfrk; en d. Kräntche 2 mal 50 Pfg. (veralt.) Aach; en d.ə Daler Zweitalerstück (veralt.) Ahrw-Brohl; en d. Kett bei der Weberei Aach; der d.ə Piəpert Heidelerche Aach; en d. Geəlgüərsch Gerstenammer ebd.; d ə Grise (Greise) Art von Kramtsvögeln Schleid-Dreiborn; de d.ə Beiepitt Meise Kref; d.ə Efelter schwerer Schlag Pferde (Eifeler) Sol; d Lothrenger (Ardenner) dass. Schleid; d Ponni schweres Ponny Wippf-Biesf, Jül-Boslar; d.ə Jüdd scherzh. die 77 im Lotto Bergh-Hüchelhv, Mettm-Hassel 1860; de d.ə Mehlsack dass. für die 88 Elbf; ene d.ə Juəsep scherzh, Doppelkragen Erk-Keyenbg; enem en d ə Lir (Leier) setze Spottgebärde mit Daumen u Zeigefinger vor der Nase des andern machen Aach; en d. Sess (6) dickes Weib Wermelsk; d.ə Mattes ungestümer Mensch Geld-Issum; der d. Schesser Backofenschiesser Mülh-Rh; de d.ə Plog Umkippflug Aden-Herschb. — D.irschtches 6. Gang, d.zweiter 7. Gang beim Fangsteinsp. [Bd. 1, Sp. 1410]
Merz-Büschf; auch in Sieg-Ägid. heissen bestimmte Gänge d. Poərz, d. Langkskletsch, d. Beisatz d. Hau; en D. 5. Gang Eusk-Dirmerzh; d. Tupp, d. Kles esse Simm-Laub. — Dat geht met d. Gelöp (Geläufe) zu zweien an die Arbeit Kemp. Se hauen sech em də Dagluhn Jül-Linnich. Der macht sich d. Arbet Mosfrk, Allg. Met d ə Knid (Kreide) schrive die Schulden aufschreiben, sich etwas übermässig bezahlen lassen Rip, SNfrk. — In adv. Verb. D.əs Wurps Hals über Kopf, plötzlich, in zweifacher Weise, zwei Sachen zugleich erledigend, roh Mettm-Haan, uWupp, Sieg-ODollend, Dür-Langerwehe; d.əs Wurms dass. Bergh-Hüchelhv; zusammengekugelt Bergh-NEmbt; d.stə Wurm ligen Bergh-Bedbg: d.ə Muts Hals über Kopf, ganz unvermittelt Kref-Fischeln; et Feld d.scheck () ege in der Diagonale u. dann nach der andern Richtung wieder in der Diagonale eggen Rheinb-Schönau, auch d. aschecke Ahrw-Bengen; d. schucks baue Geld-Sevelen; er geht d. tə hop (-hauf) sehr schnell Mörs-Hülsdonk; hej döt et d. təhop in de Kes packt es unordentlich, wirr in die Kiste Mörs, MGladb-Kleinenbr. — b. präd. D. do sen dafür sorgen, dass man seinen Anteil erhält MülhRh; de es d. ihm ist nicht zu trauen Dür-Merzenich, Sol; mer här et duwel viel zu tun Siegld, — dobbel on duwel Siegld-Kromb Marienborn; die han d. gemach der Sohn der Familie A heiratet die Tochter der Familie B u. gleichzeitig der Sohn der Familie B die Tochter der Familie A Hunsr, — d. geheirot Prüm-Burb; he deht sich gleich noch d. überstürzt sich in der Arbeit Gummb; säg de Ben d.! eile dich Waldbr-Wildbg; e seiht d. ist betrunken Prüm-Mürlenb Dahnen; wat d. schlohn doppelt aufeinanderlegen Nfrk, Rip; dis Tur hat et d. geschlaə jetzt aber hat's geschellt; das geht zu weit Daun-Strohn; he lit d. geschlage mit angezogenen Beinen Neuss; ebbes d. schlohn Zwiegespräch halten Neuw-Leubsd; mer hät nüdeg, sich d. ze schlohn bei all der Arbeit Ahrw-Sinzig; dem schläht de Tong (Zunge) d. er stottert Duisb; dem schleiht sech de Ortografi d. dass. Sol; der es suə düər (mager), dat e d. schleəht Aach, — dat men d. schlohn kann Gummb; die Sach is nit so enfach, wemmer se d. nimmt Simm-Laub. Klagt jemand, dass ihm die Zeit des Wartens zu lang wird, so sagt man: So nemm se d. (un setz dich druf)! Hunsr; wann et dir ze lang wiərd, schlag et d. (holl et d.), dann wiərd et half esu lang! Rip. — Drocke Brot macht Bake rot, nor wer zwei Heiser hat, kann d. schmiere Birkf. — c. subst. bei zu erganzendem Bestimmungsworte. α. sachl. En D. doppeltes Butterbrot Schleid-Urft; en D.t Dinsl-Aldenr; en D.tən Ess; der D.ə zwei Schichten in der Erde hintereinander Aach-Merkst; D.ə zwei Kramtsvögel zu einem Gebund, [Bd. 1, Sp. 1411]
sonst 4 Kr. = 1 Gebund Düss-Lintorf; Dübbelken Doppelpflaume Kemp-Lobberich; Duppel Andernach. — Et gäht alles op dem D.ən man macht zwei Arbeiten zugleich Bitb-NWeis; en der D.ə stoəhn beim Kartensp. d. soviel gewonnen haben wie der Gegner Aach; zom D.ə in verdoppeltem Masse Schleid-Hellenth. — β. persönl. Ene D.ən dicker Kerl Saarbg-Greimerath; ene D.ə falscher Heuchler, Gleissner, Duckmäuser Dür-Langerwehe, MGladb, Heinsb; ein stiller, witziger Mensch, der es hinter den Ohren hat Erckeyenbg. — 2. gefüllt, von Blumen Allg. En d. Flett Nelke; en d. Rus. — 3. gross. Der d.ə Katjesmes gegenüber dem klengen K. Aach. Hierhin auch d. vor den Namen von Vogelarten, die beim Vogelfang in Betracht kommen, ene d.ə Krometsvouəl. S. o. 1 a, c α. |