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 RhWB Kaff III (Bd. 4, Sp. 32)   PfWB Kaff (Bd. 4, Sp. 4)   PfWB Käficht (Bd. 4, Sp. 10) 
  NRhWB Kaff III Allg., u. zwar Rhfrk Nahe u. Bernk-Merschd kāp [Birkf kārp; Birkf-Nohf -r-]; Simm, Zell (Hunsr-Orte) kp; Goar-Corb Leining kēf (kēw); Ottw --; WMosfrk in Saarl kaf; n. einschl. Merz-Mond Mechern Menning Merching Riml Wahlen bis einschl. Saarbg-Büschd Tünsd Weiten Rodt Hamm Greimerath zum Hochw hin u. ausserdem n. u. w. einschl. Saarbg-Kreuzw Sinz Faha Collesleuken Cahren Lisd Manneb -:-; innerh. einschl. Saarbg-Eft Heilend Orscholz Kessl Buschd Wies -ū·ə.-; sonst an der uSaar, Trier bis Koch, SWDaun, Wittl, Bitb, SPrüm, Aden-Virnebg -:-, –·ă.-, –ō·ă.- u. ohne Schärfung [Trier-Stdt -ā-, Dat. -ā:-; Merz-Becking, Trier-Langsur, Goar-Herschwiesen kāft]; sonst kā:f; wo keine Schärfung herrscht -ā- [Siegld gāw u. kāw; Altk-Dernb ; Sieg-Fussh k:f u. -ā:-; Gummb-Stdt Lantenb kāwə; Lennep-Filderheide -wər; Klev, Rees auch kaf (auch Goar-NGondershsn)] Sg. t. f. [Köln-Stdt, Elbf m., Gummb n.]: 1. ursprüngl. Spreu, Deckblätter des Hafers u. Spelzes, beim Dreschen oder Wannen sich absondernd, an der uSaar, WEif, auch im Hunsr, uMos u. Westerw hier u. da noch deutlich vom Fuder (Futter) = Roggenspreu u. den Pälen = Weizenspreu geschieden; Howerkof get gesunn (gesunde) Beter (Betten) man füllt die Kopfkissen damit, um sich vor Kopfweh zu wahren; Spelzek. as gut Perdsfuder fir innert't Gehäk (Häcksel) Bitb; die Hawwerkäf werd geredd (gesiebt), dann es et Sprau Zell-Buchenbeuren; gereckelte K. (gereinigte, gerüttelte Haferk.) zum Füllen von Kissen u. Matratzen Bitb; de K. köllen reinigen Grevbr-Wickrathh; Ewerk. grobe Spreu, ganze Halme, die vor dem Fruchtreinigen mit einem Rechen abgekehrt wird Trier-Mehring. — Sonst jede Getreidespreu, Hülsen von Roggen, Weizen, Hafer, Gerste, Buchweizen, beim Wannen sich absondernd (nicht Stosshäcksel), Kor-, Wessen-, Hower-, Gerschten-, Bockesk; dazu Bett-, Futterk. — Im rhfrk. Saargeb. Spiesse an der Kornähre (die Spreu hier Sprie). — Langgedroschenes, geschnittenes Stroh Rees-Wesel. — RA.: Suə lech (leicht) wie K. SNfrk; rott (morsch) wie K. Heinsb; su vell (viel) wie K. Dür; die Böm hange voll wie K. Eusk, Köln; sin Härssen (Gehirn) sin as K. Mörs-Orsoy; et liet (liegt) alles durchenanner wie Häcksel un K. Daun-OBetting; dat es Häckels wie K. der eine wie der andere taugt nichts Wippf; he äs esu freich (frech) wie e Klömpche Beich (Pech) on esu brav wie e Schöttelche K. er ist unverschämt wie sich anhängendes Pech u. sehr unruhig wie sich leicht bewegende K. Ahrw; hehin, dohin, wie der K. en der Wannmüll Köln-Stdt. Dreck on K. schurt (scheuert) der Mag Aach, Jül. He hürt mer de K. falle sagt man, wenn es in einem Zimmer oder einer Gesellschaft sehr still ist Altk-Horhsn. Et es bester, für sech selver K. opdrage äs für ander Löck (Leute) Wess (Weizen)

[Bd. 4, Sp. 33]
die kleinste eigene Arbeit für sich selber bringt den meisten Lohn Sieg, Bo, Rheinb; et es besser egene Lücks K. zo drage als andere Lücks Wess ze fahre Bo. Wer K. sät, bruch op kene Wess ze lure Sülzt. De het K. open Söller er ist reich Dinsl-Sterkr. De hät de Kopp voll K. ist dumm Dür-Pier. Samt om Lif (Leibe) on K. drennen Sol. De friss K. us der Hand einer, der zu allem ‘ja’ sagt Bo. Die häbben ömmer jet te quiddele (klagen); häbbe se genug Wet (Weizen), donn häbbe se Mongel (Mangel) a K. Kemp. De Möss (Müsche ‘Vogel’) es te alt, öm op de K. te gohn Geld. Ihr furz (furzt) bei Tije (Zeiten) en de K.! ihr geht früh ins Bett Kref-Linn. De ös och net möt K. gefodert (gefüttert) er sieht gut aus, ist sehr schwer Sieg. Al (alte) (lus kluge Köln) Mösche (Vügel, Kormöschen) fängk mer net met K. alte Leute lassen sich nicht überlisten Rip, Allg.; en al Huhn lesst (lässt) sich net mat (mit) K. locken Trier, Monsch; met dauwer (tauber) K. loten sech ale Müs (Mäuse) nit fange Mettm, Elbf. Dat es jo im de K. gedanzt der Gewinn hat die Mühe nicht gelohnt Siegld. De wor net va K. der Schlag sass Prüm-Reuth. Häcksel blif für K. Börg der Bürge besitzt selber nichts Rip, Mosfrk, Rhfrk. — Volksbr. Enem K. streuen nach dem ersten Aufgebot dem Bräutigam oder der Braut, die ein früheres Eheversprechen gelöst habt, vom Hause bis zum H. der früheren Verlobten den Weg mit K. streuen; ist der Betreffende von einem andern Orte, so wird der Weg nach der Richtung hin noch 20 Schritte ausserhalb des Wohnortes bestreut Eif; sonst wurde auch dem Mädchen, das sich vor der Hochzeit mit einem eingelassen hatte, am Hochzeitsmorgen der Raum vor ihrem Hause mit K. bestreut. — 2. übertr. verächtl. a. sachl. α. Knoppen (Knospen) en K. ungeniessbare Speise Sol. — β. leeres Geschwätz; dat es K., watsde (was du) säs (sagst) Kref. — b. persönl. arme Leute, Gesindel; dat es mar K. Klev, Kobl-Kapellen.

 

  Kaff2, Käff 'Spreu' s. PfWB Käfe.

 

   Käficht1 n.:
1. 'Abbruch beim Putzen des Getreides', Käwwich (kęwiχ) [ BZ-Billh]; vgl. PfWB Käfe 1. —
2. 'vom Flegeldrusch herrührende Strohteilchen' [LA-Impfl Land]. — Abl. aus Käfe; vgl. PfWB Gekäfficht. — Südhess. III 1226 Kefich.